„Der Bulle, der nicht lang fummelt“: Bossendorfs 14-Tore-Mann Marc Bachor

dzFußball

Er trifft und trifft, im Schnitt in jedem Spiel zwei Mal. Dabei hätte Marc Bachor sogar für Bossendorf noch den ein oder anderen Treffer mehr erzielen können. 14 Tore hat er auf dem Konto.

Hamm-Bossendorf

, 25.10.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Drei Tore gegen den TuS Henrichenburg II am vergangenen Sonntag, insgesamt 14 Treffer in sieben Spielen in der Kreisliga C. Marc Bachor (25) ist im Sturm der Zweitvertretung des SV Bossendorf eine Bank. Doch wer ist der Mann, der pro Spiel zwei Mal ins Schwarze trifft?

„Marc macht seine Tore am liebsten von außerhalb des Strafraums“, erklärt sein Trainer Daniel Berling. „Dann nimmt er kurz den Kopf hoch und versucht, den Ball in die Ecke des Tores zu hämmern, in der der Torwart gerade nicht steht. Er zielt schon bei seinen Schüssen.“

„Genug Chancen waren da“

Doch trotz der 14 Tore wäre da noch der ein oder andere Treffer mehr drin gewesen in den vergangenen Spielen für den „Bullen vorne drin, der nicht lang fummelt“, wie der Trainer ihn nennt. „22 hätte er sicherlich schon haben können“, sagt Berling. „Genug Chancen waren da“, gibt Bachor zu. „Aber man macht ja auch nicht jeden Ball rein.“

Trotzdem steht er mit einem Vorsprung von fünf Treffern an der Spitze der Torjägerliste. Mit Vincent Gross (sieben Tore) liegt ein Bossendorfer zudem auf dem geteilten dritten Platz. Und auch Gross trifft, ähnlich wie Bachor, lieber aus dem Spiel heraus. Denn „nach einem Standard trifft keiner von uns“, erklärt Trainer Berling.

So wirklich ein Problem scheint das für sein Team aber nicht zu sein: Mit 20 Punkten aus acht Spielen (zwei Unentschieden) stehen die Bossendorfer ungeschlagen auf Rang zwei. Spitzenreiter Ahsen II hat einen Punkt mehr, aber auch ein Spiel weniger. Inklusive der Vorbereitungsspiele haben die Bossendorfer seit 14 Spielen nicht verloren.

„Wenn es klappen würde, warum nicht“

„Wir haben uns das Ziel gesetzt, diese Saison besser abzuschließen, als die letzte“, sagt Bachor. In der vergangenen Spielzeit belegten die Bossendorfer Rang vier. Dementsprechend sind sie aktuell auf Kurs. Und ein Aufstieg in die Kreisliga B? „Wenn es klappen würde, warum nicht“, sagt der Torjäger.

Dort spielt aktuell die erste Mannschaft der Bossendorfer. Könnte auch das Team von Trainer Thomas Joachim für den 25-Jährigen eine Option sein? „Meine ganzen Freunde spielen in der zweiten Mannschaft“, erklärt er. „Mit denen verstehe ich mich gut und dann möchte ich auch mit denen spielen.“ Freiwillig habe er sich entschieden - nachdem er schon ein halbes Jahr lang mal in der ersten Mannschaft spielte - für die Zweitvertretung zu kicken.

„Natürlich würde ich oben aushelfen, keine Frage. Aber langfristig muss das nicht unbedingt sein“, erklärt Bachor. Am Sonntag geht er erst einmal gegen den VfB Waltrop II erneut auf Torejagd.

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