Eine sonderbare und eine falsche Entscheidung machten dem TuS Haltern das Leben schwer

dzFußball

Die 1:3-Niederlage gegen RW Oberhausen für den TuS Haltern in der Regionalliga war zweifelos verdient. Aber zwei Schiedsrichter-Entscheidungen zulasten der Halterner hatten großen Anteil.

von Thomas Braucks

Haltern

, 27.09.2019, 13:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dass die 1:3-Niederlage des TuS Haltern bei Rot-Weiß Oberhausen verdient am Mittwoch war, daran gab es hinterher wenige Zweifel. Spielanteile und Chancen sprachen am Ende für den Favoriten. Ganz leicht abzuhaken war die Partie aber doch nicht.

Das lag daran, dass alle Halterner hinterher im Netz das Videomaterial von der Regionalliga-Partie studieren konnten. Es bestätigte nur, was schon im Stadion zu erahnen war: Schiedsrichter Fabian Maibaum traf in der ersten Halbzeit eine sonderbare und eine falsche Entscheidung – zulasten der Gäste.

Rätselhafte Entscheidung vor dem Ausgleichstreffer

Warum der Unparteiische in der 34. Minute einen Freistoß für RWO 17 Meter vor dem Halterner Tor wiederholen ließ und Tim Kallenbach die Gelbe Karte vor die Nase hielt, war rätselhaft.

Wie das Video belegt, spurtete der Mittelfeldspieler erst los, als der Ball bereits gespielt war. Womit Kallenbach ein Novum in seiner Karriere erlebte: Verwarnung wegen (Reaktions-) Schnelligkeit. Dumm für den TuS, dass RWO den zweiten Versuch zum 1:1 nutzte.

Dem TuS wurde ein Elfmeter verwehrt

Dazu kam, dass das Handspiel des Oberhauseners Julian Popovic, das Maibaum ahndete, nicht einen Meter vor dem Strafraum stattfand, sondern im „16er“: Der Pfiff hätte einen Strafstoß nach sich ziehen müssen.

„Zwei Fälle für Köln“, merkte Trainer Magnus Niemöller hinterher sarkastisch an. Wenn sich im dortigen Video-Assist-Center, wie es korrekt heißt, irgendwer für die vierte Liga interessieren würde (was bekanntlich niemand tut), hätte es im Stadion Niederrhein auch 2:0 für den TuS Haltern stehen können.

Haltern führte verdient

Und das zu dem Zeitpunkt nicht mal unverdient: Die Leistung des Aufsteigers war beachtlich, und nach dem hübsch herausgespielten Treffer zum 0:1 durch Arda Nebi (14.) hatten die knapp 100 TuS-Anhänger im Stadion Niederrhein das Gefühl, hier ist etwas möglich. Dass die Sache am Ende 3:1 für RWO ausging, „ist doch das Normalste der Welt, wenn der Vizemeister auf einen Aufsteiger trifft“, fand Trainer Magnus Niemöller.

Was bleibt, ist der Eindruck, dass sich der TuS auf hohem Niveau zur Wehr gesetzt hat. „Haltern wird seine Punkte schon noch holen“, attestierte dann auch Oberhausens Trainer Mike Terranova.

Allerdings nicht an diesem Wochenende: Da ist TuS Haltern in der Regionalliga spielfrei, und kann sich schon jetzt auf das nächste Auswärtsspiel beim SV Lippstadt am 5. Oktober vorbereiten. Abwehrspieler Christoph Kasak, der in Oberhausen die Rote Karte gesehen hat, wird dann fehlen. Wie hoch das Strafmaß ausfällt, steht noch nicht fest.

Lesen Sie jetzt