Der HSC Haltern-Sythen hat der Stadt ein Hygienekonzept vorgelegt, wie er demnächst in der Halle trainieren möchte. Wir stellen das umfangreiche Konzept vor.

Haltern

, 05.06.2020, 06:55 Uhr / Lesedauer: 3 min

Der HSC Haltern-Sythen möchte schon im Juni wieder trainieren können. Dazu hat der Verein mehrere Konzepte erarbeitet, wie er draußen und in der Halle trainieren kann. Das Hygienekonzept für die Halle ist umfangreich. In fünf Absätzen erklärt der Handballverein sein Corona-Hygienekonzept für ein Training in der Dreifachhalle.

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Absatz 1

Grundvoraussetzung für das Training in der Dreifachhalle ist, dass die Teilnehmer keine Vorerkrankungen haben. Ebenso dürfen sie keine Symptome einer möglichen Covid-19-Erkrankung aufweisen wie beispielsweise Fieber, Schnupfen, Atemnot und Heiserkeit. Der Verein halte diesen Abschnitt extra vage, um einen möglichst großen Bereich abzudecken. Alle Symptome, die auf einen möglichen Infekt hindeuten, schließen vom Trainingsbetrieb aus.

Zusätzlich steht im ersten Abschnitt des Hygienekonzeptes des HSC, dass ein Trainer oder Spieler, der in den vergangenen zwei Wochen Kontakt zu einem Covid-19-Erkrankten hatte, mindestens vier Wochen vom Training ausgeschlossen ist.

Absatz 2

Der Absatz zwei gibt Hinweise zur An- und Abreise sowie zum Verhalten vor der Trainingseinheit. Dazu hat der Vorstand ein „Einbahnstraßensystem“ entwickelt. So darf die Halle nur durch den Haupteingang betreten werden und verlassen werden muss die Halle durch den Ausgang im Gärtnerraum.

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Die Anreise erfolgt erst kurz vor Trainingsbeginn und in voller Sportbekleidung mit Maske. Lediglich die Schuhe dürfen in extra dafür gekennzeichneten Flächen gewechselt werden. Wenn die Teilnehmer die Halle betreten, müssen sie zusätzlich auf das Signal des Trainers warten und darauf achten, einen Sicherheitsabstand von 1,5 Metern zu bewahren.

Trainer müssen Masken aufbehalten

Kinder, die jünger als 14 Jahren sind, dürfen nur mit einer Begleitperson, die ebenfalls eine Maske trägt, in die Halle begleitet werden. Die Begleitperson muss allerdings die Halle vor Trainingsbeginn wieder verlassen.

In der Halle angekommen müssen sich alle Spieler mindestens 30 Sekunden lang mit Seife die Hände waschen. Sanitäre Anlagen dafür können lediglich einzeln betreten werden. Die Masken dürfen die Spieler erst dann abnehmen, wenn sie sich in extra für jeden Spieler gekennzeichneten Flächen befinden. Die Trainer müssen die Masken die volle Trainingszeit aufbehalten.

Getränke müssen selber mitgebracht und beschriftet werden. Auch für Getränke gibt es eigens gekennzeichnete Flächen.

Absatz 3

Der Absatz drei regelt die Durchführung des Trainings. In einem abgetrennten Hallenteil dürfen sich lediglich neun Spieler und ein Trainer aufhalten, um die Maximalzahl der vom Land vorgegebenen Zehnergruppen nicht zu überschreiten.

In der Gesamthalle dürfen 18 Spieler und zwei Trainer sein. Die einzelnen Trainingsgruppen dürfen nicht ausgetauscht werden. Sie müssen also aus einem festen Teilnehmerkreis bestehen. Probetrainings von Nicht-Vereinsmitglieder sind dadurch auch verboten. Der Trainer muss vor jedem Training auf das Hygienekonzept hinweisen.

Auch Passspiel ist nicht erlaubt

Beim Training selber müssen die Spieler und Trainer weiterhin den Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten, auch während der Übungen. Somit dürfen sich die Spieler keine Zweikämpfe liefern. Aber auch Passspiel zwischen zwei oder mehreren Spielern ist verboten. Somit können die Spieler nur individual trainieren.

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Der Geräteraum darf nun vom Trainer betreten werden. Wenn dieser Geräte holt, muss er Einmalhandschuhe tragen und die Geräte nach dem Training desinfizieren. Bälle zum Trainieren müssen sich die Spieler selber mitbringen. Diese müssen namentlich beschriftet werden.

„Virenbelastete Aerosole“ vermeiden

Weiterhin steht im dritten Absatz des Hygienekonzepts des HSC Haltern, dass die Trainer eine Anwesenheitsliste führen müssen. Die jeweiligen Trainer bewahren diese für mindestens vier Wochen auf.

Wichtig ist außerdem, dass während des Trainings fortlaufend gelüftet werden muss. Damit soll vermieden werden, dass sich der Halle virenbelastete Aerosole anreichern.

Absatz 4

Der vierte Absatz beschreibt das Verhalten nach Trainingsende. Um nach dem Training Begegnungen mit anderen Trainingsgruppen zu vermeiden, sind die Trainer dazu angehalten, das Training pünktlich zu beenden. Wie bereits beschrieben müssen die Teilnehmer die Halle durch den Ausgang im Gärtnerraum verlassen.

Die Trainer müssen alle benutzten Geräte desinfizieren. 15 Minuten Zeit haben sie dafür. Diese Zeit ist als Pause zwischen den Trainingseinheiten fest eingetragen. Die Trainingsfläche wird in den 15 Minuten außerdem gelüftet, alle Türen sollen geöffnet werden.

Absatz 5

In Absatz fünf werden zum Schluss noch einmal allgemeine Regeln beschrieben. So steht darin, dass die Trainer dafür verantwortlich sind, dass die Hygieneregeln von allen Spielern und der Eltern der unter 14-Jährigen eingehalten werden. Sollte es zu Verstößen kommen, sind die Trainer dazu angehalten, dies dem Vorstand zu melden. Sollte ein Spieler wiederholt die Vorschriften missachten, droht diesem ein Ausschluss vom Trainingsbetrieb.

Weiteres Konzept wird noch intern abgestimmt

Ein weiteres Konzept beinhaltet die Nutzung der Tartanbahn beim TuS Sythen. Das muss allerdings intern noch verabschiedet werden, weswegen der Vorstand des HSC, dieses noch nicht veröffentlichen möchte. Er bedankt sich im Voraus für die enge Zusammenarbeit mit dem Vorstand des alten Stammvereins der Handballer.

Die Stadt hat das Hallenkonzept außerdem noch nicht final bestätigt. Somit kann der HSC Haltern-Sythen noch kein genaues Datum nennen, wann es wieder losgeht. Allerdings ist das Konzept für die Halle so umfangreich, dass es keinen Spielraum für Missverständnisse unter den Beteiligten gibt. Der HSC ist deswegen optimistisch, dass das Konzept durchgewunken wird - und demnächst wieder trainiert werden kann.

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