Eigentlich hat er bei einem anderen Klub unterschrieben - jetzt will er zum TuS Haltern

dzFußball: Regionalliga

Im Winter hatte der 21-Jährige bereits einen Vertrag bei einem Oberligisten unterschrieben und ist dort fest eingeplant. Doch nun will der Verteidiger zum TuS Haltern wechseln.

Haltern

, 05.06.2019, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit Offensivspieler Jan-Niklas Kaiser (DSC Wanne-Eickel) und Verteidiger Jan-Patrick Friedrich (ASC 09 Dortmund) haben die Halterner bereits mit zwei Spielern ihren Kader für die kommende Saison in der Regionalliga verstärkt. Und auch ein weiterer Abwehrspieler würde sich gerne dem TuS Haltern anschließen, doch ganz so einfach wird das wohl nicht. Denn eigentlich hat der 21-Jährige schon im Winter einen Vertrag bei einem anderen Verein unterschrieben.

Auf Rang neun beendete die Spvg. Schonnebeck das Jahr in der Oberliga Niederrhein. Bereits im Winter hatten sie sich die Dienste eines Neuzugangs gesichert. Am 25. März vermeldete Schonnebeck auf der Homepage: „Erster Neuzugang: Nico Wolters kommt vom ASC Dortmund.“ Doch nun ist der 21-Jährige kurz vor dem Sprung zum TuS Haltern.

„Will mich mit den Besten messen“

„Prinzipiell lehne ich es ab, mich mit anderen Vereinen zu unterhalten, wenn ich einen gültigen Vertrag habe“, erklärt Wolters. „Eigentlich will ich meine Verträge einhalten.“ Doch nun bietet sich ihm die Perspektive, in der kommenden Saison in der Regionalliga zu spielen. „Das ist natürlich als junger Spieler ein Traum, so hoch zu kommen, wie es geht. Ich will mich mit den Besten messen“, sagt Wolters.

Allerdings besitzt der Vertrag zwischen dem Spieler und dem Oberligisten weiter seine Gültigkeit. „Wir sind im Austausch mit Schonnebeck und versuchen, eine akzeptable Lösung zu erarbeiten, die für alle drei Seiten funktioniert“, sagt Sascha Kopschina, Sportlicher Leiter des TuS Haltern.

Eigentlich hat er bei einem anderen Klub unterschrieben - jetzt will er zum TuS Haltern

Nico Wolters (r.), hier im Duell mit Halterns Deniz Batman, hat in Schonnebeck einen gültigen Vertrag. © Stephan Schuetze

Und was sagt Schonnebeck? „Irgendwo hat das auch etwas von Wortbruch“, sagt Dirk Tönnies, Trainer der Spielvereinigung. „Allerdings wissen wir die Chance für ihn, in der Regionalliga zu spielen, auch einzuordnen.“ Insgesamt habe Tönnies gemischte Gefühle. „Wir brauchen in Schonnebeck Leute, die es auch zu 100 Prozent wollen“, erklärt er.

„Wird allerdings nicht unentgeltlich sein“

So habe der Verein auch in Erwägung gezogen, eine mögliche Freigabe zu verweigern. „Weil es auch so ein später Zeitpunkt war“, sagt Tönnies. „Aber wir haben intern gesprochen und gesagt, wenn wir einen Ersatz bekommen, dann kann er aus dem Vertrag. Das wird dann allerdings nicht unentgeltlich sein. Ich glaube aber schon, dass sich die Vereine einig werden.“

Im Mai habe Wolters das Gespräch mit Schonnebeck gesucht. „Ich kann total verstehen, dass sie sauer und enttäuscht sind“, erklärt Wolters. „Es war nie meine Absicht, diesen Verein zu enttäuschen. Aber ich möchte sehr, sehr gerne zum TuS Haltern“, erklärt Wolters.

Neben der sportlichen Perspektive sei auch die kürzere Fahrtstrecke für ihn ein Argument gewesen. „Ich komme aus Gladbeck und arbeite in Gelsenkirchen. Die Fahrten nach Dortmund gingen echt auf die Substanz. Die englischen Wochen habe ich nur auf der Autobahn verbracht“, erklärt Wolters.

Sollte er die Freigabe erhalten, würde Wolters zusammen mit Jan-Patrick Friedrich vom ASC 09 Dortmund nach Haltern wechseln. „Der Wechsel war aber nicht ausschlaggebend“, erklärt Wolters. „Ich hatte nie mit ihm darüber gesprochen. Aber ich habe mich sehr gefreut. Er ist ein guter Freund und ein guter Fußballer.“

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