Der TuS Haltern II möchte Platz drei nicht mehr hergeben – und hat dafür gute Gründe

dzFußball: Bezirksliga

Platz drei könnte am Ende der Bezirksliga-Saison für eine Aufstiegsrelegation berechtigen. TuS II-Trainer Marek Swiatkowski und Staffelleiter Horst Dastig haben sich geäußert.

von Niklas Berkel

Haltern

, 17.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Beim Fußball-Bezirksligisten TuS Haltern II ist eigentlich schon alles klar. Fünf Spieltage vor dem Saisonende geht es für die Reserve nur noch darum, ob sie in der Abschlusstabelle auf Platz fünf, vier oder drei steht. Zu Platz zwei fehlen 13 Punkte, zu Platz sechs hat die Elf von Trainer Marek Swiatkowski 13 Punkte Vorsprung. Zur neuen Saison übernimmt mit Timo Ostdorf und Kevin Lehmann ein neues Trainerduo. Also eigentlich könnte Haltern II die Saison entspannt ausklingen lassen. Doch Trainer Swiatkowski hat noch Ziele. "Wir wollen Platz drei bis zum Saisonende nicht mehr hergeben", erklärt er – und hat für dieses Ziel auch gute Gründe.

Platz drei könnte zur Aufstiegsrelegation berechtigen

Der Tabellenführer Eintracht Coesfeld hat aufgrund von einigen Problemen noch keine Gewissheit, ob er einen Aufstieg in die Landesliga wahrnehmen könnte. Derzeit ranken sich viele Spekulationen darum, dass Coesfeld nicht in die Landesliga geht. Eintracht-Abteilungsleiter Christian Lechtenberg wollte sich dazu noch nicht äußern. Aber für den Fall der Fälle wäre Platz drei auf einmal wieder interessant. Denn der zweite Platz in der Bezirksliga berechtigt nach dem derzeitigen Stand der Dinge für eine Relegationsrunde um den Aufstieg. Dann würden die jeweiligen Tabellenzweiten der zwölf Bezirksligen einen weiteren Aufsteiger ausspielen. Sollte Coesfeld für sich entscheiden, dass ein möglicher Aufstieg nicht machbar ist, könnte Platz drei in der Bezirksliga 11 plötzlich der Relegationsrang sein. "Das kann sein", sagt Staffelleiter Horst Dastig. Aber er wisse nicht, wie die Durchführungsbestimmungen in einem solchen Fall lauten.

Möglicher Aufstieg war schon Thema

"In der Kabine war das schon einmal Thema", berichtet Swiatkowski. Aber ansonsten möchte auch er nicht viel dazu erzählen. "Da ist so viel Zukunftsmusik dabei, dass wir uns darüber keine großen Gedanken machen sollten." Das sieht auch sein Spieler Patrick Brinkert ähnlich. "Die Gedanken sind da immer irgendwo, aber wir sollten jetzt von Spieltag zu Spieltag denken. Epe und Dülmen sitzen uns noch im Nacken", sagt Brinkert. Und Coesfeld hat auch noch nichts gesagt. "Aber klar ist auch", sagt Brinkert, "dass es verdammt schön wäre, einen Aufstieg zu feiern."

"Das war ein katastrophales Gefühlserlebnis." Patrick Brinkert, Spieler des TuS Haltern

Brinkert war derjenige, der den TuS II am Sonntag beim 3:0-Sieg in Gescher auf die Siegerstraße – und damit auch auf Platz drei – führte. Bereits nach sieben Minuten traf er zur Führung. "Ich hab mich erst gefeiert, ich bin ja kein Torgarant", erzählt er. Nur 13 Minuten später sah er die Rote Karte. "Das war ein katastrophales Gefühlserlebnis. Gott sei Dank, hat die Mannschaft das Spiel trotzdem gewonnen."

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