Leichtathletik: Vorfreude und Anspannung

SYTHEN Die Nachwuchs-Leichtathleten Janina Becker und Christoph Große-Gehling fiebern ihrem Trip zur Deutschen-Jugend-Meisterschaft in Berlin entgegen. Der Zug nach Berlin ist unterwegs - es wird ernst. Zusammen mit ihren Staffelkollegen vom SuS Olfen geht's von Hamm in die Hauptstadt. Und dann ins Olympiastadion.

von Von Dominik Möller

, 19.07.2008, 09:48 Uhr / Lesedauer: 2 min
Janina Becker fierbert ihrem ersten großen Wettkampf entegegen.

Janina Becker fierbert ihrem ersten großen Wettkampf entegegen.

Beide sind geständig. Sie sind aufgeregt. Mehr als nur ein bisschen. "Es ist eine Mischung aus Vorfreude und Anspannung", sagt Christoph Große-Gehling. Nach der DM in Nürnberg ist die Jugend-DM sein zweiter große Wettkampf in zwei Wochen. Das Training sei gut gelaufen sagt er - die Staffel sei fit. "Wird schon alles gut gehen", sagt er optimistisch. Am meisten freue er sich auf das Stadion - und die blaue Tartanbahn.

"Das wird ein einmaliges Erlebnis", so Große-Gehling. Er stapelt tief. Immerhin ist es sein zweiter großer Wettkampf innerhalb kürzester Zeit. Dass er nicht zum letzten Mal bei einer DM am Start ist, ist mehr als möglich.Feintuning auf der Tagesordnung Trainiert haben er und seine Staffelkollegen zuletzt in Olfen. Feintuning stand auf der Tagesordnung. "Außerdem hatte man so die Chance, sich ein wenig besser kennen zu lernen", sagt der 18-Jährige.

Und das Gemeinschaftsgefühl, um das es neben dem Training ging, sei wichtig. "Wir können nur als Team gut sein. Klar läuft jeder seine eigene Zeit, aber auf der Strecke muss die Harmonie einfach stimmen", erklärt Große-Gehling. Das Wir-Gefühl sei wichtig, und genau deshalb geht es auch gemeinsam nach Berlin.

Mit im Zug sitzt heute auch Janina Becker. Ihre Anspannung ist hörbar. Sie klingt nervös, ihre Stimme zittert. "Ich bin schon ein bisschen aufgeregt", sagt sie. Kein Wunder. Es ist ihr erster großer Wettkampf - in einem richtig, also richtig großen Stadion. Dass die Chancen auf eine vordere Platzierung tendenziell eher gering sind, interessiert sie nicht wirklich. "Dabei sein ist auch schon ganz schön cool", sagt sie. Christoph Große-Gehling stimmt ihr zu. "Dass wir was reißen können, ist unwahrscheinlich. Aber auf der blauen Bahn zu laufen, wird sicher phänomenal", so der 18-Jährige.Zug, Hotel, Olympiastadion Der Tagesablauf wird für beide straff geregelt sein. Nach ihrer Ankunft in Berlin geht's zum Hotel - im Anschluss wartet der erste Gang zum Olympiastadion.

Während sich Christoph schon am Sonntag wieder auf den Heimweg macht, bleibt Janina eine Nacht länger. "Wenn man schon mal in Berlin ist", sagt sie. Sie lacht. Im Anschluss geht's für das Staffel-Küken in den Urlaub. "Nach Mecklenburg-Vorpommern", verrät Becker. Aber nicht, ohne Berlin anständig Adieu gesagt zu haben. Denn die DM ist schnell vorbei - aber die Erinnerung bleibt.

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