Zurück in die Heimat: Jannis Scheuch und Bennet Eickhoff verlassen den TuS Haltern

dzFußball: Regionalliga

Eine ereignisreiche Saison haben Bennet Eickhoff und Jannis Scheuch mit dem TuS Haltern hinter sich. Dennoch verlassen beide den Verein nun und schließen sich ihren Jugendvereinen an.

Haltern

, 25.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Zwei Jahre lang spielte Jannis Scheuch für den TuS Haltern und stieg mit der Mannschaft in die Regionalliga auf. Doch jetzt ist für ihn Schluss: Der 28-Jährige wechselt zur kommenden Saison zurück zu seinem Heimatverein, dem Landesligisten SV Dorsten-Hardt. Auch Bennet Eickhoff verlässt den TuS Haltern in Richtung Heimat.

Die Arbeit machte Jannis Scheuch einen Strich durch die Rechnung

„Ich wäre gerne in Haltern geblieben“, sagt Jannis Scheuch. „So eine Regionalliga-Saison hätte ich schon wirklich gerne mitgenommen.“ Doch seine berufliche Laufbahn machte dem 28-Jährigen einen Strich durch die Rechnung. Denn normalerweise ist er auf einem anderen Sportplatz unterwegs: Jannis Scheuch unterrichtet in einer Golfschule.

„Bei uns ist das Wochenende die Hauptarbeitszeit. Besonders samstags wollen viele Leute Golf spielen“, erklärt der 28-Jährige. Das Problem: Die Spiele des TuS Haltern in der Regionalliga werden in der Regel ebenfalls am Samstag angepfiffen. „Ich habe versucht, das irgendwie doch noch zu organisieren. Aber es ist leider nicht möglich“, sagt Jannis Scheuch.

„Die beste Mannschaft, in der ich je gespielt habe“

„Wir hätten Jannis gerne behalten“, bedauert auch Sascha Kopschina, sportlicher Leiter des TuS Haltern, den Wechsel des Mittelfeldspielers. Seit 2017 hatte Scheuch die Fußballschuhe für den Verein geschnürt. „Ich blicke absolut positiv auf die Zeit zurück“, resümiert Jannis Scheuch die vergangenen Spielzeiten. „Charakterlich und fußballerisch war das wohl die beste Mannschaft, in der ich je gespielt habe.“

Man habe zuletzt auch versucht, ihn als Back-up zu halten, sagt Kopschina: „Wir hatten gehofft, ihn in der U23 erstmal spielen zu lassen und in der Hinterhand zu haben. Aber er wollte lieber einen kompletten Schnitt.“ Auch menschlich werde der 28-Jährige fehlen: „Jannis ist ein überragender Typ.“

Es geht zurück in die Hardt

Seine Qualitäten wird der Mittelfeldspieler ab der kommenden Saison wieder in der Heimat zeigen: Er geht zurück zum Landesligisten SV Dorsten-Hardt. „Für mich wäre kein anderer Verein infrage gekommen“, sagt der 28-Jährige. Schon in der Jugend habe er dort gespielt und kenne dort das gesamte Umfeld. Ein neuer Mitspieler ist ihm besonders gut bekannt: „Mein Bruder spielt dort auch in der ersten Mannschaft. Das wird bestimmt lustig.“

Bennet Eickhoff wechselt nach Ahlen

Jannis Scheuch ist nicht der einzige Spieler des TuS Haltern, der in der kommenden Saison zu seinen fußballerischen Wurzeln zurückkehrt. Auch Bennet Eickhoff wechselt zu dem Verein, bei dem er schon in der Jugend aktiv war: Er hat einen Vertrag bei Rot-Weiß Ahlen unterschrieben.

Zurück in die Heimat: Jannis Scheuch und Bennet Eickhoff verlassen den TuS Haltern

Bennet Eickhoff jubelt in der kommenden Saison bei Rot-Weiß Ahlen. © Manfred Rimkus

„Ich blicke auf eine wirklich sehr schöne Saison in Haltern zurück“, sagt der 23-Jährige. Erst vor einem Jahr war er von der Hammer SpVg an die Stauseekampfbahn gewechselt. Mit dem Aufstieg und dem Spiel um den DFB-Pokal habe er in Haltern aber doch einiges erlebt: „Das ist so eine Saison, die erlebt man wohl nur einmal im Leben. Das war überragend. Und wir hatten auch wirklich eine super Truppe zusammen.“

Seinen Wechsel nach Ahlen begründete er mit mehreren Faktoren. „Hauptsächlich liegt Ahlen für mich direkt auf dem Weg in die Heimat“, sagt er. Schon in der Jugend hatte er in Ahlen gespielt. „Es ist schon etwas besonderes, hier jetzt in der ersten Mannschaft wieder dabei zu sein.“

Gemeinsamer Wechsel mit Stephan Tantow ist „ein positiver Faktor“

Dass er auch in der kommenden Saison mit Stephan Tantow, der ebenfalls vom TuS nach Ahlen wechselt, zusammen spielt, sei für ihn definitiv ein positiver Faktor gewesen: „Mit Stephan verstehe ich mich super. Außerdem können wir dann unsere Fahrgemeinschaft aus Münster zumindest ein bisschen aufrecht erhalten.“

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„Bennet ist ein solider Spieler, der seine Aufgabe immer zu einhundert Prozent erfüllt hat. Er ist allerdings nicht zu den Spielzeiten gekommen, die er sich vorgestellt hat“, sagt Sascha Kopschina. „Wir hätten ihn aber auf jeden Fall gerne behalten.“

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