Auf einen Neuzugang des HSC Haltern-Sythen wartet eine große Herausforderung

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An das Spieltempo müsse sich der "Neue" erst einmal gewöhnen. Probleme habe er außerdem mit seiner Nervosität. Teammanager Christian Berse traut ihm die Aufgabe in der Oberliga aber zu.

von Niklas Berkel

Haltern

, 12.09.2019, 19:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn die Handballer des HSC Haltern-Sythen am kommenden Samstag gegen den TuS Bielefeld/Jöllenbeck in die neue Oberliga-Saison starten, ist das für viele in der Mannschaft eine ungewohnte Situation. Zuletzt spielten die Halterner vor zwölf Jahren in der Oberliga. Auf einen Neuzugang im HSC-Kader wartet aber noch eine viel größere Herausforderung.

"Das war gerade zu Beginn schon ein krasser Unterschied."
Marc Mühlenbrock, Spieler HSC Haltern-Sythen

Mit Marc Mühlenbrock zogen Teammangaer Christian Berse und Trainer Gerard Siggemann einen Spieler aus der Reserve des HSC hoch. Eigentlich lief Mühlenbrock lediglich in der Bezirksliga auf. Schon der Sprung in die Verbandsliga, in der die Halterner bis zum Aufstieg im vergangenen Frühling beheimatet waren, wäre riesig gewesen. Der Sprung in die Oberliga ist daher umso ungewöhnlicher. "Das war gerade zu Beginn schon ein krasser Unterschied", gibt Mühlenbrock zu. Besonders an das Spieltempo musste er sich gewöhnen. "Dazu kommt, dass in den Spielen die Nervosität größer ist. Da habe ich noch ein bisschen mit zu kämpfen."

"Es ist klar, dass wir keine Wunderdinge von Marc erwarten können", sagt Teammanager Berse. Als Stammspieler ist er nicht eingeplant. Aber die Halterner vertrauen ihrem "Neuen". "Marc gehörte schon länger zum erweiterten Kader der Mannschaft", sagt Berse. Nun war es an der Zeit, ihm die Chance zu ermöglichen, sich fest in der ersten Mannschaft zu beweisen.

Linksaußen besticht durch seine Reichweite

Für einen Linksaußen ist Mühlenbrock mit seinen 1,91 Metern ziemlich groß. Von seiner große Reichweite erhoffen sich Trainer Siggemann und Berse einen Mehrwert für die Mannschaft. "Falls Harald Scherer auf Linksaußen mal ausfallen sollte, haben wir einen in der Hinterhand, dem wir voll und ganz vertrauen können", sagt Berse. Wo der Spieler selber seine Stärken sieht? "Ich bin ein sehr schneller Spieler und schaffe es durch meine Reichweite von linksaußen einen besseren Winkel beim Wurf zu schaffen", erklärt er.

Standortbestimmung am ersten Spieltag

Dass dem HSC eine schwierige Saison bevorsteht, daraus macht Berse keinen Hehl. "Für uns geht es einzig und allein um den Klassenerhalt", sagt der Teammanager. Die Verantwortlichen sind aber positiv gestimmt. Genau wie Mühlenbrock. "Dass die erste Saison nach einem Aufstieg schwierig ist, ist bekannt. Wir haben aber die Qualität, um am Ende den Klassenerhalt zu schaffen." Teammanager Berse sieht vier, fünf Teams auf dem gleichen Niveau. Dazu zählt er den TuS Möllebergen, die Mitaufsteiger CVJM Rödinghausen und TuRa Bergkamen, den ASV Hamm-Westfalen II und auch den ersten Gegner des HSC, den TuS Bielefeld/Jöllenbeck. "Da wartet am Anfang der Saison direkt eine richtige Standortbestimmung auf uns", sagt er.

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