Kreuzbandriss: Flaesheims Florian Moos musste lange aufs Comeback warten

dzFußball

Nach seinem Kreuzbandriss musste er lange auf sein Comeback warten. Als das endlich immer näher kam, durchkreuzte das Coronavirus die Pläne des Halterners. Nun steht er wieder auf dem Platz.

Flaesheim

, 11.08.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Fast genau ein Jahr lag zwischen dem letzten Spiel eines Halterner Kreisliga-Spielers und seinem ersten Spiel Anfang August nach seiner schweren Verletzung. 354 Tage musste der 29-Jährige auf sein Comeback warten - und das feierte er ausgerechnet gegen die Mannschaft, gegen die er sich 2019 das linke Kreuzband gerissen hatte.

Mit 3:0 gewann Concordia Flaesheim am 14. Juli 2019 gegen die TSG Dülmen II. Es war das dritte Testspiel des A-Ligisten. Das Ergebnis rückte allerdings aufgrund der Verletzung von Florian Moos in den Hintergrund. Der damals 28-Jährige, der bis dahin von schweren Verletzung verschont geblieben war, wollte mit links schießen und kam dann unglücklich auf. „Ich wusste direkt, da ist was passiert“, erzählt er heute.

Flaesheims Florian Moos: „Für den Anfang war das nicht schlecht“

Die Diagnose: Kreuzbandriss. Die Saison: so gut wie gelaufen. Nach und nach kämpfte sich der Flaesheimer wieder ran, im Februar stieg er langsam wieder ins Training ein, „aber ganz gemächlich“. Es folgte sogar ein erster, kleiner Einsatz in der Reserve der Flaesheimer, doch bis zu seinem richtigen Comeback für die erste Mannschaft musste er noch lange warten. Denn statt im Saisonendspurt seinen Teamkollegen noch mal auf dem Platz helfen zu können, wurde er - genauso wie alle anderen Amateurfußballer - durch das Coronavirus komplett ausgebremst.

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Sein erstes Spiel für die A-Liga-Mannschaft verzögerte sich also noch mal deutlich. Am 2. August war es dann aber endlich soweit. Wie der Zufall es so wollte, sollte der Gegner erneut die TSG Dülmen II sein. „Das war mir erst nicht so geheuer“, gibt Florian Moos zu. Er spielte trotzdem. Und machte direkt einen guten Eindruck in seinem ersten 45-Minuten-Einsatz. „Er ist mit seiner Spielweise eminent wichtig für uns“, erklärt Flaesheims Trainer Michael Onnebrink.

Florian Moos (r.) musste fast ein Jahr lang auf sein Comeback in der ersten Flaesheimer Mannschaft warten.

Florian Moos (r.) musste fast ein Jahr lang auf sein Comeback in der ersten Flaesheimer Mannschaft warten. © Manfred Rimkus (Archiv)

„Für den Anfang war das nicht schlecht“, sagt Florian Moos über seine erste Partie seit vielen Monaten. „Konditionell fehlt aber noch einiges.“ Bis zum Saisonstart hat er allerdings noch ausreichend Zeit, sein konditionelles Defizit aufzuholen. Erst am 6. September startet die neue Saison. Bis dahin gibt es auch noch einige weitere Testspiele.

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„Es war ein gutes Gefühl, wieder auf dem Platz zu stehen“, so Moos über das erste Spiel für Flaesheims erste Mannschaft. Während er im Frühjahr noch „etwas Probleme mit dem Knie“ hatte, als er in Flaesheims Reserve spielte, sei er diesmal komplett schmerzfrei gewesen. „Es hat mal wieder Bock gemacht“, erklärt Moos, für den es „eine harte Zeit“ war.

Nun hofft er, dass es so wie zuletzt weitergehen kann und er sich nicht erneut verletzt. Dass er von nun an aber ein bisschen mehr aufpassen muss, weiß der 29-Jährige auch. „Wenn man einmal ein lädiertes Knie hat“, müsse man darauf acht geben, dass nicht wieder etwas passiert. In manchen Situation „geht man dann vielleicht auch nicht so rein wie vor der Verletzung“, erklärt er.

Die Bewegung, die zu seiner Verletzung führte, „versuche ich zu unterlassen“. Dennoch können sich Flaesheims Fans, Spieler und Trainer auf einen Florian Moos freuen, der weiterhin alles geben wird. Und auch auf Torschüsse wird er in Zukunft nicht gänzlich verzichten, verspricht er und lacht - auch wenn die Folgen seines letzten Abschlusses 2019 ihn zu einer langen Pause zwangen.

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