Halternerin Lara Predki scheitert bei der Hallen-DM in Leipzig im ersten Vorlauf

dzLeichtathletik

Für Deutschlands Top-Athleten ging es am Wochenende bei den Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften in Leipzig um die Meistertitel. Auch eine Halternerin war dabei.

Haltern

, 24.02.2020, 12:33 Uhr / Lesedauer: 2 min

Lara Predki trat am ersten Wettkampftag vor ausverkaufter Halle in ihrer Paradedisziplin, dem 1500-Meter-Lauf, an. Im ersten von zwei Halbfinalläufen musste sie sich mit sechs weiteren Top-Athletinnen messen, darunter auch die amtierende Deutsche Meisterin Hanna Klein. Am Ende reichte ihre Leistung leider nicht aus, um sich für den Finallauf am Sonntag zu qualifizieren.

Mit einer Zeit von 4:37,50 Min. landete die junge Frau, die für die Lüneburger SV startet, auf dem 6. Platz vor Berit Scheid von TSV Bayer 04 Leverkusen und wurde damit insgesamt 13. Ihre eigene persönliche Bestleistung (4:35,59 Min.) verpasste die 29-Jährige damit um knapp zwei Sekunden.

Letzte Konsequenz fehlte

Nach dem Wettbewerb haderte die Halternerin mit ihrer Leistung: „An sich ging es zügig los, aber auch nicht übertrieben schnell. Eigentlich war das genau mein Tempo, aber ich war irgendwie nicht gut drauf. Der Kopf war nicht beim Lauf und ich habe mich müde gefühlt - so war dann auch der Lauf. Es fehlte die letzte Konsequenz.“

Als eine Lücke zur vorderen Gruppe entstand, sei sie nicht vehement mitgegangen, sondern habe ihre Konkurrentinnen laufen lassen. „Darüber ärgere ich mich im Nachhinein ein wenig. Ich war mental nicht zu 100 Prozent da, obwohl ich mir vorgenommen hatte, zu kämpfen.“

Möglicherweise, so gibt die junge Läuferin ehrlich zu, sei sie aufgrund der vielen Eindrücke auch ein Stück weit überfordert gewesen. „Es war mein erster Vorlauf bei einer Deutschen Meisterschaft. Ich konnte nicht abschätzen, wie taktisch geprägt der Lauf sein wird.“

Im August hatte sie bei den Deutschen Leichtathletik Meisterschaften in Berlin am 3000-Meter-Hindernislauf teilgenommen. Damals hatte es allerdings nur einen Finallauf gegeben.

In den vergangenen Wochen hatte Lara Predki zudem ein strammes Programm absolviert. Bis zu 12 Einheiten pro Woche standen auf ihrem Plan: Konditions- und Intervallläufe, Kraftübungen und Regenrationstraining. Die DM-Norm von 4:37,00 Min. hatte sie am 25. Januar bei einem Wettkampf in Dortmund gepackt. Dort gelang ihr mit einer Zeit von 4:35,59 Min. sogar ihre neue persönliche Bestleistung.

Bei den Niedersächsischen Landesmeisterschaften in Hannover hatte sie eine Woche zuvor den Meistertitel geholt. Auch bei den Norddeutschen Meisterschaften in Hannover war sie über 1500m in 4:37,31 und über 3000m in 10:05,97 Erste geworden. „Vielleicht war ich nun einfach auch etwas müde von den letzten Wettkampfwochen. Die haben natürlich auch ganz schön viel vor allem mentale Kraft gekostet.“

Großes Wintersaisonziel erreicht

Insgesamt kann die 29-Jährige auf eine sehr zufriedenstellende Wintersaison zurückblicken. „Mit der Teilnahme an der Hallen-Dm in Leipzig habe ich ja mein großes Wintersaisonziel erreicht. Ich bin im Großen und Ganzen daher sehr zufrieden. Und wie sagt man so schön: Nach der DM, ist vor der DM.“

Am Mittwoch reist Lara Predki, die früher bei der LG Haltern aktiv war und nun als Nachhaltigkeitswissenschaftlerin an der Leuphana Universität in Lüneburg arbeitet, ins Trainingslager nach Albufeira (Portugal). Sie sagt: „Wenn ich dann wieder zurück bin, geht es mit vollem Elan in die Sommersaison.“

Lesen Sie jetzt