Halterns Fußballer gehen mit unterschiedlichen Vorgaben auf den Platz

dzFußball

Seit einer Woche dürfen Fußballer wieder mit Zweikämpfen spielen. Halterns Vereine haben unterschiedliche Konzepte ausgearbeitet, wie sie ihren Mitgliedern erlauben, wieder zu spielen.

Haltern, Lippramsdorf, Flaesheim

, 05.06.2020, 18:05 Uhr / Lesedauer: 3 min

Seit einer Woche dürfen Fußballer in Nordrhein-Westfalen wieder Zweikämpfe gegeneinander führen. Voraussetzung dafür ist, dass maximal zehn Spieler gegeneinander spielen und diese nicht ausgetauscht werden. Die Vereine in Haltern gehen mit dieser neuen Regelung unterschiedlich um. Vor allem der SV Lippramsdorf hält sich noch zurück.

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Ähnlich wie es der HSC Haltern-Sythen gemacht hat, hat auch der Fußball-Bezirksligist SV Lippramsdorf ein umfassendes Hygienekonzept ausgearbeitet. Das besagt vor allem, dass beim LSV noch ohne Körperkontakt trainiert wird. Der Verein halte sich damit an die Empfehlungen des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Nordrhein-Westfalen (FLVW), sagt Vorsitzender Josef Teltrop.

LSV will kein Risiko eingehen

Ab Montag wird also in Lippramsdorf wieder trainiert. Auf die Frage, warum der der Bezirksligist erstmal die vorsichtigere Variante wählt, antwortet Teltrop: „Wir wollen da kein Risiko eingehen. Wenn wir 14 bis 21 Tage gute Erfahrungen sammeln, können wir überlegen, das zu lockern.“ Jetzt will der LSV seine Spieler aber erstmal nur wieder an den Ball bekommen.

Die Sicherheit gehe vor. „Lieber das verringerte Angebot, als die Erfahrung, dass der Start mit Kontaktsport zu früh war“, so Teltrop. Lippramsdorf will - so gut es geht - Sicherheit garantieren, auch wenn der Vorsitzende weiß, „dass wir die Gefahr einer Infektion nicht ganz ausschließen können“.

ETuS hat ebenfalls ein großes Konzept - aber mit Zweikämpfen

Ganz so rabiat gehen die anderen Halterner Fußballvereine nicht auf den Platz. Auch der ETuS Haltern hat ein umfassendes Hygienekonzept entwickelt. Allerdings wird beim A-Kreisliga-Aufsteiger wieder mit Kontakt gespielt, erstmals soll das am Sonntag wieder der Fall sein.

Auf drei Feldern bieten die Eisenbahner Platz für 30 Spieler, die in drei Zehnergruppen aufgeteilt und nicht gewechselt werden dürfen. „Marco Jünnemann hat da ein super Konzept ausgearbeitet“, lobt ETuS-Trainer Thomas Schaffrinna. Der Coach hatte direkt 18 Zusagen aus der ersten Mannschaft, zusammen mit zwölf A-Jugendlichen, die zur neuen Saison Senioren werden, sind die Kapazitäten bereits voll.

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Was dafür beim LSV wieder geht, beim ETuS aber noch nicht, ist, dass auch andere Mannschaften als die Erste wieder auf den Platz können. „Der Aufwand für das Konzept ist einfach zu hoch, als dass wir auch die Zweite wieder trainieren lassen“, sagt Marco Jünnemann, Sportlicher Leiter Seniorenfußball beim ETuS.

In Lippramsdorf dürfen alle Teams wieder spielen - nur halt nicht gleichzeitig. Im Konzept des LSV heißt es: „Wenn zwei Mannschaften am gleichen Tag das Training abhalten wollen, ist der Trainingsbeginn und das Trainingsende um 30 Minuten versetzt anzusetzen.“

Fünfergruppen pro Platzhälfte stehen Zehnergruppen gegenüber

In Lippramsdorf müssen die Spieler umgezogen zum Platz kommen. Die Kabinen sind noch geschlossen In jedem Spieler fest zugewiesenen Feldern dürfen sie lediglich die Schuhe wechseln und ihre Trinkflasche abstellen. Ein Mund-Nasen-Schutz muss solange aufbehalten werden, bis das kontaktlose Training in Fünfergruppen pro Platzhälfte startet.

Entgegen der Erlaubnis des Landes NRW haben auch die Eisenbahner noch alle Kabinen geschlossen. „Die Spieler müssen umgezogen und mit Maske kommen und dürfen nach dem Training nicht duschen gehen“, sagt Jünnemann. Die Stadt Haltern hat ihr O.K. für beide Konzepte, also das des LSV und das des ETuS, mittlerweile erteilt.

Mittlerweile auch wieder auf dem Platz war der TuS Haltern um Team-A-Trainer Timo Ostdorf. Am Donnerstagabend stand das Team das erste Mal wieder auf dem Rasen. Beim TuS wurde ebenfalls in Zehnergruppen mit Kontakt trainiert, so wie es beim ETuS auch erlaubt sein wird.

„Unter Rücksicht auf die Vorgaben ein bisschen kicken“

Ähnlich wird es auch Concordia Flaesheim handhaben. „Wir wollen unter Rücksicht auf die Vorgaben ein bisschen kicken“, sagt Trainer Michael Onnebrink. Der Trainer des Fußball-A-Kreisligisten ist immer noch der Meinung, dass „wir die Situation nicht unterschätzen dürfen“. Dass es mittlerweile aber ein paar Lockerungen gegeben hat, findet er für seine Spieler eine gute Sache. „Wir werden dann auch fünf-gegen-fünf spielen, ohne die Gruppen natürlich durchzumischen.“

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Halterns Fußballer gehen unterschiedlich mit der Situation und den Regeln des Landes und des Verbandes um. Was sie alle eint, ist, dass sie unisono betonen, dass Vorsicht weiterhin geboten ist.

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