Wuppertaler SV statt TuS Haltern: Torwart entscheidet sich kurzfristig um

dzFussball Regionalliga West

Der TuS Haltern hatte Florian Kraft am vergangenen Freitag bereits als Winter-Neuzugang vermeldet. Doch jetzt gibt es eine überraschende Wende.

von Thomas Braucks

Haltern

, 07.01.2020, 17:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Keeper hat sich kurzfristig doch einem anderen Klub angeschlossen, wird damit nicht, wie erwartet, künftig für den TuS Haltern auflaufen. Spielen wird der ehemalige Torhüter der SG Wattenscheid 09 in der Regionalliga-Rückrunde für den Wuppertaler SV, wo er am Montag offiziell vorgestellt wurde.

Kaum da und schon wieder weg? Das trifft es in diesem Fall nicht ganz: Eine Übungseinheit in der Stauseekampfbahn hatte der 21-Jährige trotz Zusage nie absolviert. Stattdessen heuerte der Marler bei der Konkurrenz im Abstiegskampf an. Möglich, weil Kraft noch keine Unterschrift unter ein Arbeitspapier gesetzt hatte.

Transferfenster noch bis 31. Januar geöffnet

Offenbar sieht der Torhüter, der in der Jugend für TSV Marl-Hüls und VfB Hüls kickte und in den Nachwuchsleistungszentren von Rot-Weiss Essen und VfL Bochum ausgebildet wurde, beim Wuppertaler SV für sich bessere Perspektiven.

„Das ist sehr schade. Aber so etwas gibt’s eben im Fußball“, kommentiert TuS Halterns Trainer Magnus Niemöller. „Zum Glück ist das Ganze nicht am 31. Januar passiert, sondern am 6. Januar.“ Das Transferfenster sei also noch ein paar Tage geöffnet.

Zeit für den TuS, nach einer Alternative Ausschau zu halten. Die könnte der Klub gut gebrauchen: Nachwuchskeeper Alexander Rothkamm, zuletzt in der Regionalliga als Nummer zwei auf der Bank, laboriert an einer Schulterverletzung. Wie schwer die wiegt, soll eine MRT-Untersuchung ergeben.

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Die Vorbereitung beim Regionalliga-Aufsteiger aufgenommen haben dagegen Krafts ehemalige Wattenscheider Mannschaftskollegen Berkant Canbulut und Emre Yesilova, die zusammen mehr als 250 Partien in Liga vier bestritten haben.

„Das ist nicht die schlechteste Nachricht. Bislang hatten wir nicht viele Regionalliga erfahrene Spieler in der Mannschaft“, sagt Niemöller. „Außerdem bekommen wir mit ihnen Qualität dazu.“

„Noch stehen sie nicht voll im Saft“

Allerdings mahnt der Trainer, die Erwartungshaltung an Mittelfeldmann Canbulut und Angreifer Yesilova fürs Erste nicht zu hoch zu schrauben. Beide haben nach dem Wattenscheider Aus im November kein Spiel mehr bestritten: „Sie stehen also nicht voll im Saft.“

Yesilova und Canbulut sind bereits spielberechtigt. Enes Schick, 20-jähriger Neuzugang von Westfalia Herne, muss sich womöglich noch gedulden. Der TuS befindet sich weiter in Gesprächen mit dem insolventen Traditionsklub über die Freigabe.

Autor: Thomas Braucks

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