„Wird mir aufs Brot geschmiert“: Drei Schriefs spielen für den HSC in der Oberliga

dzHandball: Oberliga

Henning, Philipp und Julian Schrief spielen zusammen in der Oberligamannschaft des HSC Haltern-Sythen. Doch wie ist das eigentlich, mit Bruder und Cousin in der selben Mannschaft zu spielen?

Haltern

, 06.08.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer die Spiele der Herrenmannschaft des HSC Haltern-Sythen verfolgt, kommt an einem Nachnamen nicht vorbei: Mit Henning, Julian und Philipp Schrief spielen gleich drei Schriefs in der kommenden Saison in der Handball-Oberliga. Seit zwei Jahren spielt das Trio nun zusammen beim HSC. Doch in welchem familiären Verhältnis stehen die drei eigentlich? Und wie spielt es sich, mit so vielen Familienmitgliedern in der Mannschaft?

„Eigentlich ist das ganz cool“, sagt Henning Schrief. „So gibt es nicht mehr die Konflikte beim Abendessen, wie damals, als wir noch gegeneinander gespielt haben.“ Es mache Spaß, mit den anderen beiden so viel Zeit zu verbringen. „Die Stimmung ist dabei ganz entspannt“, erklärt Henning, der vor zwei Jahren vom ASV Senden nach Haltern wechselte.

„Wenn dann auf lustige Weise“

Dass sein Bruder Philipp, der erst in der B-Jugend mit dem Handballspielen angefangen hat, überhaupt Handball spielt, daran ist er auch selbst Schuld. „Ich bin da familiär vorbelastet“, sagt Philipp. Damals sei er mit seinem Bruder und der Familie zum Partille Cup nach Schweden mitgefahren. Im Norden nahm er dann zum ersten Mal so wirklich einen Ball in die Hand - und ist seitdem dabei.

Und seitdem sind dann auch die Handballspiele Thema zuhause. „Natürlich quatschen wir da schon drüber, wie die Lage so ist. Und wir unterhalten uns über die Spiele, was vielleicht hätte besser laufen können“, erklärt Philipp. Und so würden sie sich auch doofe Patzer vorhalten, „aber wenn, dann auf eine lustige Weise“.

Jetzt lesen

Julian Schrief, Cousin von Philipp und Henning, ist schon wesentlich länger dabei. „Mit zwei Jahren bin ich das erste Mal mitgegangen“, sagt er. In der Jugend spielte er drei Jahre in Recklinghausen. Die restlichen Jahre beim HSC. „Natürlich kenne ich Philipp und Henning noch etwas besser“, sagt Julian. „Aber in der Mannschaft kennen wir uns alle schon lange und haben alle untereinander ein ziemlich gutes Verhältnis.“

Doch es sei schon etwas anderes, im Training gegen Familienmitglieder zu spielen. Dann ist auch Lukas Schrief, Bruder von Julian und Cousin von Henning und Philipp, mit dabei. „Wenn ich von meinem jüngeren Bruder geblockt werden, muss ich aufpassen, dass es nicht zu häufig vorkommt“, erklärt Julian, „Sonst wird mit das zuhause und im Training aufs Brot geschmiert.“

Die drei bilden den Mittelblock

Und auch auf dem Feld harmonieren die drei: Denn Henning Schrief bildet mit seinem Bruder Philipp und seinem Cousin Julian den Mittelblock beim HSC. Und der stand in der vergangenen Saison sogar so erfolgreich, dass der HSC Haltern-Sythen vorzeitig den Aufstieg in die Oberliga feiern durfte.

Dementsprechend kräftig wurde gefeiert: „Philipp ist ein lustiger Typ und beim Feiern eine Stimmungskanone“, sagt sein Bruder Henning. „Auch wenn Henning das nicht auf Philipp schieben kann“, sagt Cousin Julian, denn auch Henning sei abends gerne mal unterwegs.

Jetzt lesen

„Ich weiß nicht, vielleicht möchte er auch da von sich selber ablenken“, sagt Philipp und lacht. „Der weiß schon, wie man Spaß haben kann.“ Die Aufstiegsfeier sei feucht-fröhlich gewesen. Erst in der Halle, später dann in der Stadtmühle und dann einige Zeit später auf Mallorca.

Bis die Saison am 14. September startet, steht für die Jungs noch die Vorbereitung auf dem Programm. Dann steht das erste Spiel in der Oberliga an. Und vielleicht gibt es dann ja auch am Ende der kommenden Saison wieder etwas zu feiern.

Lesen Sie jetzt
Dorstener Zeitung Handball: Frauen-Verbandsliga

Mit fünf Tore geführt, dann kippte das Spiel: Niederlage für Damen des HSC Haltern-Sythen