Dirk „Didi“ Thiemann ist nicht nur der Mann mit der großen Fahne beim TuS Haltern

dzFußball: Regionalliga

Die Fahne des TuS Haltern ist sowohl bei Auswärts- wie auch bei Heimspielen schon aus der Entfernung zu erkennen. Doch Dirk Thiemann macht mehr, als nur die Fahne zu schwenken.

Haltern

, 06.11.2019, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nicht nur sportlich hat sich für den TuS Haltern am See mit dem Aufstieg in die Fußball-Regionalliga so einiges geändert. So spielt das Team von Trainer Magnus Niemöller nun nicht mehr sonntags gegen Amateurteams, seit dem Start der Saison 2019/20 heißen die Gegner nun auch Alemannia Aachen, Rot Weiß Essen oder Borussia Dortmund II - meist am Samstag.

Doch nicht nur die sportlichen Anforderungen an die Halterner sind gestiegen, auch strukturell hat sich beim TuS etwas getan: So gibt es mit Dirk Thiemann zum ersten Mal bei den Halternern einen Fanbeauftragten. In vielen Fällen gut zu erkennen an der großen Fahne des TuS Haltern und dem Trikot mit der Aufschrift ‚Didi‘. „In erster Linie bin ich Fan unserer Mannschaft, deshalb stehe ich auch als Fanbeauftragter, den man ab der Regionalliga dem Verband nennen muss, lieber inmitten unserer Fans und schwenke die Fahne“, sagt Thiemann.

„Vorstand fand mich gut geeignet“

An einem Sonntagnachmittag klingelte sein Telefon. Christoph Metzelder, der aktuell sein Amt als Vorsitzender beim TuS Haltern ruhen lässt, war in der Leitung. „Der Vorstand fand mich gut geeignet, da ich auch schon zuvor immer

mit von der Partie bei den Spielen war“, erklärt Thiemann. So habe er auch bereits davor versucht, den TuS Haltern zu unterstützen. Seit dem Sonntag im Juni ist er nun offiziell Fanbeauftragter. Und das bedeutet?

„Ich kümmere mich darum, dass unsere Fans zu den Auswärtsspielen kommen“, sagt der 46-Jährige. Die Idee mit dem regelmäßigen TuS-Bus, der zu jedem

Auswärtsspiel fährt, hat er mit initiiert. Zudem ist er Ansprechpartner für Fans und Offizielle von beiden Mannschaften, aber auch für die Polizei. „Dann werden ich gefragt, wie viele Fans wir mitbringen und welche Utensilien wir dabei haben“, sagt er. Immer mit im Gepäck: Die große Fahne des TuS Haltern.

Für Thiemann ist die Regionalliga „ein absoluter Höhepunkt und etwas ganz Besonderes“, erklärt er. „Allein von den organisatorischen Veränderungen und von den Gegnern.“

Nachfrage hat „ein bisschen nachgelassen“

15 Spiele haben die Halterner nun schon gemacht in der Regionalliga. Und die Nachfrage der Fans „hat nach dem ersten Ansturm eine gewisse Normalität

erreicht“, erklärt Thiemann. Drei Mal - gegen Lotte, Aachen und Homberg - reichte der Standard-Fanbus nicht, so dass die Halterner auf größere Busse ausweichen mussten, die mit über 50 Fans plus Kindern voll gewesen sind. „Mittlerweile hat sich ein fester Kern von knapp 20 Allesfahrern gebildet, die mit dem Bus fahren. Alle weiteren reisen individuell mit der Mannschaft, oder per Auto oder Zug an“, sagt Thiemann. Die Busmitfahrer zahlen 25 Euro, inclusive Ticket. Außer der Bus ist voll: „Wenn der große Bus voll ist, können wie die Preise sogar auf 20 Euro reduzieren.“

Doch alles lässt sich bei so einer Fahrt nicht immer planen. Am Samstag, vor der Rückfahrt aus Gladbach (2:3) nach Haltern, hatte der TuS-Bus einen Defekt. „Dann haben wir den Trainer gefragt, ob wir mit dem Mannschaftsbus mitfahren dürften“, sagt Thiemann. Magnus Niemöller stimmte zu - und so ging es mit der Mannschaft nach Hause.

Thiemann verfolgt ehrgeizige Ziele: „Im Idealfall entwickelt sich aus

dem Regionalliga-Hype eine langfristige Fanszene, die immer mehr Halterner

mitreißt. Denn je mehr dabei sind, umso besser ist in der Regel auch die

Stimmung. Das wir in der Stauseekampfbahn derzeit eine Schnitt von über 700

Zuschauern haben, ist fantastisch, daran wollen wir mit allen gemeinsam

anknüpfen.“

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