Junge Halternerin qualifiziert sich für Deutsche Meisterschaft in Leipzig

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Für Deutschlands Top-Athleten geht es am 22. und 23. Februar bei den Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften in Leipzig um die Meistertitel. Auch eine Halternerin geht an den Start.

Haltern

, 05.02.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Athletinnen und Athleten können sich bei den Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften 2020 in Leipzig (22./23. Februar) auf eine tolle Stimmung freuen. Die Veranstaltung ist nahezu ausverkauft. Insgesamt kämpfen rund 450 Sportler um die Meistertitel, darunter auch eine junge Frau aus Haltern am See.

Lara Predki hat sich für die Hallen-DM qualifiziert und wird in ihrer Paradedisziplin, dem Lauf über 1500 Metern, antreten. „Ich freue mich tierisch auf den Wettbewerb, werde mein Bestes geben und hoffe, es ins Finale zu schaffen“, sagt sie.

Kein Selbstläufer

Das sie dabei sein darf, ist der Verdienst harter Arbeit. In den letzten drei Jahren habe sie intensiv auf dieses Ziel hingearbeitet, erzählt die Läuferin. Bis zu 12 Einheiten pro Woche standen auf dem Programm. Konditions- und Intervallläufe, Kraftübungen, Regenrationstraining - der Sport bestimmt den Alltag der 28-Jährigen. „Das war kein Selbstläufer. Ich bin umso erfreuter, dass es nun mit der Qualifikation geklappt hat.“

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Die DM-Norm von 4:37,00 Min. packte die Athletin, die für die Lünerburger SV startet, am 25. Januar bei einem Wettkampf in der Dortmunder Westfalenhalle. Dort gelang ihr mit einer Zeit von 4:35,59 Min. sogar eine neue persönliche Bestleistung. „Das war ein schönes Gefühl. Zumal ich erst kurzfristig entschlossen hatte, dort an den Start zu gehen.“ Sie sei an dem Wochenende für einen Heimatbesuch bei ihrer Mutter in Haltern gewesen, erzählt sie. Der Wettkampf in Dortmund habe sich „dann einfach angeboten“. „Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, denn an diesem Tag hat einfach alles gepasst.“

Bei den Niedersächsischen Landesmeisterschaften in Hannover eine Woche zuvor holte sie den Meistertitel. Dort stand am Ende eine Zeit von 4:41,17 Min. auf der Anzeigetafel. In Dortmund lief sie nun also fast sechs Sekunden schneller. Am vergangenen Wochenende ist sie bei den Norddeutschen Meisterschaften in Hannover über 1500m in 4:37,31 und über 3000m in 10:05,97 ebenfalls Erste geworden. Damit hat sie das Double perfekt gemacht.

Nachhaltigkeitswissenschaftlerin

Leichtathletik sei ihre große Leidenschaft. „Schon als Kind und Jugendliche war ich in der LG Haltern aktiv“, sagt sie. Für ihr Studium ist sie dann jedoch nach Lüneburg gezogen, wo sie heute auch zusammen mit ihrem Freund lebt.

An der Leuphana Universität Lüneburg arbeitet die Halternerin als Nachhaltigkeitswissenschaftlerin. „Die Nach­hal­tig­keits­for­schung zählt zu den wich­tigs­ten Hand­lungs­fel­dern auf dem Weg zur Ent­wick­lung ei­ner nach­hal­ti­gen Zi­vil­ge­sell­schaft im 21. Jahr­hun­dert“, erklärt sie. „Auf­grund der kom­ple­xen Wir­kungs­zu­sam­menhänge müssen Lösun­gen für Nach­hal­tig­keits­pro­ble­me ge­mein­sam er­ar­bei­tet und um­ge­setzt wer­den.“

Der Sport sei der perfekte Ausgleich zum Arbeitsalltag. Und das die 28-Jährige ein echtes Kämpferherz besitzt, hat sie in der Vergangenheit schon unter Beweis gestellt. Im August nahm sie bereits an den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Berlin teil - über 3000 Meter Hindernis. Sie stürzte in der vorletzten Runde an einem Hindernis, lief das Rennen unter dem Jubel der Zuschauer dennoch zu Ende.

Ihre Chancen in Leipzig schätzt sie realistisch ein: „Ein Platz auf dem Treppchen wird es sicher nicht werden, aber vielleicht gelingt es mir, meine neue persönliche Bestzeit noch einmal zu unterbieten. Ich werde kämpfen und freue mich auf eine tolle Kulisse in Leipzig.“

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