Laufen: 161,85km für Berndstrotmann

SYTHEN Karl Berndstrotmann ist einer der Läufer, den immer wieder das Extreme reizt. Am Wochenende startete der Sythener Ultralangstreckler beim 24-Stundenlauf in Delmenhorst.

von Von Franz-Josef Sträter

, 08.07.2008, 12:27 Uhr / Lesedauer: 1 min
Karl Berndstrotmann kämpfte in Delmenhorst 24 Stunden gegen sich und die Delmenhorster Strecke.

Karl Berndstrotmann kämpfte in Delmenhorst 24 Stunden gegen sich und die Delmenhorster Strecke.

Sein Ziel war es, DM-Atmosphäre zu schnuppern. Im kommenden Jahr wird die Deutsche meisterschaft der Ultralangstrecjkler ebenfalls in Delmenhorst ausgetragen. Das 24-Stunden-Rennen war quasi ein erster Testlauf für Berndstrotmann.

Die Veranstalter hatten sich alle Mühe gegeben, eine beeindruckende Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Karl Berndstrotmann, der bereits Erfahrungen bei 24-Stundenläufen gesammelt hatte, war erstaunt um das große Spektakel  rund um die 1,3 km lange Runde. Viele Bands an der Strecke und zahlreiche Staffeln sorgten neben den 80 Einzelläufern für einen spektakulären Rahmen.

Unruhe auf der Strecke

Bei aller Begeisterung für die tolle Stimmung an der Strecke brachten die vielen Teilnehmer doch eine Menge Unruhe auf die Strecke. Daher konnte Karl Berndstrotmann nur schwer seinen Rhythmus finden.

Nach 100 km hatte er seinen ersten großen Tiefpunkt und dachte schon an Aufgabe. Nach einer etwas längeren Laufpause, in der er erst einmal Verpflegung zu sich nahm, entschied er sich doch weiterzulaufen.

Ihm fehlte nach der Pause allerdings der notwendige Biss, um noch mehr Kilometer zurückzulegen. Als am Sonntagmittag um 120 Uhr der Glockenschlag das Ende dieser 24 Stunden von Delmenhorst schlug, hatte Karl Berndstrotmann immer noch respektable 161,85 km zurückgelegt, die in der Endabrechnung in der Altersklasse M 50 Platz zwei und im Gesamteinlauf Platz zehn bedeuteten.

Schwülwarm, nur wenig lauffreundlich

Eigentlich hatte sich der TuSler mehr erhofft, aber schon die schwülwarmen Bedingungen beim Start am Samstagmittag um 12 Uhr waren alles andere als lauffreundlich – und halbwegs erträglich wurde es erst am späten Samstagabend.

„Wir mussten Unmengen an Flüssigkeit aufnehmen, richtig schön war es in der Nacht bis zum Sonnenaufgang“, so Karl Berndstrotmann nach seiner Rückkehr von diesem Extremlauf aus Delmenhorst.

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