Mit diesen Vereinen kämpft der TuS Haltern um den Klassenerhalt in der Regionalliga West

Fußball Regionalliga West

Am Wochenende startet die Regionalliga ins Jahr. Die große Frage: Schafft das sportliche Flaggschiff des Fußballkreises Recklinghausen, der TuS Haltern am See, den Klassenerhalt?

Haltern

von Thomas Braucks

, 23.01.2020, 12:37 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mit diesen Vereinen kämpft der TuS Haltern um den Klassenerhalt in der Regionalliga West

Für die Jungs vom TuS Haltern geht es am Samstag wieder los. © Blanka Thieme-Dietel (A)

Am Samstag um 14 Uhr startet der TuS Haltern mit der Partie gegen Alemannia Aachen im Wattenscheider Lohrheidestadion ins neue Jahr.

Ein Blick auf die Tabelle bestätigt die Prognosen vieler Regionalliga-Kenner: Auf den Abstiegsrängen versammeln sich drei Aufsteiger, die „Feierabendfußballer“ von TuS Haltern, VfB Homberg, SV Bergisch Gladbach, sowie der SV Lippstadt, Aufsteiger 2018.

Platz 14, der sicher reicht, nimmt der Wuppertaler SV ein. Davor haben Fortuna Düsseldorfs U23 und Bonner SC bereits fünf Punkte Vorsprung auf die „billigen Plätze“. Das wahrscheinlichste Szenario: Die genannten Klubs aus dem Tabellenkeller spielen um Nichtabstiegsplatz 14. Was hat sich bei den gefährdeten Klubs im Winter getan?

• Wuppertaler SV

(14. Platz, 19 Spiele, 21:38 Tore, 17 Punkte)

In Wuppertal war in der Winterpause so viel Betrieb wie bei keinem anderen Regionalliga-Klub: Der Trainer (Pascal Bieler) ist neu, der Sportdirektor (Thomas Richter) ist neu. Und auch den Kader hat der WSV umgebaut.

Von der insolventen SG Wattenscheid 09 sind Torhüter Florian Kraft, Verteidiger, Tolga Cokkosan, Mittelfeldspieler Yannick Geisler und Angreifer Marwin Studtrucker gekommen, von Fortuna Köln außerdem Mittelfeldmann Ali Ceylan. Sportchef Richter: „Wir haben an Qualität gewonnen.“

• TuS Haltern

(15., 17 – 20:33 – 15)

Der TuS hat Spieler verabschiedet, denen der Aufwand zu groß war oder die sich nicht genug wertgeschätzt fühlten. Gekommen sind dafür aus Wattenscheid zwei gestandene Regionalliga-Spieler (Berkant Canbulut, Emre Yesilova) sowie aus Homberg und Herne zwei Kicker, die „heiß“ auf die Liga sind (Nurettin Kayaoglu, Enes Schick).

„Dass wir eine phänomenale Rückrunde spielen müssen, um die Klasse zu halten, ist klar“, sagt Trainer Magnus Niemöller. Die Chancen sind durch die personellen Korrekturen sicher gestiegen.

• VfB Homberg

(16., 19, 18:33, 15)

Der Aufsteiger hat sich im Verlauf der Hinserie gesteigert, 15 Punkte gesammelt und ist damit im Geschäft. Bemerkenswert: Homberg hat die Top-Klubs Verl (2.) und RWE (3.) geschlagen. An Selbstbewusstsein fehlt es in Duisburg offenbar nicht. Groß aufgerüstet hat der VfB in der Winterpause nicht: Mit Nicolas Hirschberger (20) ist ein Spieler aus Wattenscheid gekommen.

• SV Lippstadt 08

(17., 13 – 16:36 – 13)

Als einziger Aufsteiger hat der SVL in der Saison 18/19 den Klassenerhalt erkämpft. Vorzeitig. Im verflixten zweiten Jahr dürfte es eng werden. Lippstadt hat in der Winterpause nachgebessert. Gekommen sind zwei Spieler vom Tabellenzweiten Verl: Fabian Brosowski und Dardan Karimani. Außerdem geholt wurde aus Wattenscheid ein ehemaliger Zweiliga-Profi für die Innenverteidigung: Jonas Acquistapace (30), 69 Partien für den VfL Bochum. In Lippstadt ist man überzeugt: Da geht noch was.

• SV Bergisch Gladbach 08

(18., 20 – 13:48 – 11)

Auf dem Papier die schlechtesten Chancen hat Bergische Gladbach. Allerdings: Der Tabellen-18. hat Ende 2019 beim VfB Homberg gewonnen und gegen den 1. FC Köln II einen Zähler erkämpft. Ergebnisse, welche die Hoffnungen auf die Klasse lebendig halten.

Besondere Verpflichtungen gab‘s nicht. Mit Recep Kartal kam immerhin ein erfahrener „Sechser“, der in der Vergangenheit für den Bonner SC auch schon 14 Mal in der Regionalliga gespielt hat.

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