„Versuche loszulassen“: Markus Schulte-Lünzum fährt mit neuer Lockerheit

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Seit Anfang des Jahres fährt Halterns Mountainbiker Markus Schulte-Lünzum für das israelische Bike Way Racing Team. Was hat sich seitdem für den 27-Jährigen geändert?

Haltern

, 03.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Seit Beginn des Jahres fährt der Halterner Mountainbikefahrer Markus Schulte-Lünzum für das Bike Way Racing Team aus Israel. Nach vielen Jahren bei Focus XC und den Vorgängerteams wollte der 27-Jährige einen neuen Impuls setzen. „Manchmal muss man einfach mal was Neues machen“, sagte er Anfang Januar.

Und nun, was hat sich knapp ein halbes Jahr später bei ihm geändert? „Ich bin schon in allen Hinsichten ein bisschen lockerer geworden“, erklärt der Halterner. Doch das sei gar nicht immer so einfach. „Aber ich kann auch nichts erzwingen“, sagt Schulte-Lünzum. Das habe er in der Vergangenheit auch bei den Weltcup-Rennen versucht.

„Bereite mich weiter konsequent vor“

„Natürlich bereite ich mich weiter konsequent und seriös auf die Rennen vor“, sagt der Halterner. „Aber zum entsprechenden Zeitpunkt dann versuche ich loszulassen.“

Sein Alltag allerdings hat sich nicht wirklich geändert. Trainiert wird meist weiter in Haltern und Umgebung. „Im Winter war ich zum Training in Israel“, erklärt Schulte-Lünzum. „Ein neues Land mit extrem vielen Eindrücken. Es ist schon toll, etwas von der Kultur mitzubekommen.“

Mit dem Saisonstart im Frühjahr war der Halterner zufrieden. „Die vier internationalen Rennen liefen super“, erklärt er. Mit den ersten beiden Rennen im Weltcup allerdings ist er nur bedingt zufrieden. In Albstadt bremste er sich durch seine Form selbst aus, in Nove Mesto (Tschechien) war die Form da, allerdings riss ihm kurz nach dem Start die Kette.

„Versuche loszulassen“: Markus Schulte-Lünzum fährt mit neuer Lockerheit

Wenige Meter nach dem Start in Nove Mesto riss bei dem Mountainbike von Markus Schulte Lünzum die Kette. © Marcello Rypl

„In Albstadt war es einfach ein gebrauchter Tag für mich“, sagt Schulte-Lünzum. Er fuhr das Rennen nicht zu Ende. In Tschechien im zweiten Rennen dann ging er mit fünf Minuten Rückstand auf die Strecke.

„Da habe ich mir gedacht, jetzt habe ich eh nichts mehr zu verlieren“, sagt er. Und fahrtechnisch lief es für ihn. Auf Rang 70 fuhr er über die Ziellinie. „Ziehe ich rechnerisch die fünf Minuten nach dem Start ab, habe ich auf der Strecke vier Minuten auf den Sieger verloren und zwei Minuten auf Rang drei“, sagt Schulte-Lünzum. Eigentlich sei er kein Freund von Rechenspielen. „Aber irgendwo muss ich mich ja hochziehen“, sagt er. So hätte seine Rennzeit wohl für einen Platz unter den besten 30 Fahrern gereicht.

Vor drei Jahren wurde er in Wombach Deutscher Meister. Bald (23. Juni) findet dort erneut die Deutsche Meisterschaft statt. „Da habe ich damals meinen zweiten Elite-Titel eingefahren“, sagt Schulte-Lünzum. „Doch, auch wenn es eine Meisterschaft ist, will ich das Rennen gar nicht extra hervorheben.“

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