Team-Check: Flaesheim-Kader birgt großes Potenzial, aber auch ein Risiko

dzFußball: Kreisliga A

In der Vorbereitung konnten die Flaesheimer zeigen, dass sie mit höher spielenden Teams mithalten können. Dennoch ist Trainer Michael Onnebrink vorsichtig, was kommende Ziele angeht.

Flaesheim

, 01.09.2020, 07:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Flaesheims Trainer Michael Onnebrink und sein Co-Trainer Michael Grothusmann stehen vor einer Saison mit vielen Fragezeichen. „Wir wissen - wie viele andere Mannschaften - nicht, wo wir genau stehen, nach dieser Corona-Zeit“, sagt Onnebrink. „Dazu haben wir mit Robin Pötter eine wichtige Stütze im Defensivbereich an RW Deuten verloren.“

Neben diesem Abgang wird auch Philipp Socher zunächst nicht zur Verfügung stehen. Er bleibt zwar im Verein, ist aber als Polizeibeamter nach Düsseldorf umstationiert worden. Als Zugang kann Concordia Rouven Maly vom VfB Hüls vermelden.

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Der Flaesheimer Coach schätzt die Liga stärker ein als letztes Jahr. Besonders der FC Recklinghausen gilt aufgrund seiner personellen Aufrüstung als Favorit. Auf Augenhöhe sieht er Mannschaften wie Ahsen, Hochlar, Röllinghausen und Hillerheide.

Nicht so viele Verletzte wie in der vergangenen Saison

„Ich glaube schon, dass wir oben mitspielen können, das Potenzial haben wir“, ist der Übungsleiter zuversichtlich, „nur dürfen wir uns bei diesem kleinen Kader nicht so viele Verletzte leisten wie in der letzten Saison“. Am Ende bliebe nur die Möglichkeit auf die U19 zurückzugreifen. Onnebrink weiß, dass es schwierig ist, nach zwei Spielzeiten mit Platz zwei, als Ziel Platz acht auszugeben. Doch hängt ihm zu viel von Gegebenheiten ab, die er am Ende nicht beeinflussen kann. „Ich lass es einfach auf mich zukommen“, so der Trainer.

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Für Damencoach Markus Schubert hat sich derweil die personelle Situation wesentlich verbessert. Besonders offensiv kann der Trainer durch die Rückkehr von Laura Gizenaar und dem Neuzugang Elena Müller nebst Lou Pflips einen Angriff mit drei Spielerinnen auf den Rasen schicken.

Neben Elena Müller ist Hanna Krüger zu Concordia gewechselt, zudem kam Julia Fahle, die bereits bei den U17 in Flaesheim kickte, wieder zurück. „Wir haben einen Kader von 20 Spielerinnen, von denen noch drei langzeitverletzt sind“, sagte der Trainer, dessen Erwartungen eher ein Mittelfeldplatz sind. Auf keinen Fall wolle er gegen den Abstieg spielen.

Die Liga hat sich auf 16 Mannschaften vergrößert, das bedeutet drei Absteiger sind fest und vielleicht muss der Viertletzte sogar in die Relegation. „Außerdem sagen die Durchführungsbedingungen bei Abbruch: Passiert dies in der Vorrunde, wird alles annulliert. Passiert der Cut nach der Hälfte der Saison, zählt der Halbsaisonstand für Auf- und Abstieg“, so Schubert.

Ohne Zuschauer würden große Einnahmen fehlen

Parallel zu der Arbeit im sportlichen Bereich kümmert sich Fußball-Chef Norbert Schulte-Althoff um viele Dinge um den Fußball herum. Besonders Corona sorgt für viele Ungewissheiten und für Vorschriften, die eingehalten werden müssen. Hier gelten Hygienevorschriften für den Verein und für die Besucher. Diese Vorschriften ändern sich immer wieder und halten die Verantwortlichen der Vereine ganz schön auf Trab. Das alles verlangt einige organisatorische Arbeit.

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Ein erneuter Abbruch des Spielbetriebes würde möglicherweise viele negative Veränderungen bewirken. Genauso wäre ein Spiel ohne Zuschauer mit erheblichen Problemen für die Clubs behaftet. Schiedsrichter, Reinigung der Räume und Trikots müssen bezahlt werden, da braucht es jeden Euro - auch von den Zuschauern.

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