Längere Pause für Ex-Halterner Oberwahrenbrock - „Das ist mal ganz angenehm“

dzFußball

Seit seinem Wechsel nach Bayern konnte Ex-TuS-Spieler Tim Oberwahrenbrock erst drei Ligaspiele bestreiten. Nun gibt es die nächste Pause, weil der Verband auf die aktuelle Lage reagiert hat.

Haltern

, 09.11.2020, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nachdem er im Sommer 2019 von RW Ahlen zum TuS Haltern am See gewechselt war, zog es Tim Oberwahrenbrock (30) in diesem Sommer nach Süddeutschland in die Bayernliga Süd. Dort wird der Recklinghäuser so schnell aber kein Spiel mehr machen - der dortige Verband hat auf die Corona-Pandemie reagiert.

Am ersten Tag des deutschlandweiten Lockdowns hatten die Verantwortlichen des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) entschieden, dass in diesem Jahr in ihrem Gebiet kein Fußballspiel mehr stattfinden wird. Der Verband begründete das mit der Vorlaufzeit von zumindest zwei Wochen, um sich auf die Wiederaufnahme des Spielbetriebs vorzubereiten.

Es mache aber keinen Sinn, Mitte Dezember wieder zu starten, „wo vielerorts witterungsbedingt Spiele quasi schon unmöglich sind“. Außerdem wisse man gar nicht, wie sich die Zahl der Corona-Infektionen nach dem Lockdown entwickelt.

Tim Oberwahrenbrock machte bislang drei Ligaspiele für Pipinsried

Für die Fußballspieler in Bayern ist eine solche Unterbrechung nichts Neues. Als einziger Verband hatte sich der BFV im Sommer entschieden, die Spielzeit 2019/20 nicht abzubrechen, sondern im Herbst weiterzuspielen. Lange ging das letztendlich nicht gut. Drei Mal spielte Ex-TuS-Torwart Tim Oberwahrenbrock mit seinem neuen Verein, dem FC Pipinsried, in der fünfthöchsten Spielklasse.

Ein Spiel wurde aufgrund zweier Corona-Verdachtsfälle beim Gegner abgesagt, ein weiteres Spiel sagte der FC Pipinsried ab, da gegen den TSV 1880 Wasserburg beim letzten Mal rund 1800 Zuschauer dabei waren und diesmal nur einige wenige erlaubt gewesen wären. Die Partie hätte am 31. Oktober stattfinden sollen - in Westfalen ruhte da der Spielbetrieb sogar bereits.

Jetzt lesen

Generell habe es in Bayern noch nicht ganz so viele Spielabsagen wie beispielsweise im Ruhrgebiet gegeben, sagt Oberwahrenbrock. „Das war eigentlich noch im Rahmen“, erklärt er. Dennoch ruht die Saison jetzt wieder. In diesem Jahr hätten aber ohnehin nur noch ein Ligaspiel sowie zwei Partien in verschiedenen Pokalwettbewerben angestanden, so der Torhüter.

Nun heißt es für ihn und die anderen Spieler des FC Pipinsried erst mal, sich individuell zuhause fit zu halten. Sofern das dann möglich sein sollte, werde wahrscheinlich Anfang Januar wieder ins Training eingestiegen.

„Da hätten wir drei Stunden spielen können und hätten kein Tor gemacht“

Somit hat Oberwahrenbrock, der in der vergangenen Saison für den TuS Haltern am See elf Mal in der Regionalliga West zwischen den Pfosten stand, nun zwei Monate Pause vom Mannschaftssport. „Das ist eigentlich auch mal ganz angenehm“, sagt er. Beispielsweise müsse er sich in den kommenden Wochen nach der Arbeit „nicht mehr so abhetzen“, um schnell zum Training zu kommen.

Wenn es dann im Jahr 2021 wieder los geht, könnte der 30-Jährige schnell großen Grund zum Jubeln haben. Denn „du bist ja eh zu 99,9 Prozent aufgestiegen“, sagt er. 19 Punkte Vorsprung hat der FC Pipinsried als Tabellenführer derzeit auf den FC Deisenhofen, der auf Platz zwei steht. Acht Partien sind noch zu spielen, 24 Punkte noch zu holen.

Jetzt lesen

Pipinsried hätte dem Aufstieg jedoch schon noch näher sein können. Doch gegen den Drittletzten, den SV Pullach, gab es ein 0:1 - die erste Niederlage der Saison. Das Gegentor kassierte Oberwahrenbrock dabei schon in der dritten Minute. Danach sei es nur auf das Tor des Gegners gegangen, erzählt er.

Doch ein Treffer wollte dem FC Pipinsried einfach nicht gelingen. „Da hätten wir auch drei Stunden spielen können und hätten kein Tor gemacht.“ Trotz der Niederlage mag wohl niemand daran zweifeln, dass die Pipinsrieder in der kommenden Spielzeit in der Reegionalliga spielen werden.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt