Spieler des TuS Haltern will Sprung in den bezahlten Profifußball schaffen

Fussball

Er wechselte im vergangenen Sommer von Westfalia Herne zum TuS Haltern, gilt als großes Talent. Und: Der 24-Jährige ist entschlossen, mittelfristig den Sprung in die 3. Liga zu schaffen.

Haltern

, 16.04.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ilias Anan (l.) möchte sich mittelfristig für höhere Aufgaben empfehlen.

Ilias Anan (l.) möchte sich mittelfristig für höhere Aufgaben empfehlen. © Blanka Thieme-Dietel

Mit der großen Leidenschaft sein Einkommen zu verdienen, davon träumen viele, aber nur die wenigsten schaffen den Sprung in den bezahlten Profifußball. Zur Saison 2019/20 wechselte Ilias Anan von Westfalia Herne zum Regionalligisten TuS Haltern. In einem Gespräch mit dem „Reviersport“ hat er nun für sich selbst das Ziel 3. Liga ausgegeben.

13 Tore und sieben Vorlagen in 26 Spielen - mit dieser Statistik im Gepäck empfahl sich Ilias Anan in der abgelaufenen Spielzeit bei Oberligist Westfalia Herne für höhere Aufgaben. Der Regionalligist TuS Haltern am See wurde auf ihn aufmerksam und nahm ihn im Sommer schließlich unter Vertrag. „Ich bin froh, dass ich diese Chance bekommen habe. Ich wollte mit 24 nicht noch ein Jahr Oberliga spielen, sondern eben höher gehen. Mit Haltern war ich schon länger in Kontakt und als sich die Möglichkeit ergeben hat, war mir klar, dass ich sie nutzen würde“, erinnert er sich.

Zwei Tore und eine Vorlage

Der Start in Haltern wurde durch einen Handgelenksbruch und einen Faserriss etwas überschattet, doch Anan zeigt sich zufrieden. „Es macht mir sehr viel Spaß hier zu spielen und mittlerweile bin ich wieder bei 100 Prozent. Mit Blick auf die Pause bin ich aber auch froh, dass ich jetzt in Haltern bin. Ich habe einen Vertrag bis 2021 und kann so trotz allem in Ruhe planen“, erklärt er. In zwölf Spielen für die Seestädter gelangen dem Rechtsaußen bisher zwei Tore und eine Vorlage.

Auch sonst fühle er sich wohl, so der 24-Jährige. „Der Verein ist top organisiert und die Mannschaft hat mich super aufgenommen. Mittlerweile mache ich zum Beispiel mit Tim Forsmann oder Rafael Hestert regelmäßige Play-Station-Abende. Im Training kriegen Arda Nebi und Berkant Canbulut gerne mal eine Abreibung.“

Zu einem Traditionsverein

Mittelfristig habe er aber noch höhere Ziele. „Mein Ziel ist der bezahlte Fußball. Dafür werde ich alles in die Waagschale werfen. Wenn, dann würde ich am liebsten zu einem Traditionsverein gehen. Im Moment gilt es für mich aber zunächst, ein gutes und verletzungsfreies Jahr zu spielen. Ich muss mich immer weiterentwickeln, alles andere wird man dann sehen.“

Unklar ist weiterhin, ob es in dieser Regionalligasaison überhaupt weitergehen wird. „Sollte der Verband Geisterspiele beschließen, wird es sicher Gegenwind geben. Viele Traditionsvereine sind auf Eintrittsgelder angewiesen. Ich bin gespannt, ob und wie die Runde zu Ende gespielt wird“, so Anan.

Lesen Sie jetzt