„Jetzt bekomme ich das um die Ohren“: Onnebrink und Flaesheim passen das Saisonziel an

dzFußball: Kreisliga

„Da bist du macht- und hilflos“, sagt Flaesheims Trainer Onnebrink. Erneut kassierte sein Team spät ein Gegentor und steht auf Rang zwölf - eigentlich hatten die Flaesheimer andere Ziele.

Flaesheim

, 15.10.2019, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wieder kassierten die Kreisliga-Fußballer des SuS Concordia Flaesheim kurz vor Schuss einen Treffer: In der zweiten Minute der Nachspielzeit traf Genclikspor Recklinghausen zum 1:1. Gegen Hochlar 28 fiel der Ausgleich sogar noch zwei Minuten später (1:1/90.+4).

„Das ist alles extremst bitter“, sagt Michael Onnebrink, Trainer der Flaesheimer. „Da bist du macht- und hilflos.“ Am Sonntag fiel der Ausgleich nach einem Elfmeter. „Den kann man schon pfeifen“, erklärt er. Sein Gegenüber sah es ähnlich: „Den Elfmeter kann man geben, muss man aber nicht“, sagte Yakup Köse, Spielertrainer der Recklinghäuser. Doch es sei wie so häufig in solchen Situationen. „Wenn du unten in der Tabelle stehst, bekommst du die Entscheidungen gegen dich gepfiffen“, sagt Onnebrink. Mit neun Punkten liegt sein Team auf Rang zwölf.

„Das gehört dazu“

Und dabei war er mit seinem Team damals in die Saison gestartet, um mindestens oben in der Kreisliga A mitzuspielen. „Ich habe gesagt, wir wollen ganz oben mit dabei sein, das bekomme ich jetzt um die Ohren“, erklärt Onnebrink. Jetzt müsse er die Aussage relativieren. „Das gehört dazu“, sagt er. „Nach insgesamt 26 Spielen ungeschlagen und einem dritten und einem zweiten Platz kann ich nicht sagen, dass ich mit Platz acht zufrieden bin.“ Nun gelte es für die Flaesheimer, das beste aus der Saison zu machen. „Wären wir komplett geblieben, wäre es ein realistisches Ziel gewesen“, sagt Onnebrink.

Denn seit dem Ende der Stadtmeisterschaft - Flaesheim setzte sich beim Turnier in der eigenen Haardkampfbahn vor dem Saisonstart durch - muss das Team von Onnebrink immer wieder neue Ausfälle verkraften. Für kommenden Sonntag müsse der Trainer nun Mario Alkemper und Daniel Große-Puppendahl reaktivieren.

„Zudem spielen wir aktuell ohne Sturm. Der angeschlagene Thomas Fritzsche ist unser einstiger Stürmer“, sagt Onnebrink. „Mit Tim Bonka und Lucas Mann fehlen uns ja gefühlt 50 Tore.“

„Die Jungs machen das gut“

Für die Flaesheimer sei es extrem schwer, Sonntag für Sonntag acht bis zehn Leute zu ersetzen. „Die Jungs auf dem Platz machen das gut, aber auch ihnen sind Grenzen gesetzt“, sagt der Trainer.

Denn trotz der mageren Punkteausbeute sei die Stimmung in der Mannschaft „absolut top“. Bis auf das Spiel gegen RW Erkenschwick (2:5), das Onnebrink auch heute noch als desolat beschreibt, stimme die Einstellung bei seiner Mannschaft.

„Die Einstellung der Jungs gibt mir Mut, dass wir da wieder herauskommen“, sagt der Trainer. „Das geht nur mit Ruhe und Zusammenhalt. Ich kann mir keine Spieler backen.“ Und auch für Yakup Köse, den Trainer der Recklinghäuser, ist klar: „Sie gehören eigentlich nicht da unten hin.“

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