„So eine Situation noch nie erlebt“: Joemann und der SV Lippramsdorf weiter ohne Punkte

dzFußball: Bezirksliga

Die Bezirksliga-Fußballer des SV Lippramsdorf sind weiter ohne Sieg im Jahr 2019. Für Kapitän Robin Joemann hat die Negativserie vor allem einen Grund. Trotzdem bleibt er optimistisch.

Lippramsdorf

, 26.03.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vorletzter in der Rückrundentabelle, noch kein Punkt im Pflichtspieljahr 2019: Die letzten Spiele hätten für den SV Lippramsdorf deutlich besser laufen können. Der letzte Sieg liegt schon einige Tage zurück: Am 18. November fuhr der LSV zuletzt drei Punkte ein (4:1 gegen den TuS Gahlen). Danach schauten die Lippramsdorfer zumindest punktemäßig in die Röhre.

Joemann wieder Kapitän

„So eine Situation habe ich ihn neun Jahren beim SV Lippramsdorf noch nicht erlebt“, sagt Robin Joemann, der nach dem langfristigen Ausfall von Christian Drees wieder das Kapitänsamt übernommen hat. Die Laune sei durch die vielen Negativerlebnisse insgesamt relativ angespannt, sagt Joemann.

Für den Kapitän des SV Lippramsdorf gibt es aber einen Hauptgrund: „Die angespannte Personalsituation seit mehreren Wochen.“ So hätten neben den Langzeitverletzten viele Spieler mit Erkältung, Grippe, Verletzung oder auch beruflich unter der Woche gefehlt. „Zwischenzeitlich waren wir nur sechs bis sieben Spieler beim Training“, erklärt Joemann. Teilweise wurde das Training durch Spieler der Zweitvertretung aufgestockt. „Es ging aber sogar so weit, dass wir das Training ausfallen lassen mussten“, ergänzt er.

Negativlauf nur eine logische Konsequenz

Da sei der aktuelle Negativlauf der Mannschaft nur eine logische Konsequenz. Zum einen fehle bei einigen Spielern durch den Trainingsausfall die gute körperliche Verfassung. „Auf der anderen Seite fehlen uns dadurch auch die Ballsicherheit und die Passgenauigkeit“, sagt Joemann.

„So eine Situation noch nie erlebt“: Joemann und der SV Lippramsdorf weiter ohne Punkte

© Jürgen Patzke

„Die Situation ist ein bisschen bescheiden“, bilanzierte Lippramsdorfs Trainer Michael Hellekamp nach dem Ausfall des Duells in Vreden am 10. März. Und das schon seit mehreren Wochen. „Mit Sicherheit gab es schon angenehmere Zeiten in Lippramsdorf“, sagte er.

Nur noch fünf Punkte

Und auch am vergangenen Sonntag setzte es eine Niederlage: Mit 0:3 unterlag der SV Lippramsdorf bei Adler Weseke. Nur noch fünf Punkte trennen den LSV damit vom ersten Abstiegsrang. „Das Ergebnis war aber klarer als das Spiel“, erklärt Joemann. Bis zum ersten Gegentreffer habe er mit seinem Team eine klare Feldüberlegenheit gehabt und auch einige Torchancen. „Dann schießt Weseke einmal auf das Tor und trifft“, erklärt Joemann. „Irgendwie war das symptomatisch für unsere Situation.“

Allerdings war das „spielerisch ein Schritt in die richtige Richtung“, sagte Trainer Michael Hellekamp nach dem Spiel. „Die Kurve zeigt klar nach oben.“ Ähnlich sieht es auch sein Kapitän: „Das war über weite Strecken eine gute Leistung“, sagt Joemann.

„Die Jungs wissen um die Situation“

Vor allem die Trainingswoche vor dem Spiel gegen Weseke stimmt den Kapitän zuversichtlich: „Die Jungs wissen um die Situation“, sagt er. Vergangenen Dienstag habe die Mannschaft intern über die aktuelle Situation gesprochen. „Die Trainingswoche danach war sehr konzentriert und engagiert“, erklärt Joemann. Zudem fülle sich der Trainingsplatz langsam wieder. „Auch Zusatzeinheiten für die Spieler, die häufig gefehlt haben, sind angedacht“, erklärt er.

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Am Sonntag wartet ein weiteres wichtiges Spiel auf den LSV. Mit Adler Buldern ist der Letzte der Bezirksliga an der Jahnstraße zu Gast. „Vor allem nach unserer Serie ist das ein schwieriges Spiel“, sagt Joemann. Sein Team müsse alles in die Waagschale werfen. „Wir wollen die Saison in Ruhe zu Ende spielen und nicht noch in den Abstiegsstrudel geraten“, erklärt der Kapitän.

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