Der SV Lippramsdorf im Abstiegskampf: Drei Gründe, warum es derzeit nicht läuft

dzFußball: Bezirksliga

Der SV Lippramsdorf ist nach der Niederlage in Dülmen auf einen Abstiegsplatz gerutscht. LSV-Coach Michael Hellekamp sagt: „Ab sofort zählen keine Ausreden mehr.“ Aber wo drückt der Schuh?

Lippramsdorf

, 03.12.2019, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

An der Jahnsstraße in Lippramsdorf dürfte allmählich die Angst vor dem Abstiegsgespenst umgehen. Denn: Für die Bezirksliga-Fußballer des SV Lippramsdorf will es in diesem Jahr einfach nicht rundlaufen. Am vergangenen Spieltag musste sich das Team von Trainer Michael Hellekamp gegen die TSG Dülmen erneut geschlagen geben (1:3).

Es war bereits die neunte Niederlage der Saison und die vierte sieglose Begegnung am Stück. Damit fielen die Lippramsdorfer auf den 15. Tabellenplatz und stehen somit auf einem direkten Abstiegsrang. Wir nennen drei Gründe, warum der Trend beim LSV nach unten zeigt.

  • Die mangelnde Torgefahr

Mit nur 23 erzielten Treffern stellt der LSV derzeit den viertschlechtesten Angriff der Liga. Julian Röer ist mit fünf Buden erfolgreichster Torjäger im Team. Dahinter folgt Jonas Zernahle mit vier Toren.

Henrik Kleinefeld, mit 20 Treffern erfolgreichster Stürmer der vergangenen Saison, fehlte verletzungsbedingt bei einigen Partien. Bislang kommt er erst auf drei Tore. „Klar, seine Tore fehlen uns“, sagt der Coach Michael Hellekamp. Vorwürfe macht er seinem Stürmer aber nicht. „Henrik war in der Vergangenheit immer ein Garant für viele Tore, aber ihm fehlt in diesem Jahr, wie auch vielen anderen Jungs, aus unterschiedlichen Gründen, der Rhythmus. Uns mangelt es insgesamt als Team an der Durchschlagskraft.“

  • Das Verletzungspech

Mit Torwart Marvin Niehaus und Knipser Julia Röer haben lediglich zwei Spieler im Kader alle bisherigen 16 Spiele der Hinrunde absolviert. Hellekamp: „Die Liste der Verletzungen ist in diesem Jahr leider sehr lang und oftmals hat es auch unsere Leistungsträger erwischt. Es zieht sich wie ein roter Faden durch das Jahr.“ Der Kader sei zu dünn, um die Ausfälle voll kompensieren zu können. „Außerdem kommt aufgrund der vielen Verletzungen auch der gesunde Konkurrenzkampf zu kurz.“

  • Die Heimschwäche

Erst zwei Mal hat die Elf von Michael Hellekamp in dieser Saison den heimischen Platz als Sieger verlassen. Der letzte Heimsieg datiert vom 6. Oktober. Damals gab es einen 2:0-Erfolg gegen den SC Reken. Besonders bitter für die heimischen Fans war die Niederlage im Derby gegen den TuS Haltern. Der Siegtreffer für den TuS war erst spät in der Nachspielzeit gefallen. „Auch bei anderen Partien haben wir in letzter Minute Punkte hergeschenkt. So etwas setzt sich dann auch im Kopf fest.“

Am Sonntag (8. Dezember) gilt es den Negativtrend zu stoppen. Mit dem Tabellenvorletzten TuS Wüllen gastiert ein direkter Konkurrent im Abstiegskampf beim SV Lippramsdorf (Anstoß: 14:45 Uhr). „Ab sofort zählen keine Ausreden mehr. Wir müssen liefern und wollen mit allen Mitteln gewinnen“, sagt Trainer Michael Hellekamp.

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