Der HSC Haltern-Sythen trifft auf die Bayern aus Bielefeld

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Oberligist HSC Haltern-Sythen hat als Aufsteiger einen klasse Saisonstart hingelegt. Nun kommt der Topfavorit nach Haltern. Der hat einen Etat, das die Vorstellungen bei weitem übertrifft

von Olaf Krimpmann

Haltern

, 28.09.2019, 05:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Unentschieden am vergangenen Sonntag in Mennighüffen (35:35) tat gut, denn Gerard Siggemann, Trainer bei den Oberliga-Handballern des HSC Haltern-Sythen, hat seinen ganz persönlichen Plan, wie es für den Aufsteiger mit dem Klassenerhalt klappen soll.

„Im Auftaktspiel gegen TuS Bielefeld-Jöllenbeck habe ich mir daheim schon etwas ausgerechnet. In Mennighüffen hat die Mannschaft danach ein wirklich gutes Spiel abgeliefert“, lobt der Trainer. Zwei Spiele, drei Punkte – diese Bilanz kann sich sehen lassen. Der Plan ist damit im Moment übererfüllt.

Diesen Rückenwind kann der HSC gut gebrauchen, die nächste Aufgabe könnte schließlich kniffliger kaum werden: Am Samstag tritt die TSG Altenhagen-Heepen in der Halle des Schulzentrums Haltern an. Für viele Trainer sind die Bielefelder „das Bayern München der Liga“.

Ein Etat, das die Vorstellungen von Oberliga-Handball bei weitem übertrifft

Kolportiert wird ein Etat, der die 500.000 Euro überschreitet. „Bei solchen Summen können wir bei weitem nicht mithalten“, sagt Siggemann. Geleitet wird die Abteilung von einem hauptamtlichen Geschäftsführer Christian Sprdlik, der seine Sporen beim Bundesligisten TBV Lemgo erwarb und der bereits die „Vision Handball Bundesliga in Bielefeld“ entwarf. Entsprechend hoch sind die Ziele und die Ansprüche in Ostwestfalen, die nun schon im dritten Jahr in Folge als Titelkandidat in der Oberliga Westfalen gehandelt werden.

„Geld wirft keine Tore.“
Gerard Siggemann, Trainer HSC Haltern-Sythen

Und doch: „Geld wirft keine Tore“, sagt Siggemann. In der – nach zwei Spielen natürlich noch nicht sonderlich ausdrucksstarken – Tabelle rangieren Haltern und Altenhagen-Heepen einträchtig mit 3:1 Punkten als Tabellennachbarn im Mittelfeld. Die Ostwestfalen kamen zum Auftakt zu einem 23:23 in Möllbergen und im Anschluss zu einem eher holprigen 24:20-Heimerfolg über den FC Schalke 04, den Altenhagen erst dank einer starken Torhüterleistung sicherstellte. Gerard Siggemann hat sich die Partie auf Video angeschaut und „ein paar Schwächen gefiltert, die wir vielleicht nutzen können“.

Ein eingeschworener Haufen gegen eine zusammengekaufte Mannschaft

Das „vielleicht“ bezieht sich natürlich immer darauf, dass jederzeit damit gerechnet werden muss, dass bei Altenhagen-Heepen irgendwann der Knoten platzen wird. Nur wann? Siggemann: „Dort sind vor der Saison elf neue Spieler und ein neuer Trainer gekommen, das braucht alles seine Zeit.“

Zeit, die vielleicht für den HSC spricht, denn der will am Samstagabend die bekannten Tugenden in die Waagschale werfen. Der Trainer sagt: „Wir haben vielleicht nicht die wirtschaftlichen Möglichkeiten, dafür haben wir eine Mannschaft. Wir sind ein eingeschworener Haufen.“ Der A-Lizenzler kann auf den gleichen Kader wie zuletzt bauen. Nick Andersen wird wegen seiner Fingerverletzung damit wohl letztmals fehlen.

HSC Haltern-Sythen - TSG Altenhagen-Heepen; Sa., 19.30 Uhr – Halle Schulzentrum, Holtwicker Str.

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