A-Junioren-Halbfinale war sehr eng und emotional

Fußball: Jugend-Stadtmeisterschaften

Es war emotional, es war kurios und es war denkbar knapp. Die A-Jugendfußballer des TuS Westfalia Wethmar, gerade aus der Landes- in die Bezirksliga abgestiegen, haben gestern beim BV Lünen das Halbfinale der Jugendstadtmeisterschaft mit 2:1 gegen Bezirksliga-Aufsteiger Lüner SV gewonnen.

LÜNEN

, 20.06.2017 / Lesedauer: 3 min
A-Junioren-Halbfinale war sehr eng und emotional

Emre Tilzici (M.) und Riam Neutzer stoppen gemeinsam Furkan Kücmaz.

Jugend-Stadtmeisterschaften, Halbfinale, A-Junioren TuS Westfalia Wethmar - Lüner SV 2:1

Kurios wurde es knapp fünf Minuten vor der Pause. Westfalia-Stürmer Nico Sonnen rannte nahezu ungestört auf den LSV-Kasten zu, legte sich den Ball aber etwas zu weit vor. Torwart Genrich Felde musste handeln. Er verließ den Strafraum, versuchte den Ball zu klären, traf ihn nicht richtig — und verlor dabei seinen Schuh. Glück für den LSV: Sonnen traf im Nachsetzen nur den Pfosten. „Genrich ist für unseren Stammtorhüter Lucas Koch eingesprungen. Der kam direkt aus dem Urlaub hierhin“, erklärte LSV-Coach Athavan Varathan.

Zuvor war Sonnen erfolgreicher. Felde lenkte einen gefährlichen Weitschuss von Wethmars Kevin Kastner zur Ecke ab. Sonnen stand danach an der richtigen Stelle und schob ins lange Eck ein. Nach dem Seitenwechsel egalisierte der LSV in Person von Furkhan Küymaz per Foulelfmeter — 1:1-Unentschieden lautete der Zwischenstand.

Die Entscheidung fiel schließlich in der 76. Minute. Wethmar führte einen Freistoß vor dem Lüner Tor geschickt kurz aus, Ismael Simsek schaute kurz hoch und trat den Ball mit voller Wucht ins obere rechte Eck — keine Chance für Koch. Wenig später geriet das Spiel zur Nebensache. Schiedsrichter Reiner Brummel, der mit seiner autoritären Art das Spiel im Griff hatte, hatte schon die Nachspielzeit angezeigt, als plötzlich zwei Spieler auf Höhe der Mittellinie aneinandergerieten.

Weitere Spieler mischten sich ein, Ordner rannten auf das Feld, Schiedsrichter Brummel verschafft sich kurz einen Überblick und verteilte dann Rote Karten — insgesamt je zwei Stück für den LSV und Wethmar. Schiedsrichter Brummel musste danach unter dem Schutz der Ordner in die Kabine geleitet werden, die LSV-Fans applaudierten höhnisch. Unschön.

„Ich kann nicht sagen, wer angefangen hat. Derbys sind halt emotional“, sagte Westfalia-Trainer Matthias Nagel. Sein Gegenüber, LSV-Coach Varathan, sah das ähnlich, nahm aber seine Spieler in Schutz: „Mein Spieler wurde zuerst angegangen, er hat sich nur gewehrt.“

Teams LSV: Felde (65. Koch) - Koschnik, Yilmaz, Ünal, Usbubas, Uzum, R. Küymaz, F. Küymaz, Özkan, Karaduman, Greger, Ucar, KlapperWethmar: Dvorak - Splittgerber, Simsek, Potthof, Christiansen, Sonnen, Tikici, Kastner, Neutzner, Osterholz, Borchardt, Simmes, Stauch, Arslan, Feiweier

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