Zwei Knieverletzungen und eine erste Entwarnung beim HSC Haltern-Sythen

dzHandball: Verbandsliga

Jan-Bernd Kruth sprang im Spiel gegen Recklinghausen die Kniescheibe heraus. Für Daniel Lüger war die Partie bereits vor dem Anpfiff beendet. Er hätte sich einen anderen Zeitpunkt gewünscht.

Haltern

, 16.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Es war ein Schockmoment vor dem wichtigen Spiel des HSC Haltern-Sythen gegen PSV Recklinghausen. Das Spiel hatte noch nicht begonnen, als sich plötzlich die Aufmerksamkeit der bereits zahlreich erschienenen Zuschauer aufs Feld richtete. Torwart Daniel Lüger saß auf dem Hallenboden, während sich ein Großteil der Mannschaft weiter aufwärmte. Schnell signalisierte der HSC-Kapitän seinem Trainer Gerard Siggemann und dem Rest des Teams, dass etwas nicht stimmte.

„Es ist beim Dehnen passiert“, gestand Lüger. Dabei sei sein Knie „irgendwie nach innen weggeknickt“. Den Zeitpunkt der Verletzung hätte Daniel Lüger anders gewählt, wenn er eine Wahl gehabt hätte, erklärt er. „Ich hätte es lieber bei der entscheidenden Parade gehabt“, sagt er lachend. Doch so kam es nun mal nicht, und so musste Halterns zweiter Torwart Stephan Haunert das HSC-Tor hüten.

„Ich hab nicht so Bock auf eine längere Pause“

„Das hat mir keine Sorgen gemacht“, sagt Daniel Lüger. „Dafür hat man ja zwei gute Torhüter.“ Und dass Haunert ebenfalls die gegnerischen Werfer verzweifeln lassen kann, hatte er in dieser Saison schon mehrfach unter Beweis gestellt. Auch beim deutlichen 30:21-Sieg gegen Recklinghausen, durch den die Halterner frühzeitig den Oberliga-Aufstieg perfekt machen konnten, zeigte Stephan Haunert vor allem in den ersten 30 Minuten, dass auch auf ihn Verlass ist.

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Das Spiel gegen die PSV und die Aufstiegsfeier des HSC liegt nun bereits einige Tage zurück, doch Daniel Lüger weiß noch immer nicht, was genau mit seinem Knie nicht stimmt. „Ich hab es noch nicht ins MRT geschafft“, sagt er. Er hofft nun auf einen zügigen Termin, um Gewissheit zu haben. Dick sei sein Knie zwar nicht mehr, doch „es lässt sich nicht so gut strecken“.

Ob es sich um eine schwerere oder doch nur eine leichte Verletzung handelt, kann der Torwart nicht ganz einschätzen. „Ich hab die leise Hoffnung, dass es nicht so schlimm ist“, erzählt er. Auch wenn die restlichen Spiele in der Verbandsliga nach der bereits feststehenden Meisterschaft etwas an Wichtigkeit verloren haben, auf einen längeren Ausfall würde Lüger gerne verzichten. „Ich hab nicht so Bock auf eine längere Pause“, sagt er.

„Ein bisschen Knie an Knie“

Wie lange er ausfallen wird, weiß derweil Jan-Bernd Kruth bereits. Er war der zweite Pechvogel beim Derby. In der zweiten Halbzeit kam Halterns zweitbester Torjäger bei einem HSC-Angriff noch zum Abschluss, doch dabei krachte er auch mit einem PSV-Spieler zusammen. „Es war ein bisschen Knie an Knie“, erinnert er sich. Seinem Gegenspieler kann und will er allerdings keine Vorwürfe machen. Es sei ein normaler Zweikampf gewesen. Ihm sprang dabei die Kniescheibe heraus. Daraufhin eilte ein Arzt von der Tribüne und schob diese wieder an Ort und Stelle - ein Moment, der für ein hundertfaches Zusammenzucken in der Halle sorgte.

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„Zwei Monate kein Handball“, haben ihm die Ärzte gesagt, erzählt Kruth. Dennoch ist bei ihm „soweit alles ganz gut“. Ein MRT ergab, dass keines seiner Bänder schlimmer beschädigt wurde. „Zum Glück ist nichts gerissen“, sagt er. In den folgenden Monaten wird er sein Knie nicht groß belasten dürfen. Für ihn hätte der Zeitpunkt aber auch schlimmer sein können. „Es ist ja alles entschieden.“ Nun muss er allerdings erst mal mit einer Schiene herumlaufen. Er sei aber einfach nur froh, dass keine Operation nötig war, erklärt er.

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