„Wir verstehen uns blind“: Nacke ist der Taktgeber in Sythens Tormaschinerie

dzFußball: Kreisliga A

Neun Tore in der Liga, neun weitere im Pokal. Bei der Offensive der Sythener läuft es derzeit ziemlich gut. Großen Anteil daran hat mit Andre Nacke ein Spieler, der selbst eher selten trifft.

Sythen

, 23.09.2020, 07:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es läuft die 45. Minute. Schon vor fast einer Viertelstunde hat Gastgeber TuS Sythen das Spiel gegen Rivale ETuS Haltern gedreht. Lange ist nicht mehr zu spielen, doch einen hat Sythens Mann mit der Nummer zehn, Andre Nacke, noch in petto. Mit viel Gefühl chippt er den Ball vorbei an Halterns Verteidigern in den Strafraum zu Sebastian Hohaus. Der nimmt den Ball noch in Ruhe an und spitzelt ihn dann an ETuS-Keeper Sebastian Arentz vorbei zum 3:1. Der nächste Scorer-Punkt für den Spielmacher, der im Sythener Angriff den Takt vorgibt.

„Mittlerweile verstehen wir uns schon blind“, sagt Andre Nacke (24) über das Zusammenspiel mit den Sythener Offensivspielern. Beispielsweise mit Lukas Wemhoff, der vor einigen Wochen im Pokalspiel gegen den ETuS alle drei Tore erzielte, spiele er auch schon seit mehreren Jahren zusammen. Nachdem er zwischenzeitlich beim ETuS und in Lippramsdorf spielte, geht er mittlerweile schon in seine fünfte Senioren-Saison in Sythen.

„Wenn wir so weiter spielen, ist das Ziel schnell erreicht“

Einzig mit Neuzugang Sebastian Hohaus spielt er noch nicht so lange. Doch auch das Zusammenspiel mit ihm funktioniert bereits gut - wie das 3:1 gegen den ETuS zeigte. „Basti ist so ein Mittelstürmer, der uns noch gefehlt hat“, sagt Nacke. Er könne die Bälle gut klatschen lassen, was oft auch der Plan der Sythener sei. Dann könne er selbst gut nachrücken und den Ball beispielsweise weiter nach außen spielen. Das Prinzip hat sich bewährt. Genauso wie es auch die Sythener Offensive allgemein bislang getan hat.

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„Es klappt derzeit mit dem Toreschießen“, freut sich Sythens Nummer zehn. Er selbst schießt allerdings eher selten Tore. „Das kommt nicht so oft vor, weil ich oft vorlege“, erklärt er. Letztendlich, so abgedroschen das Sprichwort auch sei, „ist es aber auch egal, wer die Tore macht“. Treffer vorzubereiten mache ihm außerdem genauso viel Spaß wie selbst welche zu erzielen.

Und Vorlagen zu geben sei als Spielmacher nun mal auch seine Hauptaufgabe. Dabei spielt er momentan gar nicht auf seiner Lieblingsposition, der Zehn. Die Sythener agieren derzeit mit einem Mittelfeld bestehend aus zwei Achtern und einem Sechser. Gegen den ETuS sogar genau umgekehrt, da war Nacke dann einer der beiden Sechser. Wo er im Zentrum spielt sei „aber eigentlich egal“.

Mit dem Start seiner Mannschaft ist er bislang sehr zufrieden. Zwei Siege feierten die Sythener bereits. Nur gegen Wulfen gab es eine 3:6-Klatsche. Ein solcher Ausrutscher gegen einen „selbsternannten Aufstiegsfavoriten“ sei aber verschmerzbar. „Die erste Halbzeit war noch gut, in der zweiten haben wir dann Lehrgeld gezahlt“, erzählt der 24-Jährige.

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Das Ziel für die Saison bleibt trotz des guten Saisonstarts erst mal der Klassenerhalt. „Zu allem, was dann noch kommt, sagen wir aber auch nicht ‚nein‘.“ Andre Nacke ist sich jedoch auch sicher, dass das Ziel mehr als nur realistisch ist. Die vergangenen Spiele geben ihm Recht. „Wenn wir so weiter spielen, ist das Ziel schnell erreicht“, sagt er.

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