Der Spielmacher zog sich während seiner Laufbahn bereits drei Kreuzbandrisse zu. Trotzdem scheut er keinen Zweikampf. © dpa
Fußball

Auch drei Kreuzbandrisse lassen Spielmacher nicht verzagen: „Man muss die Gefahr ausblenden“

Dreimal zog sich der Spieler die Horrorverletzung zu: Kreuzbandriss. Dennoch denkt er nicht ans Aufhören. Im Gegenteil. In der neuen Saison startet er wieder durch - mit einem neu aufgestellten Team.

Es tut sich personell einiges in den Kadern der hiesigen Fußball-Klubs. Viele Vereine vollziehen in diesem Sommer einen großen Umbruch, müssen viele Spieler ziehen lassen und haben schon so manchen Neuzugang vorgestellt.

So ist es auch im Lager des Fußball-Oberligisten Holzwickeder SC. Jedenfalls ist eine Fluktuation in dieser Beziehung im Kader des HSC nicht zu übersehen. Umso erfreulicher für die Blau-Grünen, dass dem Klub mit Enis Delija ein wichtiger Akteur für die kommende Spielzeit 2021/22 erhalten bleibt.

Enis Delija (blaues Trikot) zieht mehrere Gegenspieler auf sich. © Hahn © Hahn

Damit geht der 22-Jährige in seine dritte Spielzeit für den Verein aus der Emschergemeinde. Zugute kommt Enis Delija zweifelsohne vor allem die gute Ausbildung, die er in den Nachwuchszentren von Eintracht Dortmund, VfL Bochum und Rot-Weiss Essen genossen hat.

Folgerichtig sind die Verantwortlichen in Holzwickede sehr froh, dass sich Enis Delija für ein weiteres Engagement an der Emscher entschlossen hat. Ein Grund mehr für die Sportredaktion dieser Zeitung, mit Enis Delija über die nahe Zukunft zu sprechen:

Sie haben dem Holzwickeder SC ihre Zusage für die kommende Saison gegeben. Was hat den Ausschlag dafür gegeben?

Ich gehe jetzt ins dritte Jahr beim Holzwickeder SC. Der HSC ist ein sehr gut geführter Verein. Ich fühle mich hier richtig wohl, zumal auch das Umfeld in diesem Klub stimmt.

Die gute Platzierung in der Saison 2020/21 hat sicherlich in personeller Hinsicht das Interesse bei anderen Vereinen geweckt. Hatten Sie auch diesbezügliche Angebote?

Ich hatte auch Kontakt zu einigen anderen Vereinen. Für mich wäre allerdings nur ein Wechsel in eine höhere Liga interessant gewesen. Ein Wechsel innerhalb der Oberliga hätte für mich daher keinen Sinn gemacht, zumal ich mich wie bereits erwähnt in Holzwickede sehr wohl fühle.

Wie landet ein gebürtiger Essener, der aktuell in Hagen wohnt, dazu noch blutjung ist, überhaupt in Holzwickede? Das ist ja nun nicht unbedingt kurz um die Ecke gelegen?

Den Kontakt dazu hat seinerzeit Kaniwar Uzun, mit dem ich befreundet bin, hergestellt. Als Holzwickeder kennt er das Umfeld bestens. Ich habe mich dann hier vorgestellt, wurde nach einem Probetraining für gut befunden und bin so vom HSC verpflichtet worden.

Drei Kreuzbandrisse in ihrer noch so jungen Karriere, das ist für einen Sportler schon fast so etwas wie die Höchststrafe. Wie gehen Sie mit solch schwerwiegenden Verletzungen um?

Zurzeit geht es mir in dieser Richtung sehr gut. Jedenfalls habe ich aktuell keine Beschwerden. Während der Spiele muss man solche Verletzungsgefahren einfach ausblenden. Deshalb denke ich in diesen Situationen auch bei Zweikämpfen überhaupt nicht weiter darüber nach.

Sie haben wie bereits erwähnt in der Jugendzeit bei einigen renommierten Vereinen gespielt. Wie denken Sie zurückblickend an diese Zeit?

Nach meiner ersten Station bei der TSC Eintracht Dortmund habe ich danach für die U16 und der U17 des VfL Bochum gespielt. In dieser dieser Phase habe ich auch meinen ersten Kreuzbandriss erlitten. Danach habe ich für die U19 von Rot-Weiss Essen gespielt, wobei ich mir hier einen weiteren Kreuzbandriss eingehandelt habe. Dennoch erinnere ich mich sehr gern an meine Zeit in Essen.

Enis Delija (r.) hier mit Damjan Ilic (U23) als aufmerksamer Beobachter eines HSC-Spiels. © Hahn © Hahn

Bekanntlich hat der HSC zur neuen Saison den Trainer gewechselt. Für den scheidenden Axel Schmeing übernimmt Marc Woller. Wie beurteilen Sie diese Situation?

Marc Woller kenne ich bislang nicht, aber ich habe sehr viel Gutes über ihn gehört, sodass mir in dieser Hinsicht nicht bange ist. Allerdings war Axel Schmeing auch ein sehr guter Trainer – in jederlei Hinsicht, daran gibt es nichts zu deuteln.

Der Holzwickeder SC hat einige wichtige Leistungsträger verloren. Glauben Sie dennoch, dass der Verein auch in der kommenden Oberliga-Saison eine gute Rolle spielen wird?

Der Verein hat sicherlich einige gute Leute wie Nico Berghorst verloren. Dennoch bin ich zuversichtlich, dass wir eine schlagkräftige Mannschaft haben werden. Zumal wir einige sehr wichtige Spieler im Kader behalten haben. Darüber hinaus kommen ja auch einige Neuzugänge, zu denen ich allerdings noch nicht viel sagen kann, weil ich sie noch nicht kenne. Einen guten Platz im Tabellen-Mittelfeld in der Oberliga, den sollten wir schon erreichen, da bin ich ganz optimistisch.

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