Was spricht für wen: Die große Derby-Analyse zwischen dem TuS II und dem SV Lippramsdorf

dzFußball: Bezirksliga-Derby

In der Bezirksliga steht am Wochenende das Derby zwischen dem TuS Haltern II und dem SV Lippramsdorf an. Doch wer hat am Ende die Nase vorn? Wir haben für beide Teams gute Gründe gefunden.

von Niklas Berkel

Haltern, Lippramsdorf

, 26.04.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer die Tabelle der Fußball-Bezirksliga 11 liest, sieht auf den ersten Blick, wie die Favoritenrolle vor dem Halterner Derby verteilt ist. Als Tabellendritter empfängt der TuS Haltern II den Rückrundenletzten SV Lippramsdorf. Lediglich drei Punkte holte die Elf von Trainer Michael Hellekamp in der Rückrunde, ist mittlerweile tief im Abstiegskampf der Bezirksliga angekommen. Und doch gibt es Gründe, die für einen Derbysieg des LSV sprechen.

Drei Gründe, warum der LSV gewinnt

1. Die Verletztenliste wird kleiner:

"Der Kader ist fast komplett", sagt Lippramsdorfs Trainer Michael Hellekamp. Das war gerade zu Beginn der Rückrunde nicht immer der Fall. Da fehlten reihenweise Stammspieler, die der LSV-Trainer nicht immer ersetzen konnte. Schon seit einigen Wochen sind Henrik Kleinefeld, Timo Berg, Christopher Schemmer und Co. wieder im Einsatz. "Doch ich musste sie direkt nach Verletzungen wieder auf den Platz schicken. Da waren sie noch gar nicht fit", erklärt Hellekamp. Mittlerweile haben aber alle Spieler auch wieder seit einigen Wochen trainiert. Das stimmt den Trainer zuversichtlich.

2. Irgendwann muss der LSV punkten:

Drei mickrige Zähler gelangen den Lippramsdorfern in der Rückrunde. Während der Dorfverein nach 15 Spieltagen auf dem sechsten Platz stand, heißt der graue Ligaalltag mittlerweile Abstiegskampf. Aus zwölf Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz wurden lediglich drei. "Wir müssen jetzt punkten", fordert Hellekamp. Da ist es auch egal wie und wer der Gegner ist. "Ob Tabellenführer oder Letzter, wir brauchen die Punkte."

3. Im Derby ist alles möglich:

"In 90 Minuten, gerade in einem Lokalderby, kann jeder gewinnen", erklärt der Lippramsdorfer Trainer. Oft wuchs gerade der Außenseiter über sich hinaus, ärgerte den vermeintlichen Favoriten. Hellekamps Erfolgsrezept? "Mannschaftliche Geschlossenheit und alles reinhauen, was da ist. Die Tagesform wird entscheiden." Den Lippramsdorfern Zuschauern verspricht er: "Wir werden mehr investieren als der TuS II."

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Was für die Reserve vom TuS spricht

Ja, es gibt sie. Gründe, warum der seit sechs Monaten sieglose SV Lippramsdorf gerade im Derby gewinnen wird. Und doch ist der TuS II Favorit. Deswegen: Die drei Gründe, warum der TuS II keine Probleme haben wird, auch das nächste Derby gegen den LSV zu gewinnen.

1. Ungeschlagen im Derby in dieser Saison:

Ob im Finale der Feldstadtmeisterschaft oder im Liga-Hinspiel: Immer wenn der TuS Haltern II in dieser Saison auf den LSV traf, verließ er den Platz als Sieger. Einzige Ausnahme: Das Finale der Hallenfußball-Stadtmeisterschaft. Das endete im vergangenen Jahr nach regulärer Spielzeit mit einem Unentschieden. Dass am Sonntag für die Halterner eine Niederlage drohen könnte, ist bei einem Blick auf die Tabelle kaum zu glauben, auch wenn TuS-Trainer Marek Swiatkowski warnt: "Die Ergebnisse von vorher spielen keine Rolle mehr. Meine Mannschaft muss die Bereitschaft zeigen, die Zweikämpfe anzunehmen."

2. Haltern stellt die stärkere Mannschaft:

Mit 77 geschossenen Toren und lediglich 33 Gegentoren stellt Haltern jeweils den drittbesten Sturm und die drittbeste Abwehr der Liga. Lippramsdorf hat 33 Tore weniger geschossen und 16 mehr kassiert. Dazu holte Haltern auch satte 22 Punkte mehr. "Wenn wir es schaffen, an unsere Leistungsgrenze zu gehen, dann wird einem Sieg nichts im Wege stehen", gibt auch Trainer Swiatkowski zu.

3. Das Ziel 'Platz 3':

Im Falle der Fälle könnte der dritte Platz vielleicht sogar zu einer Aufstiegsrelegation berechtigen. Und selbst wenn nicht. "Wir wollen unbedingt diesen dritten Platz", sagt Swiatkowski. Um diesen zu verteidigen, braucht Haltern Siege. Gerade weil es auch noch gegen Teams von oben wie den Zweiten RW Deuten und den Fünften TSG Dülmen geht. Zwei Punkte trennen den TuS II vom Viertplatzierten Vorwärts Epe, drei Punkte vom Fünften TSG Dülmen. Eine Niederlage gegen den LSV wäre da ein herber Dämpfer im Kampf um Platz drei.

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