„So zurückzukommen, ist einfach geil“: TuS Halterns U23 dreht gegen Epe nach der Pause auf

dzFußball: Bezirksliga

Es war wohl die schlechteste erste Halbzeit, die Ostdorf als Trainer der U23 des TuS Haltern erlebt hat. Mit 0:3 lag der TuS zurück und ließ alles vermissen. Dann begann die Halbzeit zwei.

von Christopher Kremer, Jürgen Patzke

Haltern

, 28.08.2019, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Halterns Trainer Timo Ostdorf hatte am Sonntag zwei Möglichkeiten: „Entweder hätte ich die Kabine auseinandernehmen und draufhauen können“, sagt er. „Oder ich konnte über die Mentalität gehen.“ Bei den hohen Temperaturen am Wochenende entschied sich der Trainer des TuS Haltern II für die zweite Möglichkeit. Und traf damit scheinbar den völlig richtigen Ton in der Kabine.

Nachdem seine Mannschaft gegen Vorwärts Epe wohl die schlechteste Halbzeit der bisherigen Saison und Vorbereitung ablieferte - mit 0:3 lagen die Halterner nach 45 Minuten zurück - spielte seine Mannschaft in Halbzeit zwei wie ausgewechselt.

„Das sind nicht wir“

„Ich habe ihnen in der Pause gesagt, das sind nicht wir“, erklärt Halterns Trainer. Zudem habe er zwar etwas lauter, aber offen und direkt angesprochen, was falsch gelaufen sei und woran es gelegen habe. „Uns hat rein die Mentalität gefehlt“, sagt Ostdorf.

Nach Wiederanpfiff legten die Halterner furios los: Bereits in der 47. Spielminute traf Julian Göcke zum 1:3-Anschlusstreffer. „Dass wir direkt den ersten Angriff verwertet haben, war ungemein wichtig“, sagt Ostdorf.

„So zurückzukommen, ist einfach geil“: TuS Halterns U23 dreht gegen Epe nach der Pause auf

Halterns. Julian Göcke (M.) köpft hier das 1:3 kurz nach Anpfiff der zweiten Halbzeit. © Juergen Patzke

„Wir hatten uns einiges vorgenommen für die zweite Halbzeit“, sagt Torschütze Julian Göcke. „Dass es dann so schnell ging, war natürlich sehr gut. Danach hat das Spiel einfach seinen Lauf genommen.“

Mit dem besseren Ende für die U23 des TuS Haltern: Acht Minuten später traf Tobias Becker zum 2:3, zwei Minuten später erzielte Arne Middelmann das 3:3. Innerhalb von zehn Minuten also war das Spiel wieder ausgeglichen. „Da muss ich der Truppe ein großes Kompliment machen“, erklärt Göcke. „Bei 30 Grad so zurückzukommen, das ist einfach geil.“

„Das ist Wahnsinn“

Unbedingt daran geglaubt, dass seine Mannschaft noch etwas holen könne, habe Halterns Trainer Ostdorf nicht, da ist er ehrlich. „Aber ich habe daran geglaubt, dass wir zumindest eine Chance haben. Dass wir dann so aufdrehen bei den Temperaturen, das ist Wahnsinn“, erklärt er.

Und so war es dann nach 69 Minuten Halterns Kapitän Becker, der seine Mannschaft mit dem Treffer zum 4:3 zum Sieg schoss.

Trotz der drei Punkte hatte Trainer Ostdorf einen Kritikpunkt: die Chancenverwertung. „Eigentlich müssen wir das Spiel mit 8:3 gewinnen“, erklärt er. „Das wissen die Jungs auch.“ Alleine Göcke habe noch drei bis vier Möglichkeiten auf dem Fuß gehabt. „Zum Glück waren die anderen heute da“, sagt er. Insgesamt war es „Mentailität pur“, erklärt Ostdorf. „Der Glaube, so ein Spiel gedreht zu haben, kann uns die ganze Saison begleiten.“

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