Halterner Farin Megger kämpfte bei erstem EM-Lauf mit widrigen Umständen

dzMotorsport

Den ersten Lauf bei der Europameisterschaft hatte sich der Halterner Farin Megger anders vorgestellt. Er kämpfte mit dem Wetter, einem technischen Problem und Fahrern, die sich nicht bewegten.

Haltern

, 17.08.2020, 13:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am zweiten Augustwochenende fand die Auftaktveranstaltung der „Rotax MAX Challenge Euro Trophy“ im belgischen Genk statt. Der erste Lauf zur offiziellen Europameisterschaft der Rotax-Piloten entwickelte sich allerdings zu einem wahren Härtetest für Teams und Fahrer, bei dem auch der Halterner Kartpilot Farin Megger startete, aber am Ende durch widrige Umstände weit unter Wert geschlagen wurde.

Schon am Freitag sorgten die hochsommerlichen Temperaturen von 37 Grad auf der Kartbahn „Home of Champions“ für extreme Gripverhältnisse, die das Team vor immer wieder neue Herausforderungen beim Setup stellten. In den freien Trainings konnte sich Megger trotzdem kontinuierlich verbessern und sich unter den Top 5 halten. Doch obwohl er im richtungsweisenden Qualifying am Samstagabend seine eigene Bestzeit noch einmal toppte, reichte es am Ende nur für Platz 8 im Ranking.

Die Zündkerze bereitete Farin Megger Probleme

Doch im Warmup am Sonntagmorgen zeigte Megger einmal mehr seine ganze Klasse. Mit dem „Wimpernschlag“ von gerade einmal 0,031 Sekunden Rückstand fuhr er die zweitschnellste Zeit der insgesamt 30 Junioren im Feld und startete danach hoch motiviert in das ersten von insgesamt drei zu fahrenden Ausscheidungsrennen. Dabei konnte er sich erneut gut behaupten und war trotz einiger „Rempler“ am Ende mit Platz 5 zufrieden.

Jetzt lesen

Nun wurde im Teammeeting aus der Datenanalyse die Rennstrategie erarbeitet, bei der natürlich auch die Wetterlage berücksichtigt wurde. Das sollte am Ende rennentscheidend sein, denn als im Vorstartbereich die ersten Regentropfen fielen, wurden schon einige Karts auf Regen umgerüstet. Im Team „Kartschmie.de“ war man aber zuversichtlich, dass es trocken bleiben würde. Was sich jedoch nicht bewahrheitete. Als die Strecke für die Einführungsrunde geöffnet wurde, goss es wie aus Eimern.

Vater Daniel - wie immer als erfahrener Schrauber im Einsatz - winkte Megger sofort zur Box, um dort auch sein Kart umzubauen. Dieses Manöver kostete wertvolle Zeit und so konnte der Halterner Racer das Rennen erst mit Rundenrückstand wieder aufnehmen. Allerdings bemerkte er sofort ein technisches Problem.

Jetzt lesen

Die Zündkerze hatte das Stoppen und den Neustart nach der Einführungsrunde wohl nicht verkraftet und war „abgesoffen“. Dadurch konnte Megger nur noch mit dosiertem Halbgas fahren, denn er wollte vermeiden, dass ihm der Motor ausging und danach möglicherweise nicht mehr ansprang. Trotz dieses Missgeschicks gab Megger nicht auf, kämpfte sich mit teilweise stotterndem Motor weiter nach vorne und wurde am Ende immerhin noch 14..

„Jetzt fehlt mir nur noch etwas Rennglück“

Nach den guten Ergebnissen in den Vorläufen drückte das zwar etwas die Stimmung, doch es stand noch der zweite Finallauf aus. Da es zum Start durchgehend regnete, war das Kart direkt passend zum Wetter abgestimmt. „Jetzt gilt: alles oder nichts“, dachte sich Megger, der diesmal auf der besseren Außenbahn startete. Doch es sollte auch diesmal nicht sein.

Jetzt lesen

Der Start wurde freigeben, aber vor ihm passierte gar nichts. Seine beiden Vorderleute hatten Startprobleme und blieben einfach stehen. Die Starter auf der Innenbahn rauschten alle an ihm vorbei und Megger suchte krampfhaft nach einer Lücke um sich wieder einzufädeln. Als ihm das endlich gelang, waren schon viele Plätze verloren.

Doch auch in dieser Situation war Aufgabe für ihn keine Option. Er kämpfte sich erneut Runde um Runde am absoluten Limit fahrend mit Topzeiten durch die Gischt der Vorderleute zurück, wurde aber kurz vor Rennende wegen einer „Offroadeinlage“ mit einer Zeitstrafe von fünf Sekunden belegt. Dies warf ihn auf den am Ende doch enttäuschenden 18. Platz zurück, für den er aber immerhin noch zwei Punkte für die Meisterschaftswertung bekam.

Farin Megger landete am Ende auf Platz 18.

Farin Megger landete am Ende auf Platz 18. © Nina Megger

Obwohl so weit unter Wert geschlagen, blickt Megger doch positiv auf das Rennen zurück. Er hat im trockenen wieder gezeigt, dass er an der Spitze mitfahren kann und erneut viel aus der Datenanalyse gelernt. „Jetzt fehlt mir nur noch etwas Rennglück“, so der junge Rennfahrer.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt