HSC Haltern-Sythen hat viele Fragezeichen zu beantworten

dzHandball

Ob die Kaderplanung oder die Planung der Vorbereitung: Der Handball-Oberligist HSC Haltern-Sythen hat derzeit noch viele Fragezeichen offen.

Haltern

, 16.05.2020, 16:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Einige Abgänge musste der HSC Haltern-Sythen, Handball-Oberligist, bereits bekanntgeben. Neuzugänge hat er noch keine. Insgesamt ist die Planung in Zeiten der Coronavirus-Pause schwierig für den Verein.

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„Die nächste Saison wird viel, viel schwieriger als die abgelaufene“, sagt HSC-Trainer Gerard Siggemann. Er sagt das nicht nur, weil das zweite Jahr eines Aufsteigers bekanntlich das schwerste sei. Viel mehr nennt er Gründe, die zwangsläufig mit den Veränderungen durch das Coronavirus einhergehen.

Da es keine Absteiger geben wird, werden die Ligen aufgestockt. Siggemann erwartet 16 Mannschaften in der Liga. „Ich denke, vier werden absteigen. Wohl eher fünf, weil Teams aus Westfalen aus der 3. Liga absteigen werden.“ Das bedeutet: Der HSC müsste mindestens Platz zwölf, wenn nicht gar elf belegen, um sicher zu sein.

Mehrere Abgänge beim HSC

Dazu kommt, dass mit Nick Andersen und Henning Schrief bereits zwei wichtige Spieler den Verein verlassen. Das aufzufangen ist bereits Herausforderung genug für die Halterner. Zusätzlich zu den beiden verlässt auch Alex Mazur den HSC. Er wechselt zu Brambauer. Mazur war zwar lediglich Stand-By-Spieler im Oberliga-Kader, „dafür aber trotzdem ein ganz wichtiger Spieler, der einen großen Anteil an unserer Saison hatte“, so Siggemann.

Mit Tim Strotmann und Philipp Schrief stehen zudem zwei Spieler im Kader, die ihr Studium beendet haben. „Wie es bei denen beruflich weitergeht, wissen sie auch noch nicht. Auch sie könnten also auf der Kippe stehen“, sagt der Trainer.

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Demgegenüber steht bislang kein einziger Neuer. „Wir waren auf der Suche nach einem Rechtsaußen und einem Kreisläufer“, sagt Teammanager Christian Berse. Die Suche liege aber derzeit auf Eis. „Wir können nichts Konkretes aufgrund der Pause sagen“, so Berse. Lose Gespräche würden zwar weiterhin geführt, mehr aber auch nicht.

Mittlerweile haben sich auch fast alle Spieler zu einem Verein bekannt. „Zu diesem Zeitpunkt ist es verdammt schwierig, Spieler zu finden, die noch keinem Verein ihre Zusage gegeben haben“, sagt der Teammanager. Einziger „Neuzugang“ bleibt vorerst Tobias Spiekermann. Der A-Jugend-Spieler, Sohn von Gregor Spiekermann und Bruder von David, soll die Vorbereitung mitmachen.

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Den Kader aufstocken wollen die Halterner auch mit Spielern aus der Reserve. „Da sind wir gut aufgestellt“, sagt Berse. Das sieht auch Siggemann so. „Da haben wir zum Beispiel Peer Kuhlbrodt, der auch auf Rechtsaußen spielen kann. Klar ist aber auch, dass wir ihn körperlich nicht überlasten dürfen.“

Studenten kommen meist erst spät

Kuhlbrodt ist Student in Münster und schloss sich im vergangenen Jahr recht spät dem HSC an. Auf solch einen Transfer hoffen sie erneut in Haltern. Mit Kuhlbrodt sind die Verantwortlichen mehr als zufrieden. Deswegen wollen sie auch nicht jammern, wenn sie über die Schwere der Kaderplanung in dieser außergewöhnlichen Zeit sprechen. „Unverhofft kommen wie Peer ja auch mal immer wieder Spieler dazu. Studenten beispielsweise, die spät in Münster unterkommen“, so Siggemann. Zwei, drei Namen habe der HSC zudem auf der Liste. „Da behalten wir aber stillschweigen“, erklärt der Trainer.

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Ähnlich schwierig wie die Kaderplanung verhält sich zudem die Planung der Vorbereitung. „Wann können wir wieder in die Halle? Wann sind Zweikämpfe wieder erlaubt? Wann können wir uns spezifisch vorbereiten?“ All diese Fragen beschäftigen Siggemann. Freundschaftsspiele hätte er gerne ab August. „Aber wir müssen davor mindestens vier bis sechs Wochen trainiert haben können, sonst funktioniert das aufgrund der Belastung nicht.“

Jammern wollen sie aufgrund der Einschränkungen und Schwierigkeiten aber nicht beim HSC. „Alle haben die gleichen Voraussetzungen, was das betrifft“, so Siggemann. „Also auch die gleichen Probleme.“

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