Fußball: Deitermann ist Feuer und Flamme

HALTERN Patrick Deitermann ist eine Institution im Jugendbereich des TuS Haltern. Voller Inbrunst hat er den Fußball-Nachwuchs geschult – aber sein Engagement endet. Er sucht eine neue Herausforderung. Und hat sie bereits gefunden. Von den Jugendlichen des TuS wechselt er zu den U 17-Mädels von Concordia Flaesheim. Ein Porträt.

von Von Dominik Möller

, 02.07.2008, 17:42 Uhr / Lesedauer: 2 min
Im Siegestaumel mit seiner Mannschaft: Patrick Deitermann (weißes T-Shirt, M.).

Im Siegestaumel mit seiner Mannschaft: Patrick Deitermann (weißes T-Shirt, M.).

Seine Trainer-Karriere startete er als A-Junior. Der damals 18-Jährige war gefragt worden, ob er als Aushilfe einspringen könne. Aus der Aushilfstätigkeit an der Seitenlinie wurde schnell ein Fulltime-Job. Einer, der Spaß machte. Und macht.

„Anfangs hab ich ein wenig mit mir gerungen“, gibt Deitermann zu. Allerdings sei er schnell von den damaligen E-Junioren und deren Begeisterung infiziert worden. „Die Jungs haben mich angesteckt. Ich war fast sofort Feuer und Flamme“, sagt der 29-Jährige.

Ausgereiztes Know-How

Zu Beginn war Uli Scheipers an der Seite des Nachwuchs-Trainers. Doch als die Knirpse ein gewisses Alter erreicht hatten (C-Junioren), zog sich Scheipers zurück. „Er hat gesagt, sein Know-How wäre ausgereizt“, erzählt Deitermann. Er blickt gerne auf die Jahre an der Seite von Scheipers zurück. „Es waren erfolgreiche Jahre, die wir miteinander erlebt haben“, so Deitermann – aber er respektierte den Rückzug seines Lehrmeisters. Was blieb ihm auch übrig.

Danach schlug sich Deitermann an der Seite von Albertino Pinto durch, begleitete seine Jahrgänge (88 und 89) bis zum Ende ihrer Junioren-Laufbahn. „Ich hatte aber auch viel Glück“, sagt der Heilerziehungspfleger und ergänzt: „Ich konnte immer auf die Unterstützung der Eltern bauen – auch, als die Kinder fast schon zu alt für elterlichen Beistand waren.“ Die Eltern waren aktiv – und gut in die Arbeit eingebunden. „Ein Glücksfall“, unterstreicht der 29-Jährige.

Und auch wenn auf den letzten Metern nicht immer alles rund gelaufen ist beim TuS Haltern, er geht in Freundschaft. „Die letzten Monate sind ein bisschen blöd gelaufen“, sagt Deitermann, der sich gewünscht hätte, dass der Dialog gesucht worden wäre.

Neupositionierung im elften Jahr

Im elften Jahr seiner Trainertätigkeit positioniert sich Deitermann neu. Er nimmt seinen Hut beim TuS Haltern und zieht weiter. Dem Lockruf von Concordia Flaesheim ist er erlegen. „Das Angebot war verlockend, das vorgelegte Konzept hat meine Neugier geweckt“, erklärt Deitermann.

Zwar sei er sich der Tatsache bewusst, dass im Mädchen-Fußball manche Sachen anders laufen – seiner Vofreude schadet dieses Wissen aber nicht. „Ich freue mich auf die Herausforderung, bin Feuer und Flamme“, sagt Deitermann. Es wird Zeit für etwas Neues. Er nimmt Abschied – seine Erfolge mit seinem Jahrgang bleiben...

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