Timo Ostdorf im Interview: „Wenn wir mit 49 Punkten in die Pause gehen, ist das ein Brett“

Fußball: Bezirksliga

Die Hinrunde der Saison 2019/20 befindet sich auf der Zielgeraden. Doch jetzt steht schon fest, dass die U23 des TuS Haltern am See kein Heimspiel mehr in diesem Jahr verlieren wird.

Haltern

, 02.12.2019, 15:31 Uhr / Lesedauer: 2 min
Timo Ostdorf im Interview: „Wenn wir mit 49 Punkten in die Pause gehen, ist das ein Brett“

Timo Ostdorf und die Halterner haben den Vorsprung an der Tabellenspitze ausgebaut. © Juergen Patzke

Die U23 des TuS Haltern am See hat den Vorsprung an der Tabellenspitze am vergangenen Spieltag ausgebaut: Mit fünf Punkten stehen die Halterner nun vor dem SuS Stadtlohn auf Rang eins. Stadtlohn allerdings hatte kurzfristig spielfrei. Im Interview spricht Halterns Trainer Timo Ostdorf über die Stärken seiner Mannschaft, wann sein Team das nächste Spiel verlieren wird und ob der Kader im Winter verstärkt wird.

Ist der TuS Haltern jetzt der Aufstiegskandidat Nummer eins?

Nein, das sind wir nicht. Da gibt es noch den SuS Stadtlohn, der eine mehr als überragende Hinrunde spielt. Als Absteiger sind sie für mich der Aufstiegskandidat Nummer eins.

Was ist das Geheimnis des Erfolges?

Der Spaß auf jeden Fall, den wir zusammen haben und der Zusammenhalt. Dass die Qualität im Kader da ist, das wussten wir. Wir haben uns aber gesagt, dass wir die Kabine am Laufen halten müssen. Die Jungs kommen untereinander super klar.

Wann verliert der TuS Haltern das nächste Spiel?

Wenn der Gegner ein Tor mehr schießt als wir, das ist natürlich jederzeit möglich. Aber aus den Niederlagen gegen Flaesheim vor der Saison (2:3), dem Spiel gegen Billerbeck (0:1) und dem 1:1 gegen Wüllen haben wir gelernt. Das war für unsere Entwicklung ganz wichtig.

Auch Rückstände scheinen das Team nicht aus der Bahn zu werfen…

Das Selbstvertrauen müssen wir uns auch in jedem Spiel erarbeiten. Ich glaube, die Mannschaft weiß, wozu sie in der Lage ist. Sehr wichtig war auch das 4:3 gegen Vorwärts Epe nach einem 0:3-Rückstand zur Halbzeit. Da habe ich damals schon gesagt, dass dieses Spiel noch eine große Auswirkung auf unsere Saison haben kann – und das zeigt sich aktuell.

Wer ist für Sie die Überraschung der Saison?

Da muss man ein bisschen unterscheiden: Auf der einen Seite sind es die ehemaligen U19-Spieler, weil sie auf einem konstant hohen Niveau spielen. Das ist im ersten Seniorenjahr nicht selbstverständlich. Zudem überraschen mich Trainingsfleiß und -Intensität.

Werden Sie den Kader im Winter verstärken?

Eigentlich nicht. Allerdings werden uns Lennart Rademacher (Auslandssemester) und Kevin Lehmann (Operation am Sprunggelenk) als Spieler wegfallen. Wir hoffen, dass Torhüter Ubeyd (Güzel, Anm. d. Red) zu Beginn des kommenden Jahres wieder mittrainieren kann und Tobias Becker im Laufe der Rückrunde zurückkehrt. Nick Schorn ist nach seinem Kreuzbandriss wieder im Lauftraining und wird uns hoffentlich in der Rückrunde unterstützen können.

Freuen Sie sich trotz der aktuellen Serie auf die Winterpause?

Ich glaube schon, dass der ein oder andere Spieler, vor allem der, der viel gespielt hat, eine Pause von zwei bis drei Wochen gut vertragen kann.

Wie viele Punkte aus den kommenden zwei Spielen benötigt die Mannschaft, damit sie ein friedliches Weihnachten feiern kann?

Ich habe den Jungs gesagt, dass, egal was in den nächsten beiden Spielen passiert, wir eine überragende Hinrunde gespielt haben. Trotzdem wollen wir am Sonntag drei Punkte in Vreden holen. Dann gucken wir auf das nächste Spiel. Wenn wir mit 49 Punkten in die Pause gehen, dann ist das ein Brett.

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