Wünsche der Halterner Sportvereine können nicht in vollem Umfang erfüllt werden

dzModerne Sportstätten 2022

Rund eine halbe Million Euro steht Haltern aus dem NRW-Förderprogramm „Moderne Sportstätten 2022“ zur Verfügung. Der Stadtsportverband hat den Vereinen nun eine Verteilung vorgeschlagen.

Haltern

, 04.03.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Landesprogramm „Moderne Sportstätten 2022“ soll den Sanierungsstau in NRW verringern. 300 Millionen Euro stellt das Land hierfür zur Verfügung. Mit dem Geld können Sportstätten saniert werden, die sich entweder im Besitz von Vereinen befinden oder langfristig gemietet sind. Genau 515 015 Euro fließen nach Haltern am See (wir berichteten).

Hans-Peter Klauke ist Vorsitzender des Stadtsportverbandes

Hans-Peter Klauke ist Vorsitzender des Stadtsportverbandes © Horst Lehr

Der Stadtsportverband (SSV) hat in Absprache mit den Vereinen eine Priorisierungsliste erstellt. Insgesamt elf Vereine könnten nun von dem Geld profitieren. „Diese elf Vereine haben ihre Wünsche in einem Antrag formuliert und eingereicht“, erklärt der SSV-Vorsitzende Hans-Peter Klauke.

Zuschuss über 50 Prozent

Ein Problem, das es dabei zu lösen gilt: Nach welchem Prinzip sollte das Geld verteilt werden? Denn: Die angestrebten Projekte übersteigen die zur Verfügung stehenden Summe um das Dreifache. „Wir wollten niemanden benachteiligen, haben uns deshalb kürzlich mit den Vertretern der elf Vereine getroffen, um über eine mögliche Verteilung zu sprechen. Dabei galt es auch den Blick auf den Sport in Haltern insgesamt zu richten“, so Klauke.

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Der Vorschlag des SSV: Jeder Verein soll über 50 Prozent der beantragten Summe seines Projektes aus dem Fördertopf erhalten. „Das ist nach unserer Auffassung der gerechte und richtige Weg. Die Vereine haben auf unseren Vorschlag verständnisvoll reagiert, auch wenn sie zum Teil natürlich Abstriche hinnehmen müssen.“

Bis zum 31. März sollen die Vereine dem Stadtsportverband eine Rückmeldung geben, ob sie an ihrem geplanten Vorhaben festhalten wollen. Einige möchten dazu vorab noch mit ihren Mitgliedern in die Diskussion gehen. Fünf Vereine haben aber schon bei dem Treffen am Donnerstag vor einer Woche grünes Licht signalisiert, darunter auch der Tanzsportclub Haltern.

Zukunft gesichert

Zum 1. Juli hatte der Verein eine rund 800 Quadratmeter große Halle in Haltern langfristig angemietet. Die Sportler haben dort auch eine Fläche für den Jazz Dance Bereich, die den offiziellen Turnierrichtlinien entspricht. Nun sollen dort wichtige Renovierungsmaßnahmen umgesetzt werden - unter anderem sind neue Umkleideräume, Trennwände, ein neuer Bodenbelag und eine neue Beschallungsanlage geplant.

Der SSV wird im April eine Priorisierungsliste an die Staatskanzlei in Düsseldorf weiterleiten. Dort wird dann abschließend über die Verteilung entschieden.

Läuft alles glatt, könnte der Tanzsportclub Haltern etwa 116.000 Euro über das Förderprogramm erhalten. „Darüber wären wir sehr glücklich“, sagt Horst Westermann, stellv. Vorsitzender des TSC. Die Zukunft unseres Vereins wäre damit gesichert.

Der Bauantrag für die geplanten Umbaumaßnahmen sei bereits genehmigt worden. Am 10. März soll mit dem zuständigen Architekten die weitere Vorgehensweise besprochen werden. Westermann: „Ohne die Finanzspritze vom Land, könnten wir das nicht realisieren.“

Folgende Vereine haben einen Antrag gestellt:
  • BW Lavesum - Renovierung der Sanitäranlagen am Tennisplatz
  • Segelclub Westfalen - Erweiterung des Vereinsheims
  • Segelclub Stevertalsperre - Renovierung des Clubheims
  • Sportschützen SuS Conc. Flaesheim - Digitalisierung der Schießanlage
  • Sportschützen Sythen - Digitalisierung der Schießanlage
  • Tanzsportclub Haltern - Diverse Renovierungs- und Umbaumaßnahmen
  • TuS Sythen - Modernisierung der Tennisanlage
  • SV Hullern - Modernisierung der Tennisanlage
  • Halterner TC - Modernisierung der Tennisanlage
  • ETuS Haltern - Renovierung des Bodens in der eigenen Turnhalle
  • Behinderten- und Reha-Sport-Gemeinschaft Haltern - Erweiterung des Gebäudes an der Stauseekampfbahn
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