Zwei Punkte Rückstand auf die Spitze: Ist der SV Bossendorf schon ein Aufstiegskandidat?

dzFußball: Kreisliga B

In den Heimspielen ist der SV Bossendorf aktuell eine Macht: Noch ist das Team auf der heimischen Anlage ungeschlagen. Auswärts allerdings stottert der Motor noch etwas.

Hamm-Bossendorf

, 23.10.2019, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es läuft momentan ganz gut“, sagt Thomas Joachim, Trainer des SV Bossendorf ist der Kreisliga B. Denn so liegen die Fußballer nach elf Spielen mit 23 Punkten zwei Punkte hinter dem Spitzenreiter auf Rang vier. Doch ist das Team von Joachim in dieser Saison tatsächlich ein Aufstiegskandidat?

Vor allem auf der Sportanlage am Kanal ist der SV Bossendorf derzeit eine Macht: Mit 15 Punkten belegt das Team von Trainer Joachim den dritten Platz in der Heimtabelle. Der TuS Henrichenburg hat einen Punkt mehr auf dem Konto, allerdings auch ein Spiel mehr. „Die Mannschaft funktioniert, zuhause sind wir sehr stabil“, sagt Joachim.

„Ich weiß nicht genau“

Und auswärts? Da läuft es noch nicht ganz so, wie auf der heimischen Platzanlage. Neben zwei Siegen kassierten die Bossendorfer auch die zwei bisherigen Niederlagen in der Ferne. Zudem spielte das Team zwei Mal unentschieden. „Ich weiß nicht genau, woran das liegt“, sagt Tim Schlimbach, mit sieben Treffer aktuell bester Torschütze der Bossendorfer.

So seien die Plätze der Gegner gut gewesen. „Asche liegt uns nicht, aber darauf haben wir auch noch nicht gespielt“, sagt Schlimbach. Durch die gute Saison der Bossendorfer seien auch ein paar mehr Zuschauer am Platz. „Vielleicht ist die Motivation dadurch zuhause etwas höher“, sagt er.

Zwei Punkte Rückstand auf die Spitze: Ist der SV Bossendorf schon ein Aufstiegskandidat?

Thomas Joachim (r.) und die Bossendorfer sind zuhause noch ungeschlagen. © Juergen Patzke

Die Auswärtsniederlagen resultierten laut Joachim „aus krassen individuellen Fehlern“, sagt Trainer Joachim. „Ich habe den Leuten auch gesagt, da gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder ist es auswärts ein Kopfproblem oder es ist eine Einstellungssache.“

Am vergangenen Sonntag allerdings feierten die Bossendorfer den zweiten Auswärtssieg der Saison. Mit 5:2 gewann der SVB in Hillerheide. „Da haben wir ein bisschen umgestellt“, erklärt Joachim. „Wir wollten hinten sicher stehen und haben zum ersten Mal mit einer Fünferkette in diesem Jahr auswärts gespielt.“ Insgesamt sei es ein gutes Spiel seiner Mannschaft gewesen.

Eine Stärke der Bossendorfer in dieser Saison: „Wir haben immer eine superhohe Trainingsbeteiligung, auch bei Scheißwetter“, sagt Bossendorfs Schlimbach. Der Kader der Bossendorfer ist groß. „Wir sind in der Breite besser aufgestellt“, erklärt Joachim. „Wenn drei Leute ausfallen, fällt das nicht auf.“

„Eigentlich nicht“

Ist der SV Bossendorf also in dieser Saison ein Aufstiegskandidat für die Kreisliga A? „Eigentlich nicht“, sagt Schlimbach. Das Team sei noch sehr jung. „Wir haben vier bis fünf A-Jugendliche, die zur ersten Mannschaft gehören“, erklärt der Stürmer. „Wenn wir aber noch ein bis zwei Saisons dabei bleiben, können wir das in ein bis zwei Jahren richtig angehen.“ Am Sonntag sei kein Spieler über 30 Jahre alt gewesen.

Ähnlich sieht es auch sein Trainer: „Der ein oder andere ist noch zu Grün“, sagt Joachim. „Übertriebene Euphorie ist nicht angesagt.“

So sehen auch beide noch eine Position, die noch nicht 100-prozentig besetzt ist. „Vorne haben wir noch keinen Stoßstürmer, so wie man sich den vorstellt“, erklärt Joachim. „Vielleicht fehlt uns noch ein Vollblut-Stürmer“, sagt Schlimbach.

Aktuell setzen die Bossendorfer in der Offensive auf Konter und liegen voll im Soll. „Unser Ziel ist es, unter den ersten fünf Teams zu landen“, sagt Joachim. Bis zur Winterpause wolle er mit dem Team in den kommenden sechs Spielen noch zwölf Punkte holen. „Aber da sind noch dicke Brocken dabei“, erklärt der Trainer.

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