Stiefsohn eines früheren Bundesliga-Profis wechselt im Sommer zum SV Lippramsdorf

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Als sein Stiefvater für den FC Schalke 04 in der Bundesliga kickte, war er noch ein Kind. Mittlerweile ist er 24 Jahre. Bald wird er seine Schuhe wieder für den SV Lippramsdorf schnüren.

Lippramsdorf

, 17.03.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der junge Fußballer, der auch in Lippramsdorf wohnt, kehrt damit an alte Wirkungsstätte zurück, denn beim LSV war er in der Vergangenheit schon einige Jahre aktiv.

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Giacomo Lopez Fernandez, Stiefsohn des ehemaligen Bundesligaspielers Sven Kmetsch, wird den SV Lippramsdorf zur neuen Saison verstärken. „Eine tolle Nachricht“, sagt Christian Brink, der Fußball-Abteilungsleiter des SV Lippramsdorf. „Er kennt sehr viele Jungs aus unserer Mannschaft, ist vielseitig einsetzbar und charakterlich top. Wir haben uns sehr über seine Anfrage gefreut und haben ihm sofort gesagt, dass die Tür für ihn ganz weit offen steht. Toll, dass es nun zu dem Wechsel kommt.“

Über Marl und Kirchhellen nach Lippramsdorf

Für Giacomo Lopez Fernandez, der aktuell für den Landesligisten SG Borken spielt, steht fast von Geburt an der Fußball im Mittelpunkt. Schon mit drei Jahren wird er in seinem ersten Verein angemeldet, bei der Spielvereinigung Marl. Als die Familie später nach Bottrop-Kirchhellen umzieht, schließt sich Giacomo Lopez Fernandez dem VfB Kirchhellen an. Nach einem weiteren Umzug, diesmal nach Haltern, wechselt der Deutsch-Spanier in die D-Jugend des VfB Hüls. „Als es dann später aufs Abitur zuging, musste ich mit dem Fußball etwas kürzer treten und bin in der A-Jugend zum SV Lippramsdorf gegangen“, berichtet er.

Giacomo Lopez Fernandez kehrt zum LSV zurück.

Giacomo Lopez Fernandez kehrt zum LSV zurück. © Archiv

In Lippramsdorf wird der talentierte Linksverteidiger mit 17 aus der A-Jugend in die erste Mannschaft hochgezogen, spielt in der Bezirksliga. „Wir hatten eine gute Truppe, vor allem menschlich war es sicher die bisher schönste Zeit meiner Karriere“, meint Giacomo Lopez Fernandez. Im Sommer 2018, nach insgesamt fünf Jahren in Lippramsdorf, wechselt er schließlich zum damaligen Westfalenligisten TSV Marl-Hüls, um sich einer neuen Herausforderung zu stellen.

Hochschule macht dicht

In Marl spielte er auf der Position des Sechsers, wie sein Stiefvater Sven Kmetsch früher. Doch die Station beim TSV ist nur von kurzer Dauer. Der Verein muss Insolvenz beantragen. „Giaco“ wechselt im Winter 2018 zum Landesligisten SG Borken. Auf seine Rückkehr zum LSV freut er sich. „Man weiß ja im Moment nicht, wann der Ball wieder rollen kann, aber ich kann es kaum erwarten mit den Jungs wieder zu kicken. Hoffentlich wird die Zwangspause schnell vorbei sein.“

Sven Kmetsch (l.), damals im Duell mit dem Dortmunder Christian Nerlinger.

Sven Kmetsch (l.), damals im Duell mit dem Dortmunder Christian Nerlinger. © picture-alliance / dpa

Die Corona-Krise habe aktuell natürlich auch für ihn Auswirkungen. „Eigentlich wollte ich in Kürze ein Praktikum beginnen und im Spätsommer meine Bachelorarbeit schreiben. Aber jetzt ist erst mal alles auf Eis gelegt.“ Die Westfälische Hochschule in Bocholt, wo der 24-Jährige BWL studiert, bleibt vorerst dicht.

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