Nachträgliches Abschiedsspiel: Lippramsdorf trifft auf Hellekamps Heiden

dzFußball: Testspiel

Lippramsdorf empfängt im zweiten Testspiel seinen Ex-Trainer Michael Hellekamp mit dessen neuem Verein Viktoria Heiden. Der Landesligist hat am Wochenende aber ein personelles Problem.

Lippramsdorf

, 01.08.2020, 08:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das letzte Mal, dass Michael Hellekamp an der Seitenlinie des Lippramsdorfer Fußballplatzes stand, ist bereits mehr als fünf Monate her. Gegen den FC Nordkirchen setzte es für den LSV eine 1:4-Niederlage. Danach folgten noch drei Auswärtsspiele, ehe die Saison erst unterbrochen und dann abgebrochen wurde. Nun kehrt Michael Hellekamp an die Jahnstraße zurück - diesmal aber als Gegner des SV Lippramsdorf.

Das Spiel gegen seinen Ex-Trainer (Sonntag, 15 Uhr) möchte der SV Lippramsdorf nicht nur nutzen, um weiter Spielpraxis zu sammeln. Die Partie soll auch genutzt werden, um Michael Hellekamp zu verabschieden. „Michael hatte noch keine richtige Verabschiedung“, sagt Christian Brink, Fußballabteilungsleiter des LSV. Schon vor einiger Zeit, habe man im Verein gesagt, dass die Lippramsdorfer doch ein Testspiel gegen Viktoria Heiden machen könnten. „So können wir ihn jetzt noch mal richtig verabschieden“, freut sich Brink.

Hellekamps erstes Testspiel endete mit einem deutlichen 0:5

„Ich finde, das ist eine super Geste vom Verein“, sagt Michael Hellekamp. Von den LSV-Spielern konnte er sich bereits verabschieden, als es die Corona-Regeln wieder zuließen. Nun folgt der Abschied vom gesamten Verein.

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Während es für den LSV nach dem 2:2 gegen den SV Lembeck das zweite Testspiel sein wird, bestreitet Hellekamp mit Viktoria Heiden bereits das dritte, nachdem es in der vergangenen Woche gegen den ebenfalls in der Landesliga spielenden BW Dingden eine deutliche 0:5-Niederlage gab und Heiden am Freitagabend noch gegen den FC Kray getestet hat (Abpfiff nach Redaktionsschluss, Anm. d. Red.).

Das Spiel gegen Dingden „haben wir im Nachgang als gute Laufeinheit abgetan“, erzählt Michael Hellekamp. Dingden habe in der Sommerpause ordentlich aufgerüstet, teilweise mit Spielern aus höheren Spielklassen. Zudem müssen die Heidener und ihr neuer Trainer sich spielerisch noch aneinander gewöhnen. Menschlich passe es aber bereits, so der Ex-LSV-Trainer, der sowohl für das Spiel gegen Kray als auch gegen den SV Lippramsdorf nur etwa 13 Feldspieler zur Verfügung hat.

Lippramsdorf will mutig spielen

Besser sieht es da bei Hellekamps Nachfolger aus. Thomas Bartke wird mit hoher Wahrscheinlichkeit alle 15 Kaderplätze vollkriegen. „Das sieht im Moment ganz gut aus“, sagt der neue Coach. Der ein oder andere sei zwar angeschlagen, doch ernste Verletzungen gebe es derzeit nicht. Nachdem es zuletzt gegen einen Kreisligisten ging, erwartet Lippramsdorf mit Landesligist Heiden nun ein anderes Kaliber.

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„Ich denke, unsere Defensive wird noch mehr gefordert sein“, sagt Bartke, der mit seinem Team da weiter machen möchte, wo sie gegen Lembeck angefangen haben: Mutig spielen und im Angriff schnell die richtigen Entscheidungen treffen. „Daran wollen wir arbeiten“, so der Trainer.

Kontakt zwischen ihm und Michael Hellekamp gab es derweil noch nicht. „Ich wollte mir erst mal nur eigene Eindrücke machen“, erklärt Bartke, der sich aber sicher ist, dass es bald noch zu einem Austausch zwischen den beiden kommen wird. Vielleicht ja schon am Sonntag nach dem Spiel.

Der Eingang für die Zuschauer wird diesmal oben rechts am Kunstrasen sein. Besucher müssen ein Formular zur Datenerfassung ausfüllen. Dieses kann auch vorab auf der Internetseite des LSV heruntergeladen und ausgedruckt werden.
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