Raphael Brinkert ermöglicht Fans Besuch des letzten Spiels von Dirk Nowitzki in Dallas

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Es war ein Abend der großen Gefühle: NBA-Star Dirk Nowitzki spielte nach 21 Jahren sein letztes Heimspiel für Dallas. Und eigentlich wollte der Halterner Raphael Brinkert live dabei sein.

Haltern

, 10.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Es ist das kommende Ende einer Basketball-Ära: Nach 21 Jahren absolvierte Dirk Nowitzki in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch sein letztes Heimspiel für die Dallas Mavericks in der National Basketball Association (NBA). Mit 30 Punkten verabschiedete sich der gebürtige Würzburger Nowitzki von seinem Publikum. Und eigentlich wollte sich der Halterner Raphael Brinkert den Abschied in Dallas nicht entgehen lassen. Die Tickets waren schon gekauft, „aber die drei, vier Tage Urlaub sind aktuell nicht möglich“, sagt Brinkert. „Nowitzki ist ein Ausnahmeathlet und eine Ausnahmepersönlichkeit, wie Michael Schumacher oder Boris Becker. Er ist einer der ganz Großen unserer Zeit.“

Raphael Brinkert ermöglicht Fans Besuch des letzten Spiels von Dirk Nowitzki in Dallas

Raphael Brinkert hatte eigentlich zwei Tickets für das letzte Heimspiel von Dirk Nowitzki. © privat

Die Welt verneigt sich aktuell vor dem 40-Jährigen Dirk Nowitzki. Nicht nur in seinem letzten Heimspiel gegen die Phoenix Suns (120:109) stand das American Airlines Center Kopf. Bereits seit Wochen wird der Deutsche für seine unfassbare Karriere gefeiert. Noch kein Spieler hielt einem Team für 21 Jahre lang die Treue. Mit 39-Grad-Fieber bescherte er den Mavericks im Jahr 2011 die erste Meisterschaft der Franchise-Geschichte. Seine Spitznamen ‚Dirkules‘ und ‚German Wunderkind‘ verdiente er sich durch harte Arbeit. Der Legendenstatus ist ihm nicht mehr zu nehmen.

„Das ist schon geil“

So nahm Doc Rivers, Trainer der Los Angeles Clippers, wenige Sekunden vor Ende des Spiels gegen Dallas eine Auszeit. Dann nahm er sich das Mikrofon, zeigte auf den Deutschen und sagte: „Dirk Nowitzki, einer der Größter aller Zeiten.“ Und das war bereits Ende Februar. „Das ist schon geil“, sagt Brinkert, der eigentlich nicht der Basketball-Nerd sei.

Sein letztes Heimspiel wollte sich der Halterner nicht entgehen lassen. „Er ist Deutschlands erfolgreichster Botschafter in den USA in den vergangenen 20 Jahren“, erklärt er. Vor zwei Monaten kaufte er die Tickets für das Spiel gegen Phoenix. Doch am vergangenen Wochenende wurde klar, dass er es zeitlich nicht nach Dallas schaffen würde. „Leider“, sagt Brinkert. Die Arbeit ging vor, denn er und Christoph Metzelder begleiten mit ihrer Agentur ‚BrinkertMetzelder‘ den Europa-Wahlkampf der CDU.

Am Dienstag versuchte er noch die Tickets über seine Social-Media-Accounts weiterzugeben. Das gelang aber nicht. „Ich habe sie dann DAZN (Anm. d. Red. der Streamingdienst, der das Spiel live übertrug) gegeben. Sie haben die Tickets dann Leuten gegeben, die sich das Spiel sonst nicht leisten konnten“, sagt er.

Die Nacht in Hamburg schlug sich Brinkert aber nicht um die Ohren. „Ich habe mir am Mittwoch die Zusammenfassung angeguckt“, erklärt er. „Er ist auf seinem absoluten Höhepunkt abgetreten. Er hat das Momentum sehr schön gegriffen.“

Nowitzki selbst ging der Abschied sichtlich nahe. Mit Tränen in den Augen verkündete er sein kommendes Karriereende. „Wie ihr vielleicht erwartet habt, war das mein letztes Heimspiel“, sagte Dirk Nowitzki, der eigentlich nicht gerne im Mittelpunkt steht. Doch das konnte er an diesem Abend nicht verhindern.

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