„Suppe essen und abwarten“: Landewee, Vennemann und Anhuth verletzten sich beim TuS II

dzFußball: Bezirksliga

Drei Mal musste Timo Ostdorf, Trainer der U23 des TuS Haltern, am Sonntag beim Duell in Billerbeck wechseln. Drei Spieler hatten sich innerhalb der 90 Minuten verletzt.

Haltern

, 20.08.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

So wirklich rund lief es für die Bezirksliga-Fußballer des TuS Haltern am Sonntag in Billerbeck nicht. Das Team von Timo Ostdorf und Kevin Lehmann verlor nicht nur das zweite Ligaspiel mit 0:1, sondern musste auch drei Mal verletzungsbedingt auswechseln. „Das war ein Spiel, in dem irgendwie alles gegen uns lief“, sagte Ostdorf am Sonntag nach dem Abpfiff.

Seiner Mannschaft wollte er zu Beginn der Woche aber trotz der Niederlage keinen Vorwurf machen. „Bis auf unsere Chancenverwertung und gewisse Phasen in der zweiten Halbzeit kann ich nicht viel kritisieren“, erklärt Ostdorf.

Vennemann spielt 15 Minuten

Nach 15 Minuten musste er bereits das erste Mal verletzungsbedingt wechseln: Cedric Vennemann, Spieler aus dem Kader der Regionalligamannschaft, der in Billerbeck seit Längerem wieder Spielpraxis sammeln sollte, konnte nicht weiterspielen. „Da müssen wir abwarten, was das MRT sagt“, erklärt Ostdorf. Er sei ihm Spiel weggerutscht und habe dabei einen Tritt abbekommen. „Es dürfte wohl eine Muskelverletzung sein“, sagt Ostdorf. Vor allem für Vennemann eine ärgerliche Verletzung, sonst wäre er wohl dem Regionalliga-Team am Dienstagabend nach Aachen gefahren. Für ihn kam Luca Landewee in die Partie.

„Suppe essen und abwarten“: Landewee, Vennemann und Anhuth verletzten sich beim TuS II

Timo Ostdorf musste früh auswechseln. © Juergen Patzke

Zwölf Minuten später erwischte es André Anhuth: „Für ihn ging es ins Krankenhaus“, erklärt Ostdorf. Er hatte ein Ei am Jochbein. Doch erste Verdacht eines Jochbeinbruchs bestätigte sich nicht. „Es ist wohl eine Prellung“, erklärte sein Trainer.

Und auch Luca Landewee, der für Vennemann in die Partie gekommen war, musste neun Minuten vor Schluss wieder vom Feld. Der erste Verdacht: Kieferbruch. Ihm brummte am Montag noch ordentlich der Schädel. „Aber es ist schon wieder ein bisschen besser“, sagt Landewee. „Zum Glück ist nicht gebrochen.“ So könne er schon wieder sprechen, kauen allerdings sei noch schwierig.

„Glaube nicht, dass es so gewollt war“

Nach einem Ballgewinn spielte er einen Pass nach vorne und wollte weiterlaufen. „Dann bekam ich einen Ellenbogen gegen den Kiefer und lag auf dem Boden“, sagt der Halterner. „Ich glaube aber nicht, dass es so gewollt war.“ Sein Gegenspieler Max Zumbülte sah die Rote Karte.

„Ich habe es nur Klatschen gehört“, sagt sein Trainer Ostdorf. „Der Kiefer ist nicht gebrochen, das ist das Wichtigste.“ Große Proteste habe es nach dem Platzverweis des Billerbeckers nicht gegeben. „Der Trainer hat sich danach auch entschuldigt“, erklärt Ostdorf.

Für Landewee allerdings ein unglückliches Timing: Er hatte am Montag noch ein Bewerbungsgespräch. „Es war nicht ganz so eine ruhige Nacht“, erklärt der Spieler, trotz leichter Schmerzmittel zum Einschlafen. So schnell wie möglich wolle er wieder ins Training einsteigen. „Der Arzt hat gesagt, ich soll den Kiefer viel bewegen, dass sich die Muskeln wieder an die Bewegung gewöhnen. Ansonsten kann ich nicht viel machen, außer Suppe essen und abwarten.“

Zusätzlich ging es für Kevin Lehmann und Julian Göcke mit einem Brummschädel nach Hause. Ein überhartes Spiel war es für Ostdorf aber nicht. „Es war ein ganz normales Spiel“, erklärte Halterns Trainer.

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