„Zwei, Fünf, Zehn“ - Burak Kurt stellt beim VfL Brambauer eine verrückte Rechnung auf

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Der 21-Jährige ist seit drei Jahren der Jungspund bei den Brambaueraner Handballern. Nach langer Verletzungspause will er auf einer neuen Position wieder richtig angreifen.

von Nico Ebmeier

Brambauer

, 19.02.2020, 14:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein Kreuzbandriss ist für die meisten Sportler die absolute Hiobsbotschaft. Oft steht sogar das Karriereende dadurch auf dem Beipackzettel. Burak Kurt, vom VfL Brambauer hat sich mittlerweile aber wieder zurück gekämpft und hat nun hohe Ziele.

Die gesamte Hinserie musste Burak Kurt auf der Tribüne Platz nehmen. Der Bänderriss des vorderen, linken Kreuzbands ließ nichts Anderes zu. „Wenn du zehn Jahre lang Handball spielst und dann die ganze Zeit zuschauen musst, ist das echt nicht so geil“, erinnert er sich.

Burak Kurt saß zunächst mal 180 Minuten auf der Bank

Zum Restrundenstart meldete er sich nach der langen Leidenszeit wieder fit, aber Björn Güter setzte ihn die ersten drei Spiele nur auf die Bank. „Das ist im ersten Moment natürlich doof, wenn man heiß ist und 180 Minuten zuschauen muss, aber nachträglich betrachtet war er genau die richtige Entscheidung“, sagt der 21-Jährige. Im Spiel beim Wittener TV schlug dann endlich Kurts Stunde - und wie.

In der Schlussphase wurde er zum ersten Mal eingewechselt und bedankte sich sofort mit zwei Toren. An der 23:25-Niederlage konnte er trotzdem nichts ändern.

Dennoch - ein gelungener Auftakt war es allemal. „Das war ein super Einstand, so sollte es weitergehen“, wusste auch Kurt. Und es ging es weiter. Im nächsten Spiel, acht Tage später, war der VfL beim Ligaletzten aus Rauxel-Schwerin zu Gast und Kurt wurde von Beginn an gebracht. 14 Minuten brauchte Burak Kurt für seine ersten vier Treffer - und das als Linksaußen.

„Das sieht jetzt krasser aus, als es eigentlich war. Mir hat Tobias Eder einige gute Vorlagen gegeben und mit ein, zwei Drehern sind schnell vier Tore erzielt“, so der Rechtshänder. In der 37. Minute erzielte er dann auch noch Treffer fünf.

Ein Glückszug bringt ihm viele Tore

Wenn es nach Burak Kurt geht, sollen aber durchaus noch mehr Tore folgen: „Erst zwei Treffer, dann fünf und jetzt zehn? Wieso denn nicht?“ Eigentlich ist der 21-Jährige im halb-linken Rückraum Zuhause, aber Trainer Güter setzte ihn wegen seiner Verletzung nun auf der Außenposition ein. Scheinbar ein Glückszug. „Das war sehr klug. Im Rückraum muss ich mein Kreuzband sehr belasten, weil ich immer über den Block springen muss. Das ist auf außen nicht so“, sagt der Rechtshänder.

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Zusätzlich zu mehr Toren wünscht sich Kurt aber noch eine Sache: „Ich muss wieder an meiner Spielintelligenz arbeiten. Ich muss die Spielzüge wieder mehr verstehen und dann kann ich der Mannschaft auch sicher weiterhelfen.“ In den vergangenen Spielen wurden Kurt im Innenblock eingesetzt, was er vorher so noch nicht kannte, ihm aber letztendlich doch sehr gut passte. Alles stellt er dem Saisonziel unter. „Das Ziel bleibt ein gesicherter Mittelfeldplatz.“ Aktuell sieht es gut aus für den VfL. Auf Platz 8 steht Brambauer fünf Punkte vom ersten Abstiegsplatz, den momentan der TuS Borussia Höchsten belegt.

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