Ein Punkt trennt den HSC Haltern-Sythen in dieser Saison vom Doppel-Aufstieg

dzHandball: Verbandsliga

Nach dem 22:13-Sieg gegen den TV Wanne braucht der HSC Haltern-Sythen nur noch einen Punkt, um Meister zu werden. Im letzten Heimspiel wartet der Letzte. Die große Party ist schon im Kopf.

von Niklas Berkel

Haltern

, 19.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Gerechnet hatte damit vor dieser Saison niemand“, sagt Andreas Stolz, Trainer der Landesliga-Handballerinnen des HSC Haltern-Sythen. Seine Mannschaft führt die Landesliga mit vier Punkten Vorsprung an, zwei Spieltage stehen noch aus. Ein Punkt im letzten Heimspiel gegen den Tabellenletzten SV Teutonia Riemke würde genügen, dann wäre den HSC-Handballerinnen der Aufstieg in die Verbandsliga nicht mehr zu nehmen.

Noch ein paar Tage Zeit

Doch bis dahin sind noch ein paar Tage. Erst am 4. Mai (Samstag) findet der vorletzte Spieltag statt, davor ist Osterpause. Riemke II gewann in der gesamten Saison erst ein Spiel, also sollte eigentlich nicht viel schiefgehen können. Doch genau darin könnte für den HSC die große Gefahr lauern. Von Woche zu Woche haben die Handballerinnen mehr Zeit, um über den möglichen Aufstieg nachzudenken. Zeit genug, um zu verkrampfen. Angst davor hat Trainer Stolz aber keine. „Unser Saisonziel war erst Platz vier bis sechs. Als wir gesehen haben, da geht mehr, war es Platz drei, dann Platz zwei. Unsere Saison ist jetzt schon gut genug, dass wir entspannt in die letzten beiden Spiele gehen können.“

„Es wäre ein Traum“

Caroline Mordhorst, Spielerin im Kader des HSC, sieht das auch genauso. „Mit so einer Saison hat keiner gerechnet. Die Motivation ist einfach nur hoch, den Aufstieg jetzt auch endlich zu packen“, sagt sie. „Es wäre ein Traum, zusammen mit den Herren den Doppelaufstieg feiern zu dürfen“, fügt Mordhorst hinzu. Die Verbandsliga-Herren des HSC sind ja bekanntlich schon Meister. Am letzten Heimspieltag am 4. Mai tragen sie das Spiel nach den Damen aus. „Sollten wir aufsteigen, wird es danach eine Riesenparty geben“, ist sich Mordhorst sicher.

Der Weg zu dieser starken Saison der Handballerinnen begann schon im vergangenen Jahr. In der Relegation scheiterte der HSC da aber noch knapp an der Verbandsliga. „Da hatten wir noch weniger damit gerechnet“, sagt Mordhorst. Danach wechselten die Halternerinnen die Landesliga-Staffel. „Eigentlich sind wir in die Staffel mit den schwierigeren Gegnern gekommen", sagt Trainer Stolz. „Aber die Mannschaft hat sich nicht nur auf die Körperlichkeit der Gegnerinnen eingestellt, sondern auch von Anfang an spielerische Akzente gesetzt.“

Große Party soll beginnen

"Wir können jeden Gegner schlagen", erklärt Stolz. Zwar können solche Spiele um den Aufstieg – und dann auch noch gegen den Letzten – mit die Schwierigsten sein, doch ist sich der Trainer eines auch sicher: „Wir müssen uns nicht verstecken und haben eine gute Chance da schon den Aufstieg zu schaffen.“ Dann könnte die große Party beim HSC beginnen.

Die zweite Chance hätten die Halternerinnen im Fall der Fälle eine Woche darauf in Ahlen beim Tabellenfünften.

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