"Kampf, Leidenschaft und Härte": Romario Wiesweg glaubt an Überraschung beim Spitzenreiter

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Bereits vor rund einem halben Jahr trafen der TuS Haltern und der SV Rödinghausen aufeinander. Eine Hauptrolle im Westfalenpokal-Halbfinale damals spielte Romario Wiesweg. Er erinnert sich.

von Niklas Berkel

Haltern

, 13.09.2019, 05:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit einem Bein standen die Fußballer des TuS Haltern vor einem halben Jahr im Finale des Westfalenpokals. Ein Pokalsieg hätte die Endrunde am DFB-Pokal bedeutet. Gegen den Regionalligisten SV Rödinghausen war der damalige Oberligist im Halbfinale lange Zeit auf Augenhöhe, teilweise gar besser. Ab der 65. Minute spielte Haltern in Überzahl. Doch dann sah TuS-Spieler Romario Wiesweg in der 83. Minute ebenfalls einen Platzverweis. Das Spiel ging beim Stand von 0:0 in die Verlängerung. Rödinghausen behielt am Ende mit 3:0 die Oberhand.

"Das Spiel blieb mir positiv wie negativ in Erinnerung", sagt Wiesweg jetzt, rund ein halbes Jahr später. "Unsere Leistung war damals richtig gut, mein Platzverweis bleibt aber leider im Hinterkopf." Zumal es laut eigener Aussage der erste in Wieswegs Karriere war. "Und dann gleich so ein bitterer."

Wege kreuzen sich erneut - unter vergleichbaren Bedingungen

Am Samstag kreuzen sich die Wege des TuS und von Rödinghausen erneut. Doch diesmal nicht im Pokal, sondern in der Regionalliga. Die Vorzeichen jedoch sind vergleichbar. Der TuS geht als Aufsteiger als klarer Underdog in das Spiel gegen den Tabellenführer. "Ich habe schon oft gegen Rödinghausen gespielt", sagt Wiesweg. "Ob gegen die erste Mannschaft oder die Reserve. Möglich ist immer etwas."

"Diesmal müssen sie zu uns, in die Stauseekampfbahn. Da haben wir schon den einen oder anderen Gegner überrascht."
Romario Wiesweg, Spieler TuS Haltern

Was Wiesweg positiv stimmt, ist einserseits die gute Leistung aus dem Pokalspiel von vor einem halben Jahr und andererseits die Tatsache, dass Rödinghausen diesmal nach Haltern muss. Damals hatte der TuS an einem Freitagabend die lange Anreise in den Knochen. "Diesmal müssen sie zu uns, in die Stauseekampfbahn", sagt Wiesweg. "Da haben wir schon den einen oder anderen Gegner überrascht." In zwei Spielen in der Regionalliga in der Staussekampfbahn ist der TuS noch ohne Niederlage. Gegen die Reserve des Bundesligisten Fortuna Düsseldorf gewannen die Halterner mit 2:0, gegen die Reserve von Borussia Dortmund holten die Halternern trotz 1:2-Rückstand noch ein 2:2-Unentschieden.

Grundtugenden als Stärke

Die Stärken der Halterner sieht der 24-jährige Innenverteidiger in der mannschaftlichen Geschlossenheit. "Wir wissen, was wir können", sagt er. Und das ist "Kampf, Leidenschaft und Härte". Dass viele Gegner in der Regionalliga bereits unter Profibedingungen arbeiten, die Spieler des TuS aber noch arbeiten gehen müssen, sieht Wiesweg nicht als Nachteil. Im Gegenteil: "Das ist unsere größte Stärke: Wir wissen, dass wir deshalb in jedem Spiel alles reinwerfen müssen. Unser Kampfgeist ist unser Trumpf."

Den bekam Rödinghausen im Pokalspiel bereits einmal zu spüren, als der TuS nur knapp an einer Überraschung scheiterte. Warum sollte die Revanche jetzt nicht möglich sein?

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