Der FC Marl will dem TuS Haltern „einen echten Pokal-Fight liefern“

Fußball: Kreispokal

Endlich wird die Finalrunde im Kreispokal 2019/20 angepfiffen. Los geht es mit dem Halbfinale zwischen dem Bezirksligisten FC Marl und dem Oberligisten TuS Haltern am See.

Haltern

von Thomas Braucks

, 27.08.2020, 09:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Timo Ostdorf und der TuS Haltern am See treffen im Kreispokal-Halbfinale auf den FC Marl.

Timo Ostdorf und der TuS Haltern am See treffen im Kreispokal-Halbfinale auf den FC Marl. © Jürgen Patzke

Wenn das Coronavirus eins lehrt, dann Geduld. Am 22. Oktober 2019 wurde im Krombacher-Kreispokal das letzte Viertfinale ausgetragen. Zehn Monate danach wird an diesem Donnerstagabend um 19 Uhr endlich das Halbfinale angepfiffen: FC Marl gegen TuS Haltern am See.

Bezirksligist und Oberligist standen sich in dem Wettbewerb zuletzt 2017 gegenüber. Im Finale. Damals noch für den TuS als Spieler auf dem Platz: Trainer Timo Ostdorf, der seinerzeit beim ersten Kreispokalerfolg der Halterner zum 5:0-Endstand traf.

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Ob als Spieler oder nun als Trainer: Ostdorf ist heiß auf den Titel: „Das ist das erste Pflichtspiel seit März. Mehr muss man doch wohl nicht sagen.“ Gespannt sein darf man auf seine Mannschaft. Seit der TuS im Frühjahr sein Bilbao-Konzept (mehr eigener Nachwuchs, mehr Spieler aus der Stadt und der Umgebung) verkündet hat, haben gestandene Spieler den Verein verlassen. Aus der Startelf vom letzten Halterner Regionalliga-Auftritt beim Wuppertaler SV am 7. März sind dem TuS zwei Kicker geblieben: Noah Korczowski und Stefan Oerterer.

Marl geht als Außenseiter in die Partie - wie im Finale 2017

„Dass diese Gefahr besteht, war mir von Anfang klar“, sagt Ostdorf. Trotz der Abgänge hält er seine Mannschaft für konkurrenzfähig. In der Oberliga Westfalen. Im Kreispokal sowieso. „Wir haben 42 Spieler für die Ober- und die Landesliga. Für das Kreispokal-Halbfinale werden wir eine Mannschaft stellen, die gegen einen Bezirksligisten Favorit ist. Auch wenn der FC Marl ein ambitionierter Bezirksligist ist.“

So läuft die Finalrunde im Recklinghäuser Kreispokal

  • In seiner jetzigen Form wird der Kreispokal seit der Saison 2002/03 ausgespielt. Rekordsieger sind der VfB Hüls und die Spvgg. Erkenschwick mit jeweils vier Titeln. Die Spvgg. ist auch der Titelverteidiger (3:0 n.V. bei SC Reken).
  • Der Fußballkreis vergibt über den Kreispokal zwei Startplätze im Westfalenpokal. Sieger und der Verlierer des Finales ziehen in den Landespokal ein,
  • Allerdings: Der TuS Haltern, in der letzten Saison noch Regionalligist, ist bereits qualifiziert. Schlägt der TuS den FC Marl und zieht ins Finale, wird am Samstag das Spiel um Platz drei ausgetragen. Der Gewinner des „kleinen Finales“ steht im Westfalenpokal.

Beim Finale 2017 dabei war auch Mani Mulai, damals als Co-Trainer des FC Marl. Jetzt ist er Chef. „Ich kann mich noch gut erinnern. Damals waren wir klarer Außenseiter. Das ist diesmal nicht anders.“ Die Vorfreude beim FC Marl sei trotzdem groß: „Man merkt es den Jungs im Training an: Nach sechs Monaten ohne Pflichtspiel ist das Kribbeln bei allen da.“

Was der FC Marl besser machen will als beim 0:5 vor drei Jahren? „Ich erwarte von meiner Mannschaft, dass sie mutig nach vorn spielt. Diesmal wollen wir dem TuS einen echten Pokal-Fight liefern“, sagt Mani Mulai.

Heute und morgen ist die Kasse zwischen 17.30 und 18.45 Uhr geöffnet. Maximal 300 Zuschauer sind erlaubt. Rein kommt nur, wer eine Maske trägt.
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