Wenn Flaesheims Frauen in die Saisonvorbereitung starten, fehlt ein bekanntes Gesicht

dzFußball: Landesliga Frauen

Die Landesliga-Frauen des SuS Concordia Flaesheim starten am Montag mit der Vorbereitung auf die kommende Saison. Doch ein bekanntes Gesicht wird dann in der Haardkampfbahn fehlen.

Flaesheim

, 01.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Nach dem Abstieg aus der Fußball-Westfalenliga beendeten die Frauen des SuS Concordia Flaesheim die Saison in der Landesliga af dem sechsten Rang. Das letzte Spiel der vergangenen Spielzeit ging verloren: Mit 2:3 unterlag die Elf von Trainer Dirk Giezenaar Fortuna Gronau. Das war am 26. Mai. Am Montagabend starten die Fußballerinnen mit der Vorbereitung auf die kommende Saison. Doch ein bekanntes Gesicht wird fehlen.

„Hatte das Gefühl genau das richtige zu tun“

Denn das Duell Ende Mai war nicht nur für Giezenaar das letzte Spiel der vergangenen Saison. Sondern das letzte Spiel als Trainer der Flaesheimer Frauen. „Ich bin freiwillig ausgeschieden“, erklärt Giezenaar. „Ich hatte das Gefühl, genau das Richtige zu tun, wenn ich nicht weitermache.“ Im Ärger habe er sich nicht von der Mannschaft getrennt. „Für den Moment kann ich aber nichts mehr bewirken“, sagt er. Seinen Abschied erklärte er kurz vor dem letzten Spieltag der vergangenen Saison.

Doch da gibt es eine Sache, die der Trainer selbst bedauert: „Das Einzige, was mich beschäftigt, ist, dass ich mich sehr spät zu diesem Schritt entschieden habe“, erklärt Giezenaar. Dementsprechend sei der Verein jetzt bei der Suche nach einem Nachfolger unter Zugzwang.

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„Seine Entscheidung hat uns schon überrascht“, sagt Norbert Schäfer, Abteilungsleiter Frauenfußball beim SuS Concordia Flaesheim. „Ein halbes Jahr früher wäre kein Problem gewesen.“ Flaesheim habe schon mit einigen Trainer gesprochen. Allerdings gestalte sich die Suche nicht so einfach, da schon viele bei anderen Teams zugesagt hätten. „Ich bin ihm nicht böse“, erklärt Schäfer. „Auch wenn es natürlich besser gewesen wäre, er hätte es uns früher gesagt, aber besser spät als zu spät.“

Kuhnke als Interimslösung

Aktuell organisiere sich die Mannschaft selbst. Das erste Training am Montagabend wird Miriam Kuhnke leiten. „Ich bin aber eine Interimslösung“, erklärt Kuhnke. „Wir suchen aktiv nach einem Trainer, der jung sowie ambitioniert ist und Lust hat, die Landesligafrauen mitzugestalten.“

„Ich wünsche der Mannschaft alles Gute“, sagt Giezenaar. Seit 2010 war er ohne Unterbrechung für Flaesheim tätig. Erst trainierte er die U17-Damen, dann später zweieinhalb Jahre die Frauen. Für ein halbes Jahr überschnitten sich sogar die Trainertätigkeiten. „Persönlich brauche ich einfach die Pause“, erklärt er.

„Das tut mir gerade gut“

Seit vier Wochen beschäftige er sich somit nicht mehr mit Spielerinnen und Trainingsplänen. „Das tut mir gerade gut“, sagt er. Wie lange er pausieren wolle, das ließ er offen. „Mein Plan ist schon, irgendwann wieder auf dem Platz zu stehen“, sagt Giezenaar. „Wo, wann und in welchem Bereich, das bliebt abzuwarten.“

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