„Haben ihn aus der Versenkung geholt“: Ein alter Bekannter ist zurück beim HSC

dzHandball: Oberliga

Der HSC Haltern-Sythen setzte im Spiel gegen Rödinghausen auf den Überraschungseffekt: Ohne Ankündigung stand ein alter Bekannter im Kader der Halterner. Und traf gleich fünf Mal.

Haltern

, 29.10.2019, 07:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer am Samstag das Duell der Oberliga-Handballer des HSC Haltern-Sythen gegen Rödinghausen (33:24) verfolgte, wird sich vielleicht verwundert die Augen gerieben haben. Denn ein alter Bekannter lief im Trikot der Halterner auf. „Wir haben den Neuzugang bewusst nicht veröffentlicht und wollten den Überraschungseffekt nutzen“, erklärt Halterns Teammanger Christian Berse. „Er trainiert schon seit vier bis fünf Wochen bei uns mit.“

Vor ungefähr vier Jahren trug Alex Mazur zum bis dato letzten Mal das Trikot des HSC. Danach folgten zwei Jahre bei Eintracht Hagen - dort zählte der 27-Jährige auch zum Kader der Mannschaft in der 2. Liga - und zwei Jahre beim OSC Dortmund in der Verbandsliga. So stand Mazur in der vergangenen Saison noch auf der Seite der Dortmunder in der Sporthalle am Schulzentrum. Am Samstagabend traf er gleich fünf Mal für das Team von Trainer Gerard Siggemann.

„Den haben wir aus der Versenkung geholt“, sagte Siggemann nach dem Spiel am Samstagabend. „Und war direkt vorne ein wichtiger Faktor.“

„Grundsätzlich hatte ich eigentlich pausiert“

„Grundsätzlich hatte ich eigentlich pausiert. Da war ich auch gar nicht böse drum“, erklärt Mazur. Nach dem Abschluss seines dualen Studiums bei der Stadt Dortmund wollte er den Fokus ganz auf die Arbeit legen. „Eigentlich wollte ich auch noch ein Masterstudium nebenberuflich dranhängen, aber das hat sich um ein Jahr verschoben“, erklärt der Neuzugang des HSC.

„Haben ihn aus der Versenkung geholt“: Ein alter Bekannter ist zurück beim HSC

Alex Mazur (v.) kehrt nach rund vier Jahren wieder zum HSC zurück. © Foto: Werner Schulte-Lünzum

„Wir haben Handlungsbedarf gesehen, weil uns Henning Schrief kurzfristig beruflich von der Fahne gegangen ist“, sagte Teammanger Berse. Doch während der laufenden Saison sei es nicht einfach, Alternativen zu finden. „Im Vorstand haben wir Ideen gesammelt“, erklärt Berse. „Da fiel auch der Name von Alex. Und auch wenn er beruflich relativ eingespannt ist, war er nicht abgeneigt.“

„Viel Überredungskunst war nicht erforderlich“, sagt Mazur. „Ich finde es cool, dass sie an mich gedacht haben.“ Einen Großteil der Mannschaft - zum Beispiel Daniel Lüger, Julian Schrief, Harald Scherer oder Lukas Schulte-Lünzum - kenne er noch von früher. „Eigentlich hätte ich nicht gedacht, dass ich noch einmal nach Haltern zurückkehre“, sagt Mazur.

„Mit Gerard komme ich gut klar“

Doch nun ist er da und unterstützt das Team von Siggemann am Kreis. „Mit Gerard komme ich gut klar“, sagt der Neuzugang. So erkläre der Trainer alles ruhig und sachlich. „Mit seiner A-Lizenz hat er eine besondere Erfahrung“, sagt Mazur. „Er lebt für den Sport.“ Zusammen mit Siggemann bildet der Kreisläufer aus Dortmund eine Fahrgemeinschaft.

„Haben ihn aus der Versenkung geholt“: Ein alter Bekannter ist zurück beim HSC

Alex Mazur (r.) trug in der vergangenen Saison noch das Trikot des OSC Dortmund. © Peter Ludewig

Mit 27 Jahren ist Mazur der älteste Feldspieler. „Auch wenn ich ein bisschen skeptisch war, haben mir die ganzen Kollegen den Einstieg erleichtert“, sagt Mazur. „Und auch, wenn das ein bisschen übertrieben klingt, war es fast so, als wäre ich nie weggewesen.“

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