TuS Sythen und ETuS Haltern führen die Tabelle an: Machen sie den Aufstieg unter sich aus?

dzFußball

Ohne Punktverlust ist der TuS Sythen Spitzenreiter der Kreisliga B. Ärgster Verfolger ist der ETuS Haltern. In der Spielweise ähneln sie sich. Am Ende könnte es ein Halterner Finale geben.

von Niklas Berkel

Haltern, Sythen

, 09.09.2019, 19:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

"Als Absteiger zähst du immer zu den engeren Favoriten", sagt ETuS Halterns Trainer Thomas Schaffrinna. Und der TuS Sythen gehörte bereits vor der Saison aufgrund einer starken vergangenen Saison mit Platz drei ebenfalls zu den Favoriten auf den Aufstieg. Und tatsächlich: Nach den ersten fünf Spieltagen führen die beiden Halterner Vereine die Tabelle der Fußball-Kreisliga B an.

"Wenn du dann in der besten B-Kreisliga spielst, dich ich je erlebt habe, wird das Woche für Woche ganz schwierig."
ETuS-Trainer Thomas Schaffrinna

"Wir freuen uns, dass auch der ETuS so gut gestartet ist", sagt Sythens Trainer Manuel Andrick. Es sei schön, dass zwei Halterner Vereine so gut dastehen. Doch geht der Aufstieg in der Kreisliga B am Ende nur über einen der zwei heimischen Vertreter? "Wir im Trainerteam sehen uns zumindest nicht als einen der engeren Anwärter", sagt ETuS-Trainer Schaffrinna. Zusammen mit seinem Co-Trainer Philip Oligmüller versucht er derzeit acht A-Jugendliche zu integrieren. "Wenn du dann in der besten B-Kreisliga spielst, dich ich je erlebt habe, wird das Woche für Woche ganz schwierig", sagt er. Das musste das junge Team bereits am ersten Spieltag erfahren: Gegen den SV Hardt II verlor das Team mit 1:4. Seitdem läuft es aber mit vier Siegen in Serie.

Nur vier bis fünf Patzer sind erlaubt

Das Ziel, das sich Schaffrinna und sein Team dafür gesetzt haben, ist, von Spieltag zu Spieltag zu schauen. "Wir wollen und können jedes Spiel gewinnen", gibt er sich selbstbewusst. Am Ende dürfe der ETuS aber auch nur vier bis fünf Spiele patzen. "Das sind zumindest meine Erfahrungen", sagt Schaffrinna. Mit der Niederlage direkt im ersten Spiel bleibt da nicht viel Spielraum. Wichtiger als das reine Ergebnis ist für den Trainer sowieso, dass seine Elf die Spielphilosophie des Trainers umsetzt: "Wir wollen dem Gegner unser Spiel aufzwingen", sagt er. Die ETuS-Spieler definieren sich über ein laufaktives, offensiv dynamisches Spiel. "In der A-Kreisliga sind wir noch sehr defensiv aufgetreten, das haben wir jetzt geändert."

Sythen bekommt "von keinem Gegner was geschenkt"

Ebenfalls dominant tritt der TuS Sythen auf. Damit fuhr die Mannschaft von Trainer Andrick bislang gut. Nach fünf Spielen grüßt der TuS mit fünf Siegen von der Tabellenspitze. Doch große Töne möchte Andrick keine Spucken. "Wir werden sehen, wohin die Reise führt", sagt der Sythener Trainer. Bislang setze der TuS das um, was er sich vornehme. Allerdings zeigte das Spiel beim Tabellenletzten RW Deuten II am Wochenende, dass "wir von keinem Gegner was geschenkt bekommen". Sythen gewann knapp mit 2:0, auch die übrigen Siege verliefen alle eng – mit Ausnahme des 9:1-Erfolges gegen den SV Westerholt II.

Bitter für Sythen ist die Verletzung vom zentralen Mittelfeldspieler Marius Möller. Gegen Deuten fiel er unglücklich auf die Hand und brach sich das Handgelenk. Andrick rechnet mit ihm erst nach der Winterpause wieder. "Er ist unser Staubsauger. Es ist ganz bitter, dass er ausfällt." Doch Bange ist dem Trainer trotz des Ausfalls nicht. "Unser Kader ist groß genug, um das aufzufangen", sagt er.

Halterner Finale am letzten Spieltag?

Pikant: Das direkte Duell bestreiten die beiden Halterner Vereine erst am letzten Hinrundenspieltag. Somit könnte es am letzten Spieltag Ende Mai im Fall der Fälle zu einem Halterner Finale um den Aufstieg in die Kreisliga A kommen. Doch bis dahin ist noch ein langer Weg, das wissen auch Andrick und Schaffrinna.

Lesen Sie jetzt