„Unsere Heimbilanz ist etwas in Gefahr“: Der TuS Haltern empfängt die TSG Sprockhövel

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Mit 0:5 war das Hinspiel für den TuS Haltern „ein schwarzer Fleck in der Saison“, sagt Trainer Niemöller. Die TSG Sprockhövel ist für ihn die Mannschaft, „die am meisten unterschätzt wird.“

Haltern

, 13.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Erst war Halterns Verteidiger Romario Wiesweg nach seiner Roten Karte im Westfalenpokal-Halbfinale gegen Rödinghausen (0:3 n.V.) für vier Wochen gesperrt. Dann fiel er zwei Wochen durch eine hartnäckige Grippe aus. „Da ging wirklich gar nichts mehr“, sagt er. Am Sonntag im Heimspiel gegen die TSG Sprockhövel gehört Wiesweg nun wieder zum Kader. An das Hinspiel hat er wenig gute Erinnerungen.

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TuS Haltern - TSG Sprockhövel

Sonntag, 15 Uhr, Lippspieker, Haltern

Denn damals setzte es für die Halterner eine 0:5-Niederlage gegen Sprockhövel. Bereits zur Halbzeit lag der TuS mit 0:5 zurück „Das vergesse ich nicht so einfach“, sagt Wiesweg. Dementsprechend habe er mit der Mannschaft einiges wieder gutzumachen. „Bei uns lief relativ wenig zusammen“, erklärt er. „Das wollen wir richtigstellen und zeigen, dass es eine einmalige Sache war.“

Für Wiesweg war es in Rödinghausen der erste Platzverweis seiner Karriere. „Da sind vier Wochen schon hart“, sagt er. Dass das Topspiel gegen Schalkes U23 wegen des schlechten Wetters ausfiel, „da war ich nicht so böse drum“, erklärt er. „Gesperrt zu sein war für mich allerdings schlimmer als krank. Denn ich hätte eingreifen können, durfte es aber nicht.“

„Niederlage stinkt zum Himmel“

Sein Trainer Magnus Niemöller, der sonst in der Spielvorbereitung meist das Hinspiel ausklammert, kann es diesmal nicht ausblenden. „Das ist für uns ein schwarzer Fleck in der Saison. Diese Niederlage stinkt noch heute zum Himmel“, erklärt er. „Wir haben damals naiv, falsch und sehr fahrlässig gehandelt.“ Iin der Pause habe sein Team ein Schleudertrauma gehabt. „Das lag aber auch an einer wie entfesselt aufspielenden Sprockhöveler Mannschaft“, erklärt Niemöller.

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„Der Tag war wahrscheinlich eine Ausnahme“, sagt Andrius Balaika, Trainer der Gäste. Er hingegen möchte das Hinspiel nicht ansprechen: „Die Konstellation ist jetzt eine ganz andere“, erklärt er.

Zwei Tore in den Heimspielen kassiert

So wolle er mit seiner Mannschaft am Sonntag versuchen, „nicht ins offene Messer zu laufen“, erklärt der Trainer. „Haltern wird versuchen, das Spiel zu kontrollieren und immer wieder versuchen, nach vorne zu stoßen“, ergänzt er.

Zwei Tore haben die Halterner in den bisherigen Heimspielen kassiert und von elf Spielen in der Stauseekampfbahn zehn gewonnen (ein Unentschieden). „Ich muss sagen, dass gegen diese Mannschaft unsere Heimbilanz ein bisschen in Gefahr ist“, erklärt Halterns Trainer Niemöller. „Sprockhövel ist eine Mannschaft, die in der Liga am meisten unterschätzt wird.“ Die letzten beiden Aufeinandertreffen gingen bei 0:6 Toren für den TuS verloren. „Wir brauchen am Sonntag ganz klare Spielregeln und ein echt ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein. Komponenten, die wir im Hinspiel nicht hatten“, sagt der Trainer.

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Personell kann der Gast wohl aus dem Vollen schöpfen. Bei den Halternern fehlt definitiv Christoph Kasak. Arda Nebi (Oberschenkel) und Robin Schultze (Prellung) haben die Woche noch nicht trainiert. Ob sie spielen können, „werden wir sehen“, sagt Niemöller. Torhüter Stephan Tantow knickte um. „Das sah am Donnerstag nicht so gut aus“, erklärt Niemöller. Weitere Untersuchungen sollen Aufschluss geben. Mit Blick auf die englische Woche wolle der Trainer versuchen, die Belastungen der Spieler zu dosieren.

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