Neuer Untergrund, alte Sorgen: Der SV Lippramsdorf ist in die Saisonvorbereitung gestartet

dzFußball: Bezirksliga

Das erste Training der Saisonvorbereitung beim SV Lippramsdorf erfolgte auf dem neuen Untergrund: Der Kunstrasen wurde pünktlich fertiggestellt. Gewisse personelle Sorgen aber bleiben.

Lippramsdorf

, 02.07.2019, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vier, fünf Wochen Pause sind es gewesen für die Bezirksliga-Fußballer des SV Lippramsdorf. Am Montagabend versammelte Trainer Michael Hellekamp seine Spieler zum ersten Training der Sommervorbereitung. Die konnten sich nicht nur mit Tim Schemmer und Jan Korte über zwei Neuzugänge freuen, sondern auch über einen neuen Untergrund. „Die Anlage ist top und der Kunstrasen ist da“, sagte Hellekamp. Doch es gibt auch negative Nachrichten aus Lippramsdorf.

Zwei Langzeitverletzte

Denn bei den beiden Langzeitverletzten Nico Wessels und dem Kapitän Christian Drees ist die Rückkehr auf den Platz ungewiss. „Sie machen nur langsam Fortschritte“, erklärte Hellekamp. Beide seien zwar sehr ehrgeizig, bald wieder mitspielen zu können, hätten aber beide noch Schmerzen. „Diese Ausfälle wiegen natürlich schwer“, sagte der Trainer. Einen Zeitplan, wann beide Spieler wieder einsatzbereit sind, gibt es aktuell nicht. „Sie trainieren das, was sie dürfen“, erklärte Hellekamp. Drees laboriert seit dem letzten Pflichtspiel im vergangenen Jahr an Problemen mit dem Meniskus. Wessels kämpft mit einer Schambeinentzündung.

Neuer Untergrund, alte Sorgen: Der SV Lippramsdorf ist in die Saisonvorbereitung gestartet

Der SV Lippramsdorf kann bereits auf dem neuen Kunstrasen trainieren. © Manfred_Rimkus

„Das ist alles schon frustrierend“, erklärt Christian Drees. Aus der Pause, die eigentlich vier Wochen dauern sollte, sind nun mittlerweile mehr als vier Monate geworden. Dabei seien die Heilungsprognosen relativ gut gewesen. Doch zwischenzeitlich war er ein weiteres Mal im MRT. Insgesamt wurde ihm viel vom Meniskus entnommen. „Jetzt kommt es auf den Muskelaufbau an“, erklärt er. Denn Muskeln könnten für zusätzlichen Puffer sorgen.

Aktuell gibt es keine Prognose

Von den Ärzten gebe es aktuell keine Prognose, wann er wieder mit dem Fußballspielen starten kann. „Ich werde erst wieder anfangen, wenn ich beim Spielen schmerzfrei bin“, erklärt der Lippramsdorfer Spieler. So geht er langsam und vorsichtig joggen, zumindest bis die Schmerzen einsetzen. „Das ist so nach 20 Minuten ungefähr“, sagt er.

Neuer Untergrund, alte Sorgen: Der SV Lippramsdorf ist in die Saisonvorbereitung gestartet

(v.l.) Tim Schemmer und Jan Korte verstärken das Bezirksliga-Team des SV Lippramsdorf. © Manfred_Rimkus

Und wenn es gar nicht mehr geht? „Dann wäre es echt schade“, sagt er. „Ich will nicht hoffen, dass es soweit kommt, aber derzeit kann ich nichts ausschließen“. In der Vergangenheit fiel er mit einer Verletzung an seinem rechten Knie bereits schon sehr lange aus. „Mit diesem Verlauf hätten wir alle nicht gerechnet“, erklärt sein Trainer Hellekamp. „Aber er ist ein Kämpfer.“

Dementsprechend fehlten Drees und auch Nico Wessels nicht nur am Montag beim ersten Training in Lippramsdorf, sondern werden auch in naher Zukunft nicht mit dabei sein.

„Hoffe, dass wir von Langzeitverletzten verschont bleiben“

„Ich hoffe, dass wir in der kommenden Spielzeit von Langzeitverletzten verschont bleiben“, sagt Hellekamp. Sein Ziel in der Saison 2019/20 sei es, mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben. „Das haben wir ja auch in der vergangenen Hinrunde ganz gut umgesetzt“, sagt er. Doch in der Rückrunde hätten einige nicht mehr dieselbe Disziplin und die Bereitschaft an den Tag gelegt. „Wir müssen die Saison jetzt zehn Monate diszipliniert angehen und mit 100 Prozent durch die Saison gehen“, sagt der Trainer.

So sieht er auch im Bereich des Spielaufbaus, des Pressings und des Laufverhaltens ohne Ball noch Luft nach oben. „Aber das ist ja das Ziel eines jeden Trainers, seine Mannschaft besser zu machen“, sagt er.

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